Von der modernen Hauptstadt am Arabischen Golf auf den höchsten Gipfel der VAE
Das Emirat Abu Dhabi hat viele Kontraste zu bieten
Kommen Sie mit auf eine virtuelle Reise durch das größte und wohl vielfältigste der sieben Emirate. Abu Dhabi bietet eine pulsierende Hauptstadt, weiße Sandstrände und menschenleere Inseln, weite Wüsten, grüne Oasen und markante Berge.
Die folgende virtuelle Reise soll Ihnen einige der zahlreichen Highlights des Emirates Abu Dhabi näher bringen. Diese Satellitenkarte zeigt Ihnen die Lage der Orte und Inseln, die nun von Ihnen (virtuell) bereist werden:
Abu Dhabi City
So gut wie 100% Sonnentage im Jahr, weiße Sandstrände, luxuriöse Hotels mit Poolanlagen, exzellente Shopping Malls, gastronomische Vielfalt: Dies sind die viele Gründe, weshalb Besucher sich für Abu Dhabi entscheiden, wenn sie nicht gerade aus geschäftlichen Gründen in der Metropole am Arabischen Golf sind. Der Sehenswürdigkeiten wegen sind nur wenige hier. Und dass es auch lohnenswerte und interessante 'Sights' zu besuchen gibt, wissen ebenfalls nur die Wenigsten. Das sollte sich ändern.
Abu Dhabi Travel lädt Sie zu einem Stadtrundgang durch das Zentrum der VAE-Hauptstadt ein und zeigt Ihnen die Topp 14 Sehenswürdigkeiten. Eines kann jedoch hierdurch nicht ersetzt werden: Ihren realen Besuch vor Ort.
Das Stadtbild
Abu Dhabi zählt ohne Zweifel zu den modernsten Städten weltweit. Daher präsentiert die Stadt überwiegend ein neues Gesicht. Spektakuläre, architektonische Meisterwerke mit arabischen Elementen und großzügig ausgebaute Straßen, von den neuesten Luxusautos befahren, prägen das Stadtbild. Dazwischen sind Spuren aus früheren Jahrhunderten, wie das Fort Qasr al Hosn, traditionelle Gebäude, Wohnpaläste und unzählige Moscheen zu entdecken. Charakteristisch für die Stadt sind die vielen kleinen Geschäfte im Erdgeschoss der Gebäude, die keineswegs von den großen, ultramodernen Shoppingmalls verdängt werden.
Dadurch, dass die Stadt quasi "im" Wasser auf einer Insel liegt, ist das Meer von fast überall zu sehen und maximal zehn Minuten von jedem Punkt der Innenstadt entfernt. Neu und aufwendig gestaltet wurde die Corniche, die prächtige Küstenstraße an der Skyline der Stadt. Herausragend sind außerdem die zahlreichen Grünflächen in der Stadt. Die breiten Straßen sind mit gepflegten Bäumen und Stauden bepflanzt. Rund 20 Parks, einige mit Seen, sind in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums zu finden. Am Ostring liegt ein Mangrovensumpf, der auch vielen Vögeln einen stadtnahen Lebensraum bietet.
Erwarten Sie keine Sehenswürdigkeiten, wie Sie diese aus Europa kennen. In Abu Dhabi ist schon die faszinierende Lage und das moderne Stadtbild mit ihrer arabisch geprägten Architektur eine Reise wert!
Das aktuelle Kartenmaterial über Abu Dhabi ist noch begrenzt, zu schnell werden neue Projekte realisiert und ganze Straßenzüge neu verlegt. Diese Karte von der Abu Dhabi Tourism Authority zeigt einen aktuellen Stand der Bebauung, z.B. die verbreiterte Corniche (Nr. 4) und Breakwater (Nr. 7/8). Anhand der roten Ziffern soll der virtuelle Stadtrundgang durchgeführt werden.
1 - Fort Qasr Al Hosn (Karte: B2)
Kein anderes Gebäude ist so eng mit der Geschichte des Emirats und der Stadt verbunden wie das Fort Qasr Al Hosn. Sheikh Shakhbut bin Dhiyab hatte es 1793 zum Schutz der 1761 gegründeten Süßwasserquellensiedlung errichten lassen. Das Fort diente rund 200 Jahre lang auch als Regierungs- und Wohnsitz bedeutender Herrscher wie Sheikh Tahnun bin Shakhbut (1818-1833), der Abu Dhabis Perlenhandel kräftig ausbaute. Als letzter Herrscher wohnte Sheikh Shakbut bin Sultan von 1928-1966 im weißen Gebäude. Seitdem hat das Qasr Al Hosn den Erdölboom und die damit einhergehende Stadtentwicklung gut restauriert aber leer stehend überlebt. Das älteste Gebäude Abu Dhabis soll aber bald ehrenvoll Verwendung finden und wird seit kurzem abends beleuchtet. Noch heute wird das Fort teilweise vom Militär genutzt, daher muss man als Besucher zuvor ein bewachtes Tor passieren. Empfehlenswert ist ein Rundgang durch das Gebäude mit seinen weißen, zinnenbekrönten Mauern. Im Innern befinden sich mehrere Gartenanlagen mit Blumen und Palmen. Die meist leeren Räume sind verschlossen, doch vom Flachdach hat man einen sehr guten Blick auf die moderne Metropole.
