Liontravels Welt
Reisejournal

 

,

Interessante Themen für eine gelungene Reise

Liontravel Ihre Reisen anvertrauen - eine sehr gute Wahl! Bei uns sind Sie immer in den besten Händen, was die Reiseplanung, -buchung und -betreuung angeht. Damit Sie Ihre Reisen bestmöglich genießen können und wissen, was bei Notfällen zu tun ist, sind hier im Reisejournal von liontravel.net interessante und aktuelle Themen aufgeführt, die unterhalten und gleichzeitig informieren.

.


Die Themenfelder im Überblick

Wählen Sie das gewünschte Thema aus!

Reisevorbereitung

Sprechen Sie Reisekatalog?
Ein Anfängerkurs für das richtige Verstehen der Urlaubsbroschüren. Und damit Sie nicht reinfallen.

Reiseroulette - Glücksreisen und Glückshotel
Wenn man nicht genau weiß, wohin man seine Reise gebucht hat.

Gesund ankommen - über die Reiseapotheke und viele weitere nützliche Tipps
10 Tipps für Bus, Bahn, Flugzeug - damit Sie gesund ankommen.

Mogelpackung Billig-Ticket
Achtung: Zusatzgebühren verteuern vielmals Schnäppchenflüge

Impfschutz beachten - kann Leben retten!

Spannende Reisevorbereitung
Mit dem Krimi in die Metropolen der Welt

.

Unterwegs: Was tun, wenn es nicht läuft wie geplant

Verspätungen, Überbuchungen: Das müssen sich Fluggäste nicht bieten lassen

Viel Sand aber kein Strand: Reklamationen richtig angehen

Durchfall: Es kann jeden auf Reisen treffen - nützliche Tipps

Koffer weg - was nun?

.

Abenteuer Reisen
Tipps und Berichte aus der Welt der Reisen - auf Deutsch, Englisch und Spanisch

Stockholm: Zu Gast im Knast

Mit dem Rad durch Bangkok:
Grüne Seite eines Molochs

Trabi-Safari durch Berlin und Dresden

Per Velo über den Vulkan
Ein Fahrradweg über den Vulkan in Hessen

Hannover ist die schönste Stadt der Welt
Für alle, die es nicht wussten

Im VW-Bus um die Erde

They enjoy being a 'Girl'
An interesting report about the Singapore Airlines flight attendants

Enjoy Inflight Menus
Air Tahiti NUI - Lufthansa - Qantas - Cathay Pacific - Emirates

Tips for carry-on eaters

You are free to growl the about cabin
by Gene Sloan - about US airline meals, USA Today

A tour across Harry Potter's country

Los templos de Angkor en la selva de Camboya

Naturaleza para todos los gustos - Costa Rica

.

,

Sprechen Sie Reisekatalog? Ein Anfängerkurs für das richtige Verstehen der Urlaubsbroschüren. Und damit Sie nicht reinfallen.

Von Holiday-Check auf liontravel.net

Scheinbar gibt es weltweit nur erstklassige Hotels in direkter Strandlage zum Schnäppchenpreis. Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Kataloge der Reiseveranstalter. Aber Vorsicht: Tappen Sie nicht in die Sprachfalle der Reiseanbieter.

Papier ist geduldig: Reiseveranstalter verpacken die negativen Seiten eines Angebots oft in freundlich klingende Worte. Ein Beispiel: Eine "neu erbaute Anlage in aufstrebender Region" lässt eigentlich nichts Negatives erwarten. In der Realität verbirgt sich hinter diesem Angebot ein wenig erholsamer Urlaub zwischen zahllosen Baustellen.

Wer also bestimmte Floskeln falsch versteht, wird am Reiseziel enttäuscht. Hat man ein Hotel mit einem "beheizbaren Swimmingpool“ gebucht, garantiert das nicht, dass der Hotelier die Heizung auch einschaltet. Das kalte Wasser ist kein Grund, den Preis zu mindern: Der Reiseveranstalter hat sich mit der Formulierung gegen eventuelle Beschwerden abgesichert. Zwischen den Zeilen steht im Katalog genau das, was Sie im Hotel vorfinden: einen "beheizbaren" Swimmingpool und keinen beheizten.

Da hilft nur eins: Genau lesen und den Geheimcode entschlüsseln. Dieser Sprachkurs erklärt in sechs Lektionen die gängigsten Formulierungen der Reisekataloge.  

.

Animation: "Wöchentlich"? "Gelegentlich"?

"Wöchentlich Animation"
An sechs Tagen in der Woche passiert gar nichts.

"Gelegentliche Disco-Abende / regelmäßiges Unterhaltungsprogramm"
Wenn überhaupt einmal ein Disco-Abend stattfindet, können Sie sich glücklich schätzen. Ein "regelmäßiges" Unterhaltungsprogramm gibt's einmal pro Woche.

.

Atmosphäre und Gäste: "Ungezwungen"?

"Internationale Atmosphäre"
Vereine und Gruppen aller Nationen feiern hier bis in die Morgenstunden. Das Personal muss deshalb noch lange keine Fremdsprachen beherrschen.

"Ungezwungene Atmosphäre"
Rechnen Sie mit 24 Stunden Party.

"Bei deutschen Gästen sehr beliebt"
Die Schnitzel- und Weißbiergarantie - das landestypische Ambiente fehlt.

"Beliebt bei Stammgästen"
Nur ganz Hartgesottene kommen wieder.

"Für Gäste, die gern unabhängig sein möchten"
Sie machen Urlaub in einer einsamen Gegend.

"Von Junggesellen bevorzugt"
In diesem Hotel gehen Prostituierte ihrem Handwerk nach.

"Familiäre Atmosphäre"
Häufige Umschreibung für ein Haus, das an Service und Komfort nicht viel zu bieten hat.

"Kinderfreundliches Haus"
Ruhebedürftige sollten sich hier nicht einquartieren - Kinder sind nun einmal laut. Und gerade im Urlaub haben viele Eltern keine Lust, die Kleinen in die Schranken zu weisen.

"Haus für junge Gäste"
Hier wird bis morgens zu lauter Musik auf den Tischen getanzt. Wenig Komfort.

Verpflegung: "Verstärktes Frühstück"?

"Zwei Sitzungen"
Nach einer Stunde Abendessen müssen die Gäste die Plätze räumen für die nächste Schicht.

"Kontinentales Frühstück"
Morgens gibt's Brot, Marmelade, Butter, Kaffee und vielleicht Tee - mehr nicht.

"Verstärktes Frühstück"
Ergänzend zum kontinentalen Frühstück bekommt man ein Ei, eine Scheibe Wurst oder Käse.

"Internationale Küche"
Rechnen Sie mit sehr einfachen Speisen. Landestypische Zutaten oder Gerichte serviert man wahrscheinlich gar nicht.

.

Zimmer: "Luxuriös"? "Geschmackvoll?"