Öffnungszeiten: Do 7:30-12:00, Sa-Mi 7:30-13:30.
2 - Cultural Foundation (Karte: B2)
Die Cultural Foundation ist das kulturelle Zentrum der Stadt. Es befindet sich gleich neben dem Fort Qasr Al Hosn in einem 1981 eröffneten Gebäude, das von Bogengängen und Brunnen geprägt wird.
Neben regelmäßigen Veranstaltungen, die auch von Touristen besucht werden können, werden hier Sprachkurse angeboten. In den großen Hallen finden regelmäßig Ausstellungen, folklorische Aufführungen und Filmvorstellungen statt. Außerdem sind zahlreiche lokale Exponate und die größte Sammlung von Koranausgaben der Arabischen Halbinsel zu besichtigen. Die Cultural Foundation ist gleichzeitig Sitz der Nationalbibliothek, in der Bücher über die VAE und die Arabische Halbinsel, aber auch Literatur in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Auch außerhalb des Gebäudes laden einige Skulpturen zum Rundgang über das begrünte Gelände ein.
Öffnungszeiten (Cultural Foundation): Fr 17:00-22:00, Sa-Do 08:00-13:00 und 17:00-22:00. Die Öffnungszeiten der Nationalbibliothek weichen von diesen Uhrzeiten etwas ab.
Der Cannon Square ist einer der auffälligsten Plätze der Stadt und gleichzeitig ein guter Orientierungspunkt an der Airport Road. Er besteht aus überdimensionalen, weißen Skulpturen, die die traditionellen Symbole der VAE darstellen und sich zwischen die Hochhauskulisse schieben. Zu den Skulpturen zählen eine Kanone, eine Schnabelkanne, henkellose Kaffeetassen und ein Gefäß zum Verbrennen von Weihrauch. Der Ort ist für die Aufnahme von Fotos sehr zu empfehlen und natürlich rund um die Uhr zu besichtigen. In der Nähe des Cannon Square befindet sich auch der zentrale Souq - wegen Umbaumaßnahmen ist er temporär geschlossen. Achten Sie bei Ihrem Besuch, ob dieser wieder geöffnet ist - er soll noch spektakulärer werden, als er vorher war. Ebenfalls nicht ganz weit vom Cannon Square liegt ein sehr schöner Park, der oft in Reiseführern nicht Erwähnung findet: Capital Gardens (Karte: B1). Umgeben von einer beeindruckenden Hochhauskulisse und mit einem kleinen See gestaltet, eignet sich die baumreiche Parklandschaft zum Ausruhen, für ein Picknick oder um einfach die Gebäude ringsherum aus einer Oase der Ruhe zu betrachten. Besonders Kinder werden in diesem Park ihre Freude haben.
4 - Corniche (Karte: A2, B1-B2, C1)
Die Strandpromenade Corniche ist eins der Vorzeigeobjekte Abu Dhabis und ein Muss für alle Besucher. Sie verläuft an der Nordseite der Hauptstadt und hat eine Länge von sechs Kilometern. Es sind sogar acht Kilometer, rechnet man die ununterbrochenen Wege bis auf die Breakwater-Halbinsel dazu. Bis 2006 wurde dieser Teil der Stadt aufwendig neu gestaltet und verbreitert.
Die gesamte Promenade ist mit hellen aneinander gefügten Granitplatten gepflastert und mit weiteren künstlerischen Elementen gestaltet. Viele Sitzmöglichkeiten laden zum Blick Richtung Arabischen Golf ein.
Die Corniche Gardens machen die Promenade besonders attraktiv: Rasenflächen, die von Blumenbeeten unterbrochen werden, die saisonal angepasst werden. Gastronomische Einrichtungen, Teiche, Picknick- und Spielplätze für Kinder erweitern das Gesamtkonzept Corniche.
Nur 500 Meter von der Corniche entfernt liegt die von Menschenhand geschaffene Insel Lulu, die bald für Besucher und Bewohner mit einladenden Sandstränden und weiteren Attraktionen zur Verfügung steht.
Die Corniche und die dahinter stehenden Hochhäuser verwandeln sich mit Einbruch der Dunkelheit in ein unvergessliches Lichtermeer, das sich sogar im richtigen Meer spiegelt. Herausragend sind auch die momentan zwei höchsten Gebäude: ADIA-Tower (links) und Baynunah Tower (s. Punkt 5).
Die Corniche ist nicht nur etwas für Spaziergänger. Neben einer sechsspurigen Schnellstraße für den Autoverkehr haben auch Skater, Jogger und Radfahrer ihre eigenen Wege.
Hinweis: Auf vielen Karten und in manchen Reiseführern ist noch von "Volcano Fountain" und einem "Clock Tower" die Rede. Diese Attraktionen wurden bei den Umbaumaßnahmen entfernt und waren bei der Neugestaltung nicht mehr vorgesehen.
5 - Baynunah Tower (Karte: B2)
Zwar entstehen momentan auch in diesem Bereich neue Wolkenkratzer, aber kein Hochhaus hat die Corniche so geprägt, und tut es immer noch, wie der Baynunah Tower. Das 165 Meter hohe Gebäude bietet wie kein anderes eine so gute Aussicht über den gesamten Verlauf der Promenade, sogar bis zum Emirates Palace Hotel. In der Regel dürfen auch Nicht-Hotelgäste von der Dachterrasse diese tolle Aussicht genießen. Einige Stockwerke werden von der Hilton-Hotelkette als luxuriöse Apartmentzimmer genutzt. Im oberen Teil, in der 29. Etage, befinden sich der Health Club und ein Pool mit ebenfalls gutem Ausblick auf Stadt und Golf.
Im Baynunah Tower vereinigen sich modernste Architektur mit traditionell arabischen Elementen und machen ihn zu den besonderen Glanzpunkten in der Skyline Abu Dhabis - und zu einer sehr guten Hotelwahl für Besucher.
6 - Emirates Palace (Karte: A2)
Das Emirates Palace ist ein Hotel der Superlative und für viele Besucher und Bewohner das Highlight der Stadt. Offiziell gibt es in der Hotellerie nur fünf Sterne. Manche Reiseveranstalter geben dem im Jahr 2005 eröffneten Hotel manchmal sogar sieben oder acht Sterne, nicht mit Unrecht. Auf der Landzunge Al Ras Al Akhdar liegt majestätisch das Emirates Palace. In der Lobby und im gesamten Hotel ist alles Gold was glänzt.
Von der Corniche richten sich die Blicke immer wieder auf die prächtige Fassade dieses Luxushotels, das einem Märchenschloss aus 1001 Nacht gleicht. Das Emirates Palace ist nicht nur ein Hotel, sondern auch ein Gästehaus der Regierung der VAE für ausländische Staatsgäste. Die britischen Architekten haben auf eindrucksvolle Weise die drei Funktionen des Hauses unter einem Dach vereint: Luxusresort, Hightech-Konferenzzentrum und Palast für Staatsgäste.
Es ist schwierig, das Hotel mit Worten angemessen zu beschreiben. Vielleicht können es die folgenden Zahlen besser:
Das Hotel ist doppelt so lang wie das Schloss in Versailles - die Fassade misst 2,5 Kilometer
1.000.000 m² groß ist das Grundstück des Palasts, inklusive Gartenanlagen
Über 1 Kilometer ist der private Sandstrand lang
250.000 m³ Beton und 100.000 m³ Marmor wurden verbaut
Über 2000 Mitarbeiter, darunter 170 Köche und 290 Schneider werden beschäftigt
Das Gebäude hat 1000 Kristallleuchter von Swarovski, 120 Küchen und Vorratskammern, 7000 Türen, 140 Fahrstühle, 200.000 Glühbirnen
680 m² misst die größte Suite, die Palace Suite, und kostet ca. 10.000 &euro pro Nacht - nicht vermietet und den Herrschern und ihren Gästen vorbehalten sind die sechs Royal Suites, die jeweils 1.200 m² groß sind.
Mit dem Emirates Palace antwortet Abu Dhabi auf das Burj Al Arab Hotel in Dubai, das in der Öffentlichkeit großes Aufsehen erregt hat. Zwar gehört das Hotel dem Staat, gemanagt wird es jedoch von der deutschen Traditionskette Kempinski, die weltweit für Exzellenz steht.
Breakwater ist, wie die Übersetzung aus dem Englischen schon sagt, ein Wellenbrecher und hat die Funktion eines Deiches. Von dieser künstlich geschaffenen Halbinsel hat man den eindrucksvollsten Blick auf die gesamte Skyline Abu Dhabis an der Corniche. Zahlreiche Restaurants mit tollem Blick auf die Stadt, das große Einkaufszentrum Marina Mall (s. Punkt 8) und das Heritage Village ziehen viele Einheimische und Besucher hierher.
Eine der wichtigsten Attraktionen von Breakwater und Abu Dhabi ist das Heritage Village. Erst 1999 wurden die ersten Anlagen hier errichtet. Doch kein Ort in der Hauptstadt ermöglicht es so gut in die Vergangenheit einzutauchen, wie in diesem nachgebauten alten, 1.600 m² großen Dorf. Rund 20 Stationen vermitteln einen Einblick in das Leben der Beduinen. Höfische Häuser und Windtürme sind zu besichtigen und ein Beispiel vom alten Falaj-Bewässerungssystem, das in den Oasen verbreitet war bzw. teilweise noch ist, wurde hier rekonstruiert. In verschiedenen Werkstätten zeigen die Handwerker und Handwerkerinnen ihre traditionellen Fertigkeiten und das Museum stellt Gewänder, Abschriften des Heiligen Koran, Münzen, Tauchausrüstungen, Schmuck und Waffen aus vergangenen Zeiten aus.