"Helle und freundliche Zimmer"
Das Zimmer bietet wenig Komfort. Auf eine komfortablere Ausstattung weisen Umschreibungen hin wie "geschmackvolle Einrichtung", "geräumig und komfortabel" oder "luxuriös eingerichtet".

"Landestypische Einrichtung"
Es erwarten Sie wenig Komfort und nüchterne Ausstattung.

"Zweckmäßig eingerichtet"
Auch in diesem Hotel sind die Zimmer nicht komfortabel, aber zumindest tadellos geputzt.

"Landestypische Bauweise"
Wer auf eine ungestörte Nachtruhe Wert legt, sollte hier besser nicht einchecken. Die Wände sind wahrscheinlich dünn, der Bau dadurch hellhörig.

"Zentrale Klimaanlage"
Die Zimmertemperatur kann nicht reguliert werden. Das ist nur dann der Fall, wenn im Reisekatalog "individuell regelbare Klimaanlage / Heizung" steht.

"Beheizbarer Swimmingpool"
Garantiert nicht, dass der Hotelier von dieser Heizung Gebrauch macht.


© liontravel.net

Entfernungen: "Nur 15 Minuten zum Strand"?

"Taxientfernung zur Stadt acht Minuten"
Es gibt keine Busverbindung.

"Kurzer Transfer zum Flughafen"
Die kurze Wegstrecke zwischen Hotel und Flughafen bedeutet, dass man mit erheblicher Lärmbelästigung durch startende und landende Flugzeuge rechnen muss.

"Bushaltestelle 50 Meter"
Das Hotel liegt direkt an der Hauptstraße.

"Nur 15 Minuten zum Strand"
Das Verkehrsmittel ist nicht genannt. Der Unterschied zwischen 15 Gehminuten oder 15 Minuten mit dem Auto oder dem Bus ist groß.

"300 Meter zum Wasser, ein Kilometer zum Strand"
Der Küstenabschnitt direkt vor dem Hotel ist nicht zum Baden geeignet.

"Leihwagen empfehlenswert"
Sie wohnen in der tiefsten Provinz.

.

Lage des Hotels: "Zentral"? "Strandnah"?

"Zentral gelegenes Hotel"
Wahrscheinlich müssen Sie mit erheblichen Lärmbelästigungen durch Straßenverkehr rechnen.

"Unmittelbar an der Strandpromenade / am Strandboulevard"
Was sich nach einer gepflegten Promeniermeile anhört, ist nichts anderes als eine Küstenstraße mit Durchgangsverkehr. Nur wenn die Strandpromenade ausdrücklich als Fußgängerzone bezeichnet wird, ist es ruhiger.

"Strandnah"
Das Hotel liegt nicht direkt am Meer und hat auch keinen direkten Strandzugang. Zu Fuß läuft man fünf bis 15 Minuten zum Strand.

"Idylle / Romantik in ruhiger Lage"
Diese Beschreibung färbt schön, was man auch "jwd" (janz weit draußen) nennen könnte.

"Verkehrsgünstige Lage"
Da Ihr Hotel wahrscheinlich an der Hauptstraße des Urlaubsortes liegt, ist durch den Straßenlärm an Ruhe und Erholung nicht zu denken.

"Meerseite"
Einen Blick aufs Meer garantiert diese Beschreibung leider nicht. Wahrscheinlich ist die Aussicht durch Häuser versperrt. Nur beim "Meerblick" haben Sie eine unverbaute Sicht aufs Meer.

"Seitlicher Meerblick"
Wenn Sie den Hals recken, können Sie von der Ecke des Balkons oder Fensters aufs Meer schauen.

"Panoramablick"
Das Meer ist in der Ferne zu sehen. Meistens besteht zwischen dem Hotel und dem Strand ein großer Höhenunterschied.

"Direkt am Meer gelegen"
Damit ist nicht der Strand gemeint. Meistens liegt die Unterkunft an einer Steilküste oder einem Hafen.

.

Holiday-Check: Urlauber geben sich Tipps

Webtipp: Erfahrungsaustausch auf holiday-check.de

Wem können Urlauber trauen? Kataloge oder Mitarbeiter in Reisebüros sind mit Vorsicht zu genießen. Unschlagbar ist dagegen der Erfahrungsaustausch mit anderen Urlaubern. Auf den Seiten von Holiday-Check können Sie massenweise Urlaubsberichte und Reiseinformationen nachlesen.

Dort finden Sie ebenfalls verschiedene Informationen zum Hotel, Service, Gastronomie, Sport und Unterhaltung sowie zur Zimmerausstattung. Jede Kategorie enthält eine ausführliche Beschreibung sowie eine Benotung.

Zusätzlich verfasst jeder Urlauber eine Kurzbewertung über sein Hotel, ob er zufrieden war, oder ob es den angegebenen Sternen entsprach.

.


Reiseroulette - Glücksreisen und Glückshotel
Wenn man nicht genau weiß, wohin man seine Reise gebucht hat.

Keine Ahnung, in welchem Hotel man landet, aber dafür reist man billiger: So funktioniert eine Buchungsvariante, mit der Hotels und Ferienclubs versuchen, kurzfristig leere Betten zu füllen. Im Gegensatz zu früheren Offerten dieser Art garantieren die modernen "Roulette-Reisen" eine gewisse Qualität der Unterkunft.

Neu ist die Idee nicht: Schon vor mehr als zehn Jahren vermarkteten die Reiseveranstalter unter Schlagwörtern wie Roulette, Knüller oder Fortuna gerne namenlose Ferienherbergen, die sie auf normalem Weg kaum los wurden. Der Preis war dabei durchaus häufig attraktiv, was man von den Unterkünften oft jedoch nicht behaupten konnte. Super-Frühbucherrabatte, Turbo-Preisvorteile für Schnellentschlossene und separate Kataloge mit speziellen Frühbuchertarifen haben diese "Glücksreisen" zwischenzeitig vom Markt verdrängt. Nun haben renommierte Ferienclubs und Hotels den Reiz des Reise-Roulettes wieder entdeckt.

"Hauptsache Robinson" heißt die Sparformel für "Überraschungsreisen" bei TUI-Tochter Robinson. Allerdings ist das Angebot für diesen Sommer auf ein Reiseziel beschränkt - nämlich die Türkische Riviera. Und so einfach funktioniert's: Der Kunde wählt Reisetermin sowie Abflughafen aus und entscheidet sich für Doppel- oder Einzelzimmer, den Rest überlässt er dem Veranstalter. In welchem Club er seinen Urlaub verbringen darf, erfährt er erst, wenn er in Antalya aus dem Flieger steigt. Möglich sind die Robinson Clubs Nobilis in Belek, Camyuva in Kemer und Pamfilya in Side. Auf diese Weise lassen sich nach Auskunft des Veranstalters zehn bis 20 Prozent sparen.