Besucher finden sich dank Hinweistafeln, auch in englischer Sprache, und befestigter Wege gut in der Anlage zurecht. Im Heritage Village gibt es auch eine Liegewiese und einen gepflegten Sandstrand mit Sicht auf die Skyline, wo Baden erlaubt ist.
Mit einigen historischen Dörfern wird versucht, den Besuchern der VAE das Leben in der Region vor der Entdeckung des Erdöls nahe zu bringen. Der 1993 gegründete Emirates Heritage Club verfolgt gleichzeitig das Ziel, das kulturelle Erbe und die Traditionen des Landes der jungen Generation zu vermitteln. Hierbei leistet das Heritage Village Abu Dhabi, von diesem Club getragen, einen wesentlichen Beitrag.
Öffnungszeiten: Täglich 8:00-13:00 und 16:00-20:00 - die Gastronomie öffnet länger.
In Abu Dhabi sind sogar Shopping Malls wahrhaftig Sehenswürdigkeiten. Im Jahr 2001 wurde Marina Mall auf Breakwater eröffnet, mit dem Ziel, Abu Dhabi zu einer "World-Class Shopping Destination" zu machen.
Im Schnitt besuchen 23.000 Menschen pro Tag den Einkaufstempel mitten im Arabischen Golf, der eine Größe von (momentan) 125.000 m² hat. Über 340 Geschäfte der unterschiedlichsten Marken, darunter Brandstores und Outlets sowie Ikea- und Carrefour-Großmärkte, bieten sich für eine ausgiebige Shoppingtour an. Außerdem sind eines der größten Kinokomplexe der VAE und reichlich Gastronomie unter dem Dach von Marina Mall untergebracht.
Momentan wird die Mall in einem umfassenden Erweiterungsprogramm zusätzlich vergrößert. Den Besuchern bietet sich von einem neuen 100-Meter-Turm ein uneingeschränkter 360°-Ausblick auf Skyline und Golf. Eine weitere spektakuläre Attraktion ist Snowworld, ein alpiner Themenpark u.a. mit Indoor-Skihalle, ausgestattet mit echtem Schnee - und das mitten in der Wüste bzw. im Meer!
Öffnungszeiten Marina Mall: Do 10:00-23:00, Fr 14:00-22:00, Sa-Mi 10:00-22:00
9 - Öffentlicher Strand in Al Ras Al Akhdar (Karte: A2)
Wenn Sie sich nicht für ein Strandhotel entscheiden, dann haben Sie dennoch die Möglichkeit in der Stadt einen schönen öffentlichen Strand zu besuchen. Er befindet sich auf der Halbinsel Al Ras Al Akhdar, gegenüber vom Emirates Palace. Der rund 500 Meter lange weiße Sandstrand ist mit Schatten spendenden Bäumen bepflanzt, bietet einen Parkplatz und wird mehrmals täglich gereinigt. Am Wochenende kann es hier voll werden, an Werktagen ist der Strand dagegen fast menschenleer. Gleich in der Nähe liegt der Frauenstrand Al Dana Ladies Beach, an dem Frauen unter sich bleiben und sich im Schutz der Vegetation ungestört erholen können. Hauptsächlich wird er von muslimischen Frauen besucht, steht aber auch Frauen aller ethnischen Gruppen und Nationalitäten offen.
Tipp: In Al Raha, an der Nationalstraße Abu Dhabi - Dubai, liegt vor den Toren der Stadt ein weiterer beliebter öffentlicher Strand. Die Autofahrt von der Corniche in Abu Dhabi dorthin dauert nur etwa 20 Minuten. Allerdings kann es auch hier an Wochenenden etwas voll werden.
Der Dhau-Hafen ist Teil des ausgedehnten Port Zayed, der die gesamte Nordostecke Abu Dhabis einnimmt. Zwischen all den Industriebauten ist ein Blick in die verschiedenen Großmärkte wie den Vegetable oder Fish Market interessant, auf denen besonders morgens und am späten Nachmittag frische Ware umgeschlagen wird. Daneben sind auch der Iranian Souq und der Afghan Souq in unmittelbarer Nähe zu finden. Ein neues Einkaufszentrum, die Mina Mall, erweitert das moderne Einkaufserlebnis in Abu Dhabi.
11 - Abu Dhabi Mall/Beach Rotana Hotel & Towers
Eine weitere Möglichkeit in Abu Dhabi in gehobenerem Ambiente einzukaufen, ermöglicht die Abu Dhabi Mall. Auf drei weitläufigen Etagen bieten hier internationale Modefirmen ihre neuesten Produkte an. Außerdem gibt es hier Gold-, Silber- und Korallenschmuck, edle Parfüms, Restaurants und Cafés sowie ein Multiplex-Kino - insgesamt über 220 Geschäfte. Wer nicht unbedingt einkaufen möchte, sollte sich zumindest die moderne Architektur dieses großen Komplexes anschauen.
Seit 2001 gibt es die 200.000 m² große Abu Dhabi Mall - hier mit Weihnachtsdekoration.
Direkt mit der Abu Dhabi Mall verbunden ist das erstklassige Beach Rotana Hotel & Towers, das zu den "Leading Hotels of the World" zählt und einen eigenen Sandstrand hat. Hier im Foto ist die Lobby zu sehen.
In Abu Dhabi sind sogar Hotels wahre Sehenswürdigkeiten. Dem mehrfach ausgezeichneten Beach Rotana Hotel & Towers sollten Sie einen Besuch abstatten, entweder als Hotelgast oder einfach nur, um dieses Luxushaus kennen zu lernen. Bemerkenswert ist allein schon die Grand Lobby, die beim Betreten beeindruckt: Ein riesiger Rundbau, ausgestattet mit arabischer Pracht aus Marmor, Glas, frischen Blumengestecken, Wasserflächen und Palmen. Viele Details fallen ins Auge. Dieses Hotel kombiniert in vorbildlicher Weise Erholung am Strand, Meer und im Pool, Einkaufen in einer anspruchsvollen Shopping Mall, Arbeiten und exklusives Wohnen. Außerdem bietet es zehn empfehlenswerte Restaurants, darunter das deutsche Restaurant "Brauhaus" und den Rotana Beach Club.
12 - Scheich Zayed Grand Mosque (City)/Palace Al Manhal (Karte: B2)
In der Nähe der Cultural Foundation ragen die 54 Meter hohen Türme der Scheich Zayed Grand Mosque in den Himmel. Im Jahr 1978 ist das Gotteshaus in ägyptischem Stil auf den Grundmauern der aus Altersgründen abgerissenen Old Main Mosque gebaut worden. Punkt 14 weist auf eine andere "Grand Mosque" hin: Schließlich teilen sich zwei Moscheen den gleichen Namen.
Hinter der Moschee liegt, leider ebenfalls nicht zugänglich, der Regierungssitz Palace Al Manhal, eingebettet in dichtes Grün.
Wenn Sie der Sultan bin Zayed Street folgen kommen Sie in die Nähe zahlreicher am Wasser gebauter Paläste, die Sie unbedingt gesehen haben sollten. Aber auch das Intercontinental-Hotel mit seinem Yachthafen ist einen Besuch wert.
14 - Scheich Zayed Grand Mosque/Maqta-Fort (außerhalb der Karte, Richtung Flughafen)
Allein der Anblick dieses riesigen, monumentalen Gotteshauses ist faszinierend. Vier je 115 Meter hohe Minarette erheben sich in der Nähe der Maqta-Brücke und Airport Road in den Himmel. Zirka 210 000 m³ Beton und 33 000 Tonnen Stahlverstärkung wurden für den Rohbau benutzt. Die Innenwände der Moschee sind mit Goldplatten und italienischem Marmor ausgekleidet, wobei zwischen Marmor und Gold ein Hohlraum bleibt. Mittels Laserschnitttechnik wurden dann Schriftzeichen aus dem Koran in den Marmor geschnitten, so dass der Betrachter bei entsprechender rückseitiger Beleuchtung sechs Seiten des Korans in goldenen Buchstaben an den Wänden lesen kann.
Rundreise durch das Emirat Abu Dhabi
Wir verlassen Abu Dhabi City (die Stadt steht in der Rubrik Abu Dhabi City natürlich ausführlich im Fokus) über die Maqta-Brücke. Die sechsspurige, nachts komplett beleuchtete Schnellstraße 22 führt nach Al Ain. Den Rand säumen Palmen und es wachsen verschiedene Arten von Gemüse und Obst in Plantagen. Man vergisst zeitweise, mitten in einer Wüste zu sein. Landeinwärts werden die Dünen höher und der Sand ändert seine Farbe von Weiß in ein rötliches Braun. Bei Tempo 160 km/h (neue Höchstgeschwindigkeit auf dieser Strecke!) nähert man sich schnell dem 150 km entfernten Al Ain. In nur eineinhalb Stunden ist man am Ziel:
Al Ain - eine alte pittoreske Oasensiedlung wird zur zweitgrößten Stadt des Emirats
Willkommen in der "Gartenstadt" und in den "Gärten Arabiens"! Unter diesen Bezeichnungen ist Al Ain bekannt. Der Ort ist die zweitgrößte Stadt im Emirat Abu Dhabi und die Hauptstadt der Ostprovinz. Mit ihren rund 430.000 Einwohnern liegt die Stadt direkt an der Grenze zum Oman. Die omanische Stadt Buraimi wird von Al Ain umschlossen und der Autoverkehr zwischen dem Zentrum und den nördlichen Vororten geht teilweise durch den Oman.