In welchem Hotel übernachtet wird,
erfährt man erst zuletzt (Foto: dpa)

Das Risiko hält sich bei dieser neuen Roulette-Variante in Grenzen. "Der Vorteil ist, dass der Gast vorher weiß, welche Clubs es gibt und was er dort erwarten darf", erklärt Robinson-Pressesprecherin Carola Wolff. Zielgruppe der Aktion sind vor allem "Spontanurlauber, die die Clubs schon kennen, oder Einsteiger, die Cluburlaub preisgünstig kennen lernen möchten, auf Qualität aber nicht verzichten wollen." Auf die gleiche Weise können auch Magic-Life-Fans beim Cluburlaub in der Türkei Geld sparen. "Magic Roulette" nennt sich hier die Sparvariante für überraschungsliebende Kurzentschlossene.

Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, lohnt sich allerdings bei Reisegruppen ein Blick in die "Allgemeinen Informationen", in denen es zum Magic Roulette heißt: "Selbstverständlich sind wir bemüht, auch bei Sparreisen alle unter einer Vorgangsnummer gebuchten Gäste in derselben Unterkunft unterzubringen. Einen Anspruch auf die gemeinsame Unterbringung haben Sie ohne schriftliche Bestätigung jedoch nicht, so dass wir uns eine Unterbringung in unterschiedlichen Unterkünften vorbehalten müssen."

Auch einige Hotelketten nutzen das Unterbringungs-Glücksspiel, um auf mangelnde Nachfrage zu reagieren. Weil dies meist kurzfristig geschieht, erfährt der Kunde davon häufig nur, wenn er im Reisebüro gezielt danach fragt. So offeriert beispielsweise Bucher Last Minute sogenannte "Glückshotels". Dabei wählt der Urlauber eine Hotelkategorie und Ort oder Ferienregion, das konkrete Hotel sucht der Veranstalter aus. Auf diese Weise sind derzeit 4-Sterne-Hotels auf Mallorca, Fuerteventura und Rhodos oder an der Türkischen Riviera günstiger buchbar.

Wer im Reisebüro nach "Sparreisen" fragt, bekommt zur Antwort, dass beispielsweise Iberotel seine Hotelanlagen in Ägypten auf diese Weise preiswerter anbietet. Riu offeriert Sparreisen für seine Hotels auf Mallorca - beispielsweise bei Abflug am 10. Juli ab München zwei Wochen im Dreisternehotel mit All-inclusive-Verpflegung für 1104 Euro - Flughafenzuschläge und Gebühren inklusive.

Trotzdem lohnt es sich manchmal, den Sparpreis mit dem Katalogpreis zu vergleichen: Denn für das günstigste Dreisterne-Riu-Hotel zu obigem Abflugtermin wirft der Buchungs-Computer einen Preis von lediglich 1062 Euro aus - was sich selbst die Dame im Reisebüro nicht erklären konnte.

Ähnlich funktioniert ein Angebot von Neckermann Reisen: Dort gibt es das ganze Jahr über "Spartippzimmer". Bei dieser Variante weiß der Gast zwar, in welchem Hotel er wohnt, aber die Zimmerkategorie bleibt bis zur Ankunft ein Geheimnis. Immerhin bis zu 20 Prozent Ersparnis soll das bringen.

© Rudi Stallein - Reisejournal

.


Gesund ankommen: 10 Tipps für Bus, Bahn und Flugzeug

Vorbeugen ist besser als heilen. Damit die schönste Zeit des Jahres für Sie erholsam und kein Stress wird - wir sagen Ihnen wie Sie während der Reise und am Urlaubsort wirklich fit bleiben.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Wenn im Juni in den ersten Bundesländern die Schulferien beginnen, ist auf den Straßen, Schienen und am Himmel wieder der Teufel los. Kilometerlange Staus auf den Autobahnen erwartet denjenigen, der sich per Auto auf den Weg zu seinem Urlaubsziel macht. Auch die Ferienflieger und Züge sind überfüllt und machen das Reisen zu einem eher zweifelhaften Vergnügen.

Neben Stress und mangelndem Komfort leidet auf Reisen aber vor allem die Gesundheit. Lange Flüge auf beengtem Raum steigern das Thromboserisiko. Und so mancher Urlauber erlitt wegen der stressigen Zeit vor den relaxten Tagen am Pool schon einen Kreislaufkollaps oder einen Herzinfarkt. Noch schlimmer kommt es, wenn es einen am Urlaubsort erwischt. Gerade im Urlaub gehen wir recht sorglos mit Gesundheitsrisiken und Gefahren um. Mit der Reisebuchung und dem Koffer packen alleine ist es jedenfalls nicht getan. Was gehört in eine Reiseapotheke? Was mache ich gegen Reiseübelkeit? Reicht der vorhandene Impfschutz aus? Wie vermeide ich Unfälle?

Damit Sie gesund ankommen und es auch bleiben. In der obigen Bildergalerie haben wir für Sie die wichtigsten Gesundheitstipps für einen relaxten Sommerurlaub zusammengestellt.

1. Burn-Out vor dem Urlaub

Der (Gesundheits-) Stress beginnt meist schon lange vor dem Urlaub. Sobald man sich mit der Familie oder dem Partner auf ein gemeinsames Ferienziel geeinigt hat (was auch schon Stress sein kann), sollte die Vorfreude auf Sommer, Sonne und Strand dominieren. Pustekuchen. Wochen oder Tage vor Reiseantritt geht der Ärger erst richtig los los. Im Büro möchte man kein Chaos auf dem Schreibtisch hinterlassen. Wer kümmert sich im Urlaub um den Hund oder die Katze? Brauche ich einen neuen Personalausweis oder Reisepass? Was nehme ich mit? Ist das Auto durchgecheckt oder wie komme ich zum Flughafen? Prompt drohen Hektik, Verspannungen, Kopfschmerzen oder Schlimmeres. Nicht selten spielt der Körper bei Reiseantritt total verrückt. Die Folgen von massivem Stress sind Panikattacken, Kreislaufkollaps oder gar ein Herzinfarkt.

Unser Tipp: Lassen Sie den Urlaub schon vor dem Urlaub beginnen! Schützen Sie sich selbst, indem Sie sich schon vorher keinen Stress machen. Gelassenheit und gute Organisation sind die beste Medizin - und Sie kommen ausgeruht und völlig entspannt im Urlaub an.

2. Ausreichend Impfschutz

Dank günstiger Flugreisen ist der Urlaub in ferne, exotische Länder kein Wunschdenken mehr, sondern Realität geworden. Aber gerade in tropischen Ländern lauern Gesundheitsrisiken, die wir in Deutschland nicht kennen. Die hygienischen Verhältnisse entsprechen meist nicht unseren westlichen Standards. Überprüfen Sie daher rechtzeitig vor Reisebeginn Ihren Impfschutz. Neben den üblichen Impfungen wie Tetanus, Diphterie, Masern, Mumps oder Kinderlähmung empfielt sich eine Zeckenimpfung, wenn man in deutschen Risikogebieten Urlaub macht. In anderen Ländern, auch in den südeuropäischen Ländern oder der Türkei sollte man sich gegen Hepatitis A impfen lassen. In den Tropen auch gegen Hepatitis B. Die Virus-Hepatitis oder Gelbsucht, wird durch Viren verursacht, die weltweit vebreitet sind und ernsthafte, sogar lebensbedrohliche Lebererkrankungen zur Folge haben können. Auch eine Tollwut-Impfung wird für viele Länder empfohlen.

Unser Tipp: Informieren Sie sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen und Impfempfehlungen Ihres Reiseziels. Und lassen Sie sich mindestens vier Wochen vorher impfen.

3. Die kleine Reiseapotheke

Egal ob man mit oder ohne Kinder verreist - eine Reiseapotheke sollte immer mit in den Urlaub. Erst Recht wenn man regelmäßig Medikamente nimmt. Das gilt auch für orale Verhütungsmittel wie die Pille. Denn: Nicht immer bekommt man am Urlaubsort genau das Medikament, dass man braucht. Oft sind die Medikamente zwar günstiger, aber anders zusammengestzt oder gar gefälscht.

Neben den Medikamenten, die Sie ohnehin regelmäßig nehmen, gehört in Ihre Reiseapotheke mindestens folgende Grundausstattung:
- gegen Fieber, Entzündungen und Schmerzen: Paracetamol, Acetylsalicylsäure
- gegen Durchfall: Loperamid, Tannin, Elektrolyt-Glucose-Präparate
- gegen Erbrechen und Übelkeit: Metoclopramid, Dimenhydrinat oder Domperidon
- gegen Insektenstiche: Insektenabweisende Cremes, Antiallergische Cremes
- gegen Hautverletzungen: Desinfektionsmittel, Spritzen, Kanülen, Verbandszeug, Pinzette, kleine Schere


© liontravel.net

Das gehört in die Reise-Apotheke - im Überblick
Grundausstattung:
  • Fieberthermometer
  • Pinzette
  • Sonnenschutz
  • Insektenschutz
  • Dauermedikation, falls nötig
  • Bei Reisen in Länder mit niedrigem Hygienestandard: Wasserdesinfektion

Medikamente gegen:

  • Durchfall
  • Erbrechen/Übelkeit
  • Reiseübelkeit
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Magen-/Darmkrämpfe
  • Elektrolytmischungen
  • Erkältung
  • Fieber/Schmerzen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Augenentzündung

Erste-Hilfe bei Verletzungen:

  • Verbandmaterial
  • Wundversorgung
  • Mittel zur Versorgung von Verbrennungen
  • Mittel zur Versorgung von Verstauchungen/Sportverletzungen

Tipps von TravelMED, unter www.travelmed.de abrufbar.

Unser Tipp: Die Reiseapotheke ersetzt nicht den Arzt. Wenn die Beschwerden nicht nach ein paar Tagen abklingen (siehe Beipackzettel) sollten Sie bitte einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Grundsätzlich empfiehlt sich vor Reisebeginn der Abschluss einer Auslands-Reisekrankeversicherung.

4. Gegen das Übel Reisekrankheit

Der Schrecken der Kindheit. Beinahe jeder hat das schon einmal erlebt: Kaum sitzt man im Auto oder Bus, spielt der Magen verrückt. Auch Luftturbulenzen im Flugzeug oder der Wellengang auf See verursacht diese üblen Beschwerden, auch Reisekrankheit genannt. Die Ursache ist eine Störung des Gleichgewichtssystem. Der Körper reagiert auf diese Fehlmeldungen des Gehirns mit Schweißausbrüchen, Übelkeit, Erbrechen bis hin zum Kreislaufkollaps.

Unser Tipp: Neben der Empfehlung bei Autofahrten den Blick stets in Fahrtrichtung zu halten oder während der Fahrt nicht zu lesen (auch keine Karten), hilft es manchmal Kaugummi zu kauen. Wenn nichts mehr hilft, sollten Sie es mit pflanzlichen Präparaten (Ingwerwurzel-Extrakt) oder anderen Medikamenten gegen Reiseübelkeit versuchen. Eine Stunde vor Fahrtantritt eingenommen, dürfte es das Schlimmste verhindern.

5. Was tun gegen Thrombose?

Die Platzverhältnisse in Ferienfliegern sind nicht gerade optimal. Auf kurzen Flügen ist das in der Regel kein Problem, aber bei Überseeflügen kann das zum Risikofaktor werden. Nach langem Sitzen staut sich das Blut gefährlich in den Beinvenen. Kombiniert mit der viel zu trockenen Luft (Klimaanlage) und den unnatürlichen Druckverhältnisse im Flugzeug kann das zur Eindickung des Blutes und zur Entstehung von Blutgerinnseln führen. Das nennt man Thrombose. Noch kritischer wird es, wenn sich ein solches Blutgerinnsel löst und in den Blutkreislauf gelangt. Verstopft es eine Lungenaterie, führt das zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie. Auch ein Schlaganfall oder Herzinfarkt sind möglich. Schwangere, Menschen mit chronischen Blutdruck-, Herz- oder Lungenproblemen sind besonders gefährdet.

Unser Tipp: Insbesondere oben genannte Risikogruppen sollten sich vor dem Flug gründlich untersuchen und beraten lassen. Mit blutverdünnenden oder gerinnungshemmenden Medikamenten wie z.B. Aspirin kann man das Thromboserisio minimieren. Aber bitte immer mit dem Arzt abklären. Während des Fluges öfter aufstehen und sich die Beine vertreten. Viel Trinken.

6. Wichtig! Sonnen- und Hitzeschutz

In den meisten Reisenländer gibt es Sonne satt. Um Haut- oder Augenschäden vorzubeugen, sollte man daher nie ohne Sonnenschutz in die Sonne braten. Sonnenbrand ist kein Kavaliersdelikt. Neben vorzeitiger Hautalterung droht Hautkrebs. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten nie ohne Sonnenschutz in die Sonne. Im Zweifelfall sollte man dem Nachwuchs am Strand ein Shirt anziehen. Neben dem Hautkrebsrisko droht dem Körper in der prallen Sonne zusätzlich der Hitzekollaps. Jeder der schon einmal einen Sonnenstich oder einen Hitzeschlag hatte, weiß um die unangenehmen Folgen. Erste Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, sowie eine trockene und heiße Haut. Auch hohes Fieber (über 40 °C) ist möglich. Später kann es zum Kreislaufschock und Krampfanfällen bis hin zum Koma kommen.