Der Name Al Ain bedeutet im Arabischen so viel wie "die Quelle". Dies hat seinen Grund: Al Ain liegt mitten in einem Gebiet natürlicher Oasen. Über 200 Quellen und Brunnen am Hajar-Gebirge ließen ein knapp 200 km² großes Oasengebiet entstehen. Damit ist Al Ain der fruchtbarste und grünste Ort in den VAE und gleichzeitig die größte Oase des Landes. Archäologische Funde beweisen, dass die permanenten Wasservorkommen in Al Ain menschliche Siedlungen seit mindestens 4000 Jahren v. Chr. ermöglichten. Bauern und Jäger wohnten seitdem ständig hier, die Wasservorkommen zogen auch nomadische Karawanenhändler an, die in Al Ain einen wichtigen Ruheplatz fanden. Ursprünglich nur als Buraimi-Oase bekannt, war Al Ain seit Jahrtausenden ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Die Lebensgrundlage Wasser war aber auch immer wieder Grund für kriegerische Auseinandersetzungen. Im Jahr 1974 wurde durch den Entschluss des Internationalen Gerichtshofs die Grenze zum Oman festgesetzt. Diese kann nun problemlos passiert werden, nur die alten Lehmforts erinnern an die kämpferischen Zeiten. Die in den VAE und besonders im Emirat Abu Dhabi herrschende Familie Al Nahyan ist eng mit dem Gebiet um Al Ain verbunden. Der Präsident Khalifa bin Zayed al Nahyan ist 1948 dort geboren worden.
Noch heute gibt es bewirtschaftete Bauernhöfe und Plantagen in der Region. Einige der Plantagen werden noch mit dem traditionellen Falaj-System, eine Art Aquädukt, mit dem kostbaren Wasser aus den Quellen bewässert, die die Wasserressourcen effizient nutzen.
Es wurden keine Mühen und Kosten gescheut, um die Straßen und Kreisverkehre von Bäumen, Blumenbeeten und auch Kunst zu umsäumen und viele sehr gepflegte Parks und Grünanlagen zu schaffen. Die Oasenstadt ist zudem von niedrig gebauten Wohn- und Geschäftsvierteln geprägt. Diese sind wiederum von Dattelplantagen, Parks und Palästen durchzogen. Al Ain ist ein bedeutendes Gesundheits- und Bildungszentrum, das sogar eine Universität besitzt. Das Stadtzentrum ist im Vergleich zur großen Stadtfläche relativ klein. Niedrige Gebäude mit verschiedenster Nutzung sind hier zu finden. Die lokalen Bauvorschriften sehen es vor, den Bau von Wolkenkratzern wie in Abu Dhabi und Dubai zu vermeiden. Trotzdem gilt Al Ain dank dieser sanften städtebaulichen Planung als einer der schönsten Orte der VAE. Dies trägt dazu bei, dass die Atmosphäre ruhig und erholsam ist. Es lässt sich ein Hauch vom alten Arabien spüren. Im Souqviertel reihen sich Geschäfte mit traditioneller Kleidung, Tiermedikamenten und Kamelstöcken. Ein absolutes Kontrastprogramm dazu bieten die wenige Minuten entfernten modernen Al Jimi Mall und Al Ain Mall.
Sehenswürdigkeiten in Al Ain
Die Orientierung in Al Ain ist einfach. Autofahrer aus Abu Dhabi werden am Stadtrand von einer riesigen traditionell arabischen Kaffeekanne begrüßt. Diese markiert den Beginn der grünen Emirates Street, das direkt ins Zentrum führt. Rechts liegen die Universität und das größte Fußballstadion des Landes, das Mohammed-Stadion.
Die Sehenswürdigkeiten von Al Ain im kurzen Überblick
Die meisten historischen Forts stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ursprünglich zur Verteidigung wertvoller Wasserquellen angelegt, dienten sie auch als Residenz der Herrscher der Region. Das Jahili Fort, ein sehr gut erhaltener Lehmpalast aus dem Jahr 1898, ist das wohl imposanteste Bauwerk seiner Art.
Uhrturm/Clocktower: Der neue Turm, der im klassischen Sinne kein solcher ist, steht inmitten einer Grünanlage
Public Gardens: Eine der schönsten Parkanlagen in Al Ain mit beeindruckenden Brunnen (ab 16 Uhr geöffnet)
Oase Al Ain: Sehr großer, sehr schöner Palmenpark - Zentrum des alten Al Ain. Gassen mit Mauern, die dennoch die Sicht auf die Gräben des Falaj-Systems nicht versperren. In der Mitte der Oase befindet sich die Ali bin Hamad Al Mutawa Lehmmoschee. Am Rand der Oase stehen das Sultan- oder Ostfort mit dem Al Ain National Museum, das einen sehr guten Eindruck über das Leben vor der Entdeckung des Erdöls vermittelt (ethnographische und archäologische Abteilung mit über 5000 Jahre alten Funden von Hili).
Al Ain Palace Museum: Bei seiner Restaurierung wurden nur Materialien verwendet, die es um 1900 gab: Lehm, Steine, Palmstämme und Teakholz. Imposant sind ein mächtiges Holztor und der alte Residenzbau aus dem Jahr 1937. Auch zu bewundern ist der erste Staatswagen von Scheich Zayed - ein alter Landrover aus Großbritannien.