Unsere Tipps: Vermeiden Sie die pralle Mittagssonne (zwischen 11 und 15 Uhr). Gehen Sie nur mit geeigneten Sonnenschutz in die Sonne: Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind ein Muss. Am besten halten Sie sich überwiegend im Schatten auf. Dann behalten Sie allzeit einen kühlen Kopf und schlagen sich nicht mit einem schmerzhaften Sonnenbrand die Nächte um die Ohren.

7. Stichhaltig: Mücken- und Insektenschutz

Autsch! Hat eine Stechmücke oder ein anderes Insekt seinen Stachel an Ihnen ausprobiert, dann ist das nicht nur sehr unangenehm - es juckt, brennt und die Einstichstelle schwillt oft an - es kann auch für Ihre Gesundheit ein Risiko sein. Vor allem Menschen, die allergisch auf Insektenstiche reagieren, können ein Liedchen davon singen. Heftige Hautreaktionen bis hin zu Atemnot und Kreislaufkollaps sind die Folgen. In diesem Fall sollte man immer ein Notfallmedikament mit sich führen. Ein anderes Risiko von Insektenstichen sind gefährliche Tropenkrankheiten. Viele Stechmücken übertragen beim Blut saugen Krankheiten wie Malaria oder das Dengue-Fieber. Ein anderer Blutsauger, der auch in unseren Breitengraden gefährliche Krankheiten überträgt, ist die Zecke.

Unsere Tipps: Soweit eine Impfpropylaxe möglich ist, wie bei den Zecken, sollte man sich impfen lassen. Reist man in Malaria-Gebiete sollte man in jedem Fall eine medikamentöse Malariavorbeugung ergreifen. Ansonsten hilft nur der Schutz vor den Mücken bzw. Insektenstichen durch Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mückenabweisende Cremes, Lotionen und Sprays.

8. Die richtige Urlaubshygiene

Andere Länder, andere Sitten. Auch wenn man sich als Deutscher im Ausland anpassen sollte, ist ein gewisse Vorsicht gegenüber fremdländischen Ess- und Hygienegewohnheiten angesagt. Das beginnt beim Wasser aus dem Hahn, den Putzgewohnheiten und endet beim Essen vom Markt. Grundsätzlich sollte man kein Leitungwasser trinken. Im Gegensatz zum deutschen Wasser, das Mineralwasserqualität hat, ist das Leitungswasser in anderen Ländern meist ungenießbar und mit gesundheitlicheschädlichen Keimen oder Zusatzstoffen verseucht. Selbst beim Zähne putzen sollte man lieber einen guten Schluck aus der Wasserflasche nehmen. Auch Getränke mit Eiswürfeln sollten in bestimmten Ländern tabu sein. Speisen mit frischen Eiern birgen ein hohes Salmonellenrisko - vor allem im heißen Süden. Und vor Experimenten mit der exotischen Speisen, vor allem von fliegenden Händlern sei ebenfalls gewarnt.

Unser Tipp: Entgehen Sie Montezumas Rache, indem Sie möglichst nur Getränke aus verschlossenen, gekauften Flaschen kaufen und Eiswürfel meiden. Achten Sie beim Essen in Restaurants auf die Sauberkeit in den Gasträumen.

9. Vorsicht vor Unfallgefahren

Im Urlaub ist man grundsätzlich etwas offener für neue Sportarten und Erfahrungen. Aber seien Sie sich darüber im Klaren, dass jede neue Sportart ein gewisses Risiko in sich trägt. Versuchen Sie sich also beispielsweise nicht ohne Anleitung und Begleitung im Schnorcheln oder Tauchen. Außerdem sollte man niemals kopfüber in unbekannte Gewässer springen oder zu weit ins Meer hinaus schwimmen. Selbst so vermeintlich lustige Aktionen wie Jetskifahren können gefährlich werden, wenn man sich überschätzt. Und so banale Dinge wie Autofahren können im Ausland erst Recht gefährlich werden. Ungewohnte Verkehrsregelungen, unsichere Fahrzeuge, unübersichtliche Straßenlage, mangelnde Ortskenntnisse und eine "zu entspannte" Atmosphäre duch Alkohol sind ein hohes Unfallrisiko.

Unser Tipp: Gehen Sie alle sportlichen Aktionen und Ausflüge mit gesundem Menschenverstand an. Dann bleibt es beim ungetrübten Urlaubsspaß und Sie kommen mit heilen Knochen wieder Zuhause an.

10. Kein ungeschützter Sex

Auch wenn man im Urlaub seinen Spaß haben möchte, in der ausgelassenen Stimmung unter Palmen sollte man niemals die Gefahren vergessen, die einem bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr drohen. Neben ungewollter Schwangerschaft können unzählige Geschlechtskrankheiten das "Urlaubsvergnügen" trüben. Aber vor allem sollte mann bzw. frau an das tödliche Aids-Virus denken, dessen Existenz leider immer noch viel zu oft verdrängt wird.

Unser Tipp: "Safer Sex" sollte das Motto im Urlaub sein, d.h. niemals ohne Kondom. Dann bleibt die nette Urlaubsbekannschaft auch in positiver und nicht in tödlicher Erinnerung.

.


Mogelpackung Billig-Ticket

Achtung: Zusatzgebühren verteuern Schnäppchenflüge.

Das Ticket ist günstig, aber der Flug kann trotzdem teuer werden. Das liegt zum einen an den Steuern und Flughafengebühren, die oft nicht im Ticketpreis enthalten sind. Gebühren für Gepäck, Platzwahl oder die Zahlung mit Kreditkarte verursachen bei vielen Billigfliegern aber zusätzliche Kosten. So sorgen die Discount-Flieger dafür, dafür, dass das vermeintliche Schnäppchenticket am Ende erheblich teuerer wird als versprochen. Eine Übersicht über die größten verstecken Preisfallen.

Gepäckgebühren

Gewicht kostet Kerosin, und Kerosin ist teuer. Um die Passagiere also zu bewegen, mit wenig Gepäck zu reisen, kostet jede eingecheckte Tasche, jeder Koffer oder Rucksack bei Ryanair stolze sechs Euro im Voraus und zwölf Euro am Flughafen. Der Marktführer langt damit besonders kräftig hin. Die meisten anderen Gesellschaften von Air Berlin bis Welcomeair erlauben bis zu 20 Kilo Gepäck kostenlos.

Übergepäck

Wer mit Billigfliegern unterwegs ist, sollte sein Gepäck auf das Minimum reduzieren. Denn für jedes Kilo Übergepäck werden - je nach Gesellschaft - bis zu 15 Euro fällig. So verlangt Welcomeair drei, Air Berlin fünf, Ryanair und Aer Lingus acht Euro, Easyjet am Flughafen sogar 15 Euro.

Sportgepäck

Wer sein Rad oder Surfbrett mit in den Urlaub nehmen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Bei TUIfly und Germanwings kostet das bis zu 29,75 Euro. Ryanair und Easyjet verlangen 30 Euro am Flughafen. Wer im Voraus eincheckt, zahlt je 22,50 Euro. Bei LTU und Condor kostet Sportgepäck 50 Euro hin und zurück.

Sitzplatzreservierung

Bei den meisten Billigfliegern gehört der Kampf um den besten Platz dazu. Wer zahlt, kann das Prozedere bei einigen Gesellschaften umgehen. Die Sitzplatzreservierung kostet bei Aer Lingus zehn Euro für die vorderen Reihen und drei Euro für die hinteren. TUIfly verlangt je nach Flug bis zu 7,99 Euro, Condor und LTU gar zehn Euro. Wer sich bei Ryanair zuerst den Platz aussuchen will, muss dafür drei Euro auf den Tisch legen.

Eine besondere Variante stellen die "XXL-Sitze" dar. Diese befinden sich häufig an den Notausgängen und sind besonders bei "XXL-Pasagieren" beliebt. Die Airlines nutzen die Notlage langer Menschen allerdings schamlos aus. Zwischen 15 (LTU Kurzstrecke) und 60 Euro (Condor Langstrecke) pro Person und Flug werden verlangt.

Kreditkartenzahlung

Die meisten Billigairlines verlangen eine Gebühr für die Buchung mit Kreditkarte. Bei Easyjet werden mindestens 7,50 Euro pro Buchung fällig. Die Zahlung mit ec-Karte kostet zwei Euro. Der Hinweis, dass der Kunde auch ohne Gebühren per Lastschrift zahlen kann, ist dagegen gut versteckt. Bei Ryanair kostet die Kreditkartenzahlung drei, die Zahlung mit ec-Karte nur einen Euro. Air-Berlin-Kunden zahlen sechs Euro Kreditkartengebühr, können aber auch kostengünstig per Bankeinzug zahlen.

Versicherungen

Wer sein Ticket im Internet bestellt, läuft bei einigen Gesellschaften Gefahr, ungewollt eine kostenpflichtige Reiseversicherung mit abzuschließen. Oft ist das entsprechende Kästchen auf der Internetseite automatisch angekreuzt und muss erst weggeklickt werden.

.


Impfschutz beachten - kann Leben retten!
Wer in andere Länder und Regionenreist, kommt auch mit anderen Viren und Bakterien in Kontakt. Eine gewissenhafte Gesundheitsvorsorge gehört daher zu jeder Reise- und Urlaubsvorbereitung! Impfungen sind dabei die wirksamste und wichtigste Maßnahme. Doch keine Impfung hält ohne Auffrischung lebenslang. Die meisten müssen nach spätestens 10 Jahren aufgefrischt werden, einige auch schon früher. In Deutschland gibt es eine Reihe von Ärztinnen und Ärzten, die sich speziell auf dem Gebiet der Reisemedizin fortgebildet haben. Sie beraten individuell welche Vorsorge und Impfung sinnvoll und notwendig sind. Das ist vor allem abhängig von der Reiseregion aber auch von der Art der Reise, der Jahreszeit und Ihrem bestehenden Im pfschutz. Machen Sie spätestens sechs Wochen vor Ihrer nächsten Reise eine Impfkontrolle, dann kann der eventuell fehlende Schutz noch aufgebaut werden. Adressen von reisemedizinisch fortgebildeten Ärzten und Apothekern finden Sie im Internet unter www.travelmed.de

Übrigens: Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen. Eine Praxisgebühr fällt bei Impfungen nicht an. Für Auslandsreisen dürfen Impfungen von den Kassen nicht bezahlt werden. Sonderregelungen gelten für sogenannte Indikationsimpfungen. Sprechen Sie Ihren Arzt an.


Wo lauern Gefahren?

  • Deutschland: Wer in Deutschland auf Reisen unerwartet krank wird, ist in der Regel gut versorgt. Ist deshalb eine Impfkontrolle vor der Abreise überflüssig? Durchaus nicht! Falls Sie im Sommer Wanderungen durch die Natur in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen oder Thüringen planen, sollten Sie gegen die von Zecken übertragene FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis) geimpft sein. Informieren Sie sich in welchen Landkreisen ein Infektionsrisiko besteht. Generell, ob zu Hause oder auf Reisen, ist der Impfschutz gegenTetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie wichtig. Menschen, die an Grunderkrankungen leiden, sollten sich außerdem gegen Pneumokokken, die eine schwere Lungenentzündung hervorrufen können, und Grippe (Influenza) impfen lassen.

  • Europa und das Mittelmeer:Obwohl in Europa weniger Infektionsgefahren als anderswo lauern, sind dennoch bei Reisen verschiedene Impfungen für den persönlichen Gesundheitsschutz zu empfehlen. Für Reisen nach Skandinavien, Großbritannien, in die Benelux-Länder, nach Frankreich, in die Schweiz oder nach Österreich gelten weitgehend die gleichen Impfempfehlungen wie für Deutschland. Wie in Deutschland gibt es auch in anderen Ländern (Schweden, Finnland, Baltische Staaten, Polen, Tschechische Republik, Österreich und Schweiz) regional in den Sommermonaten ein Risiko für die durch Zecken übertragene FSME . Informieren Sie sich vor allem dann genau, wenn Sie in den genannten Ländern Campingurlaub oder Wanderungen durch Wälder und Wiesen planen.

    Südosteuropäische Länder erleben in den letzten Jahren einen touristischen Boom. Vor allem Ungarn aber auch Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien gehören zu den Neuentdeckungen. Reisende in dieser Region sollten generell gegen Tetanus , Diphtherie und Hepatitis A geimpft sein. In bestimmten Landesteilen in Ungarn, Slowenien und Kroatien können Zecken die FSME-Infektion übertragen. Vor allem Campingurlaubern und allen, die sich auch in der Natur aufhalten werden, ist eine FSME-Impfung anzuraten.  Auch Tollwut kann in Ost- und Südosteuropa zu einer Gefahr werden. Streunende Hunde und Katzen, Fledermäuse und Füchse können infiziert sein. Wenn Sie längere Aufenthalte in ländlichen Gebieten planen, informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder einem reisemedizinisch fortgebildeten Arzt, ob die Impfung sinnvoll ist.

    Rund ums Mittelmeer:  Hier lockt die südeuropäische Küche mit frischem Fisch, süßen Früchten und pikanten Salaten. Doch nicht überall sind die hygienischen Bedingungen so gut wie zu Hause. Hepatitis A , durch verunreinigte Nahrungsmittel übertragen, gehört deshalb mit zu den häufigsten Infektionen, die sich Reisende in diesen Ländern zuziehen.
  • Fernziele: Für Reisen in die USA, nach Kanada oder nach Australien und Neuseeland ist in der Regel der Impfschutz ausreichend, den jeder auch hier in Deutschland haben sollte. Wenn die Grundimmunisierung gegen Tetanus und Diphtherie vorhanden ist, ist bereits Wesentliches getan. Wer längere Aufenthalte plant, beispielsweise Austauschschüler, sollte den Schutz vor Masern, Mumps, Röteln und Meningokokken prüfen lassen.