Murabba-Fort
Kamelmarkt (arab. Souq Jamal): Als letzter Markt seiner Art in den VAE, am Rande des Stadtteils Hili, bietet er die Möglichkeit, die Händler beim Verhandeln und Verkaufen zu beobachten. Gegen ein kleines Trinkgeld können Kamele gestreichelt werden. Veräußert werden Kamele als Fleischlieferant (meist männliche Tiere), als Milch- oder Renntier. Nahe gelegen ist auch ein Vieh-Souq.
Hili Archeological Park: Überreste einer Siedlung aus der Bronzezeit (3000-2000 v. Chr.), Stadtteil Hili, nördlich vom Zentrum. Besonders interessant ist ein ca. 3000 v. Chr. errichtetes Grab.
Zoo und Aquarium von Al Ain (ca. 400 ha groß!) mit seltenen, bedrohten Tieren
Hili Fun City: Arabische Version im Stil von Disneyland
Nachdem die Attraktionen von Al Ain bewundert werden konnten, geht es in südlicher Richtung am Zoo von Al Ain vorbei zur nächsten Sehenswürdigkeit: Der Jebel Hafeet, der höchste Berg der VAE.
Direkt am Fuße des mächtigen Jebel Hafeet liegen die natürliche Quelle von Ain Al Fayadh und das Green Mubazzarah Resort. Dieser für Picknicks beliebte Ort verfügt über einige Badeplätze an den natürlichen Heißwasserquellen, die in diesem Gebiet an die Erdoberfläche treten.
Nach einer Nacht im Grand Mercure Jebel Hafeet Hotel oder in einem der anderen exzellenten Hotels in Al Ain setzen wir unsere Reise durch das Emirat Abu Dhabi fort.
Das nächste Ziel liegt an der Küste zum Arabischen Golf: Al Rufeiq. Zunächst geht es über die Schnellstraße 22 in Richtung Abu Dhabi City zurück. Vor den Brücken auf die Hauptstadtinsel geht es auf die Nationalstraße 11, die sich entlang der küstennahen Inselwelt Abu Dhabis erstreckt. Würde man der E 11 350 Kilometer folgen, so erreicht man bei der Siedlung As Sila Saudi-Arabien. Folgt man der Straße durch die weite Wüste von Saudi-Arabien, gelangt man sogar bis zur Südgrenze von Qatar. So weit wollen wir diesmal (noch) nicht.
Zuvor passieren wir das primär für Wochenendgäste aus der Stadt ausgelegte Mafraq-Hotel. Danach geht die Fahrt an einigen kleinen Inseln vorbei, nach rund 50 Kilometern gelangt man auf die Insel Al Rufeiq.
Al Rufeiq
Wie viele der Inseln im Emirat Abu Dhabi besteht auch Al Rufeiq aus einer Kombination von Sabkhas (Salzflächen) und Kalksteinebenen, die stellenweise mit salzverträglichen Pflanzen bewachsen sind. Zur Winterzeit rasten im nördlichen Teil von Al Rufeiq zahlreiche Watt- und Stelzvögel und Kolonien mit tausenden von Socotra-Kormoranen .
Die Insel ist schon seit dem frühen ersten Jahrtausend v. Chr. von Fischern bewohnt gewesen. Davon zeugen zum Beispiel Töpferwaren. Westlich von Al Rufeiq liegt eines der größten Ölfelder der VAE: Ad Dabiyah. Um das Naturreservat nicht zu gefährden, setzt sich eine staatliche Organisation für den Umweltschutz ein und fördert die Archäologie vor Ort.
Bevor die Reise entlang der Küste fortgesetzt wird, machen wir einen größeren Abstecher in die Wüste: Es geht zur Liwa-Oase. Die Oasenregion liegt etwa 250 Kilometer bzw. drei Autostunden von Abu Dhabi City entfernt. Keine Oase im gesamten Territorium der sieben Scheichtümer liegt so weit abgeschieden wie Liwa. Doch die Fahrt dort hin entlohnt mit einer der reizvollsten Wüstenlandschaften überhaupt. Die gut ausgebaute und beleuchtete E 12 wird gelegentlich von Sandwehen bedeckt.
Liwa Oase
In vielen Karten ist der Name Liwa nicht zu finden, zu klein ist diese Siedlung. Dennoch gab sie dieser Oase ihren Namen, die insgesamt rund 50 Siedlungen zählt. Mezairah ist heute der wichtigste Ort in der Oase und liegt direkt an ihrem Eingang. Dort verläuft auch die rund 100 Kilometer lange Straßenverbindung der einzelnen Siedlungen in der Oase.
In Liwa ist der Bani Yas-Stamm zu Hause, die beduinischen Vorfahren der Al Nahyan-Dynastie von Abu Dhabi und vieler anderer prominenter Familien der VAE. Dort hat der Stamm einige mächtige Festungen und Burgen aus Palmenstämmen und Lehm errichtet. Allerdings sind nur noch wenige Reste dieser Festungen erhalten geblieben, die dennoch zu den historischen Sehenswürdigkeiten zu zählen sind.