    In Afrika droht der Kontakt mit verschiedenen  Krankheitserregern. Daher sollten Sie grundsätzlich etwa sechs Wochen vor jeder Afrikareise eine reisemedizinische Beratung bei einem entsprechend fortgebildeten Arzt einholen. Dabei sollte immer das Thema Malaria, für die es keine Schutzimpfung gibt,  besprochen werden. Einige afrikanische Länder schreiben die Gelbfieberimpfung vor. Sie kann nur von ausgewiesenen Gelbfieberimpfstellen vorgenommen werden.Grundsätzlich sollte jeder Afrikareisende gegen Tetanus, Diphtherie , Hepatitis A und Polio geimpft sein. Für einige Regionen ist ein zusätzlicher Impfschutz gegen Typhus , Hepatitis B , Tollwut und Meningokokken- Meningitis (Hirnhautentzündung), sinnvoll.

    Asien: In Asien  gibt es fremde Krankheitserreger, wie die bei uns unbekannte Japanische Enzephalitis oder die Kinderlähmung (Polio). Wer eine Reise nach Asien plant, sollte daher generell den Impfschutz gegen: Tetanus , Diphtherie , Hepatitis A überprüfen! Für den indischen Subkontinent sollte auch ein Polio-Impfschutz vorhanden sein! Je nach Ziel und Art der Reise sind zusätzliche Impfungen anzuraten, z.B. gegen Meningitis , Japanische-Enzephalitis und Tollwut . Besprechen Sie diese Fragen mit Ihrem Arzt.

    Süd- und Mittelamerika: Den Impfschutz für Tetanus , Diphtherie und Hepatitis A sollten alle Reisenden in dieser Region unbedingt haben. Je nach Reiseziel, Art und Dauer der Reise sind außerdem noch die Impfungen gegen Typhus , Hepatitis B , Tollwut und Gelbfieber anzuraten. Sprechen Sie rechtzeitig über die notwendige Gesundheitsvorsorge mit Ihrem Arzt.


Gegen eine Reihe von gefährlichen Infektionserkrankungen gibt es keinen Impfschutz: Malaria, Dengue- und West Nile-Fieber gehören dazu. Dennoch stehen auch hier Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Lassen Sie sich von einem reisemedizinisch fortgebildeten Arzt oder Apotheker beraten. Adressen gibt es im Internet unter:
www.travelmed.de.



Gegen diese Erreger können Sie sich impfen lassen:

  • Cholera: Die Cholera ist eine schwere Darmerkrankung. Die Übertragung der Erreger (Cholera-Vibrionen) erfolgt über infizierte Nahrungsmittel oder infiziertes Trinkwasser. Oft kommt es zu endemischen Ausbrüchen. Die Inkubationszeit ist kurz (einige Stunden bis Tage). Plötzlich einsetzende, schmerzlose, wässrige Durchfälle evtl. mit Erbrechen, meist ohne Fieber, führen innerhalb von Stunden zu lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlusten von mehreren Litern. Der Ersatz von Flüssigkeit ist das Wesentliche bei der Therapie. Betroffen sind Einheimische ohne Zugang zu sauberem Wasser. Die Diagnose wird über den Erregernachweis im Stuhl gestellt. Schutz vor einer Infektion bieten Nahrungsmittelhygiene und Impfung. Die Impfung gegen Cholera ist für Hilfseinsätze und bei entsprechender Einreisevorschrift sinnvoll. Sie kann aber auch einen Schutz vor Reisediarrhoe, einer Durchfallerkrankung, aufbauen und ist dann zu überlegen, wenn eine solche Erkrankung zu gravierenden Folgen führen könnte.
    Bei der Choleraimpfung handelt es sich um eine gut wirksame Schluckimpfung. Erwachsene und Kinder ab 6 Jahre benötigen zweimal eine Dosis im Abstand von 1 - 6 Wochen. Kinder zwischen 2 und 6 Jahren benötigen drei Impfungen. Achtung: Trotz Impfung sollten die gebotenen Maßnahmen zur Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachtet werden.
  • Diphtherie: Die Erreger der Diphtherie sind Bakterien, die in der Regel durch Tröpfcheninfektion übertragen werden und in vielen Regionen der Welt verbreitet sind. Es kommt zu Fieber, einer Rachenentzündung mit grau-weißen Belägen und süßlichem Mundgeruch in Zusammenhang mit einem ausgeprägtem Krankheitsgefühl. In schweren Fällen kann die Halsschwellung zum Ersticken führen. Die von den Bakterien produzierten Gifte verursachen eine Herzmuskelentzündung und Nervenlähmungen. Diese führen oft zum Tod. In tropischen Ländern siedeln sich die Diphtherie-Bakterien gelegentlich auf Hautentzündungen an (Wunddiphtherie). Die Diagnose wird durch den Bakterien-Nachweis aus dem Rachenabstrich oder durch Antikörpernachweis im Blut gestellt.
    Um einen vollständigen und zuverlässigen Impfschutz aufzubauen, sind drei Impfungen notwendig. Die zweite Impfung erfolgt 3 - 8 Wochen nach der ersten, die dritte nach einem Jahr. Um den Impfschutz zu erhalten, sind alle zehn Jahre Auffrischungsimpfungen notwendig. In Deutschland werden in der Regel Babys ab dem 3. Lebensmonat gegen Diphtherie geimpft. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Kombination mit der Impfung gegen Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib (Haemophilus influenzae) und Hepatitis B möglich. Eine Impfung bietet somit den Schutz gegen sechs verschiedene Infektionserkrankungen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.
  • FSME: FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis - eine von Zecken übertragene Virusinfektion. 1-2 Wochen nach dem Zeckenstich kann es zu einem grippalen Krankheitsbild kommen. In einem Teil der Fälle folgt nach kurzem, beschwerdefreien Intervall eine Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung (Meningitis, Enzephalitis), die mit starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und möglicherweise Koma einhergeht. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) sowie Teilen von Österreich, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa. In Deutschland sind daneben auch einzelne Landkreise in Hessen und Thüringen betroffen. Verwandte Viren (RSSE) finden sich außerdem im östlichen Sibirien und dem angrenzenden China. In den Hauptverbreitungsgebieten ist jede 50. bis 100. Zecke Virusträger. Jedoch nicht alle Menschen, die von infizierten Zecken gestochen werden, werden auch krank. In Einzelfällen wurden Virusübertragungen durch infizierte Milch, besonders von Schafen und Ziegen, beobachtet. Die Diagnose kann durch Antikörpernachweis im Blut gesichert werden. Die FSME-Erkrankung kann nicht behandelt werden und hat gelegentlich bleibende Behinderungen zur Folge. Sicheren Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet nur die Impfung.
    Um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen, sind in Abständen von mehreren Monaten drei Teilimpfungen notwendig; danach muss alle 3-5 Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen. Als weitere Vorsorgemaßnahmen empfiehlt sich, beim Aufenthalt in der Natur in Endemiegebieten geschlossene Kleidung zu tragen und Repellentien, zeckenabweisende Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, zu benutzen.
  • Gelbfieber: Gelbfieber ist eine durch Stechmücken übertragene, tropische Erkrankung, die durch ein Flavi-Virus ausgelöst wird. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Hauptreservoir des Erregers sind Affen. Sticht eine Mücke zunächst einen infizierten Affen und danach einen Menschen, kommt es zum sylvatischen oder Dschungelgelbfieber. In dichter besiedelten Gebieten kann die Übertragung Mensch-Mücke-Mensch zu epidemischen Ausbrüchen führen (urbanes oder Stadtgelbfieber). Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und allgemeinen Krankheitserscheinungen. Oft heilt die Krankheit danach aus. Es kann jedoch nach einer Woche zu einer dramatischen Verschlechterung mit Gelbsucht und Blutungen kommen, gefolgt von Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen. Diese Komplikationen führen oft zum Tode. Zur Sicherung der Diagnose dienen spezielle Blutuntersuchungen. Das Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Meldepflicht. Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird von einigen Ländern Afrikas und Südamerikas bei der Einreise verlangt.
    Gelbfieberimpfungen dürfen nach internationaler Übereinkunft nur in autorisierten Gelbfieberimpfstellen gegeben werden. Eine einzige Impfung bietet etwa ab dem zehnten Tag nach der Applikation sicheren Schutz. Nach zehn Jahren ist eine Auffrischungsimpfung erforderlich. Desweiteren empfiehlt sich in Endemiegebieten ein sorgfältiger Mückenschutz, beispielsweise geschlossene Kleidung, Schlafstätten, die durch Moskitonetze geschützt sind und Repellentien als Hautschutz.
  • Grippe: Im Gegensatz zur Erkältung, den häufigen banalen grippalen Infekten, ist die echte Grippe (Influenza) eine ernstzunehmende Viruskrankheit. Sie kommt weltweit vor und breitet sich in epidemischen Wellen jährlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus. In Deutschland sterben jedes Jahr durchschnittlich 5.000 bis 8.000 Menschen daran. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Grippe dauert es nur wenige Tage. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Symptome sind Fieber, Kopf-, Glieder-, Hals- und Brustschmerzen mit trockenem Husten. Bisweilen kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Die Krankheit dauert bis zu einer Woche, die Rekonvaleszenz mit allgemeiner Abgeschlagenheit kann sich jedoch über einige Wochen hinziehen. Häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung. Gefährdet sind besonders ältere Menschen.
    Für die nördliche Erdhalbkugel gibt es jedes Jahr im Herbst einen neuen Impfstoff, der sich gezielt gegen die aktuell grassierenden Virenstämme wendet.
  • Hepatitis A: Hepatitis A ist eine Form der Leberentzündung. Die Viren, die diese Gelbsucht verursachen, kommen weltweit vor und werden durch verunreinigte Nahrungsmittel übertragen. Besonders häufig geschieht dies über Muscheln, Austern und Krebstiere. Weltweit infizieren sich jedes Jahr etwa 10 Millionen Menschen. In Deutschland werden rund 1500 Erkrankungen pro Jahr gemeldet. Wobei man davon ausgeht, dass die tatsächlichen Fallzahlen um ein Vielfaches höher liegen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es 2 bis 6 Wochen. Die Hepatitis A-Erkrankung beginnt mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird in den meisten Fällen der Urin dunkel und der Stuhl hell, schließlich entwickelt sich eine Gelbfärbung der Haut. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich, oft leicht, besonders bei Kindern. Gelegentlich kommt es bei Erwachsenen zu schwereren und länger anhaltenden Krankheitsbildern (bis zu einigen Monaten). Selten kommt es zu einem fulminanten Verlauf mit akutem Leberversagen, das zum Tode führt. Dauerschäden treten nicht auf. Die Diagnose wird durch den Nachweis spezifischer Antikörper im Blut gesichert. Die Übertragung erfolgt über verunreinigte Nahrung und Trinkwasser, besonders häufig über Muscheln, Austern und Krebstiere. Die Diagnose wird über den Antikörpernachweis im Blut gestellt, das Virus kann auch direkt nachgewiesen werden.
    Um einen vollständigen Impfschutz für 10 Jahre aufzubauen, sind zwei Impfungen im Abstand von 6-12 Monaten notwendig. Es gibt Kombinationsimpfstoffe sowohl mit Typhus als auch mit Hepatitis B.
  • Hepatitis B: Diese Form der Gelbsucht ist weltweit verbreitet, besonders in tropischen Ländern. In Deutschland werden jährlich rund 3.000 akute Fälle registriert. Dabei handelt es sich um die Spitze eines Eisbergs von 40.000 - 50.000 Infektionen. In Deutschland ist einer von 100 - 200 Menschen chronisch mit dem Virus infiziert, in einzelnen tropischen Ländern sind es über 20 % der Bevölkerung, also mindestens jeder Fünfte. Hepatitis B wird beim Kontakt mit infizierter Körperflüssigkeit übertragen. Besonders häufig geschieht dies durch Sexualkontakte, unsterile Spritzen und Nadeln, beispielsweise bei Tätowierungen, Spritzentausch von Drogenabhängigen oder unqualifizierten medizinischen Eingriffen und Bluttransfusionen. Von der Übertragung bis zum Ausbruch können 6 Wochen bis 6 Monate vergehen. Oft beginnt die Krankheit mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird der Urin dunkel, der Stuhl hell, es kommt zur Gelbfärbung der Haut. Das akute Stadium fehlt meistens. In ca. 10 % der Fälle geht die Krankheit in einen chronischen Verlauf über, es kann sich eine Leberzirrhose und in vielen Fällen ein Leberkrebs entwickeln. Die Diagnose wird über den Antikörpernachweis im Blut gestellt, das Virus kann auch direkt nachgewiesen werden.
    Um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten sind 3 Impfungen im Abstand von mehreren Wochen notwendig; eine weitere ist dann zur Auffrischung jeweils alle 10 Jahre erforderlich. Nicht immer bilden sich Antikörper nach einer Impfung, daher wird vor allem Erstgeimpften über 40 Jahre, Personen mit Immunsuppression und beruflich Exponierten die Kontrolle der Antikörperkonzentration im Blut ("Titer") empfohlen.
  • Japanische Enzephalitis: Diese Virusinfektion kommt gebietsweise in Südostasien und Fernost vor und wird von nachtaktiven Stechmücken übertragen, die zu bestimmten Jahreszeiten in Feuchtgebieten brüten. Reservoir