Je nachdem, ob Sie sich für das Nachtzelten in der Rub Al Khali oder für eine Nacht im Liwa Hotel (in Mezairah, gegenüber dem Regierungspalast) entscheiden, geht es über die E 12 wieder zurück an die Küste. Nächste Station ist die Insel Abu Al Adyadh. In Tarif erreichen Sie die Abzweigung auf die Küstenstraße E 11.
Abu Al Adyadh
Etwa 100 Kilometer ist die größte Insel im VAE-Archipel von Abu Dhabi City entfernt. Sie liegt zwar 8 Kilometer vor der Küste im Arabischen Golf, ist aber durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Die Insel besteht zum Großteil aus Sabkhas (Salzfelder) und hat eine Siedlung mit dem Namen Bu Lifiyat, in der sich ein Flugplatz befindet. Interessant ist die Insel vor allem für Tierfreunde: Delfine und Seekühe leben an der Küste, verschiedene Vögelarten brühten in den üppigen Mangrovenwäldern. Aber auch Gazellen und Oryx-Antilopen sind hier heimisch geworden. Wie auf Al Rufeiq so sind auch auf Abu Al Adyadh frühe Siedlungen von Fischern anhand von Töpfer- und Abfallfunden nachgewiesen worden. Sogar die Reste einer kleinen Moschee aus lokalem Stein konnten gefunden werden.
Jebel Dhanna
Folgt man der Nationalstraße 11 Richtung Westen, so kommen Sie in das Gebiet von Jebel Dhanna. Das Gebiet war bereits im 17.-18. Jahrhundert für den Schwefelabbau von Bedeutung. Zahlreiche archäologische Funde belegen sogar Handelsbeziehungen mit dem heutigen Irak und Iran.
In der Gegend ist die Landschaft meist flach und von langen weißen Sandstränden geprägt. An einem dieser Strände liegt ein traumhaftes Luxushotel, das Danat Resort Jebel Dhanna. Nach Angaben des Betreibers Danat Hotels & Resorts besitzt es einen 800 Meter langen Sandstrand, mehrere Tennisplätze, einen Golfplatz und einen großzügigen Wellness-Bereich. Gäste, die hier übernachten und das vorzügliche Essen genießen wollen, werden sich hier wirklich erholen können. Weit und breit gibt es keine große Stadt und von Massentourismus kann hier wirklich nicht die Rede sein. Interessant ist das Hotel auch für einen Ausflug auf die Insel Sir Bani Yas, die nächste Etappe auf unserer Reise.
Seit 4000 Jahren soll die Insel besiedelt gewesen sein. Ausgrabungen konnten kostbare Funde ans Tageslicht bringen: Eine christliche Kirche und ein Kloster der Nestorianer aus dem 6. Jahrhundert, also viele Jahre bevor der Islam existierte. Sir Bani Yas gilt daher als einziger Beleg für die Anwesenheit von Christen in vorislamischer Zeit im Gebiet der VAE.
Der Name der Insel ist auf den Stamm der Bani Yas zurückzuführen. Das Wort Sir (= hoher, steiniger Platz) steht für den knapp 150 Meter hohen Punkt auf der Insel.
Ein Besuch auf der Insel ist ein faszinierendes Erlebnis. Touren dorthin müssen über die örtlichen Tour Operator gebucht werden. Die Unterkünfte, mit Ausnahme einer VIP-Residenz für Staatsgäste, sind einfach gehalten. Individualreisen ohne Führer sind nicht erlaubt. Dadurch, dass viele Vögel hier brüten wird als beste Reisezeit Oktober bis März von der Environment Agency Abu Dhabi empfohlen.
Dalma und Das
30 Kilometer vor der Küste liegt Dalma, die für die Fischerei eine wichtige Rolle spielt. Von Abu Dhabi fahren Luftkissenboote nach Dalma. Nur diese Insel verfügt über genügend Süßwasser, das hier Leben ermöglicht. Bevor Abu Dhabi Meerwasserentsalzungsanlagen bauen konnte, versorgten Schiffe mit Wasser aus Dalma die Hauptstadt. Die Tatsache, dass auf dieser Insel seit über 7000 Jahren Menschen leben, machen Dalma zum ältesten Siedlungsort der VAE. Besucht werden können zwei, fast 400 Jahre alte Moscheen und das sog. Haus des Perlenhändlers.
Das, eine weitere Insel, etwa 140 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, ist für den Reichtum des Emirats Abu Dhabi von entscheidender Bedeutung: Im Juli 1962 verließ hier das erste Exportschiff mit Öl das Emirat. Seitdem ist Das zum wichtigsten Öl-Lager und -Ausfuhrhafen geworden - nicht nur in den VAE, sondern in der gesamten Golfregion. Hier werden große Erdöl- und Naturgasmengen gefördert. Mit Informationen wird vertraulich umgegangen, daher liegen nur wenige Fotos vor. Das Fotografieren von Erdöl-/Erdgasanlagen ist in den Emiraten untersagt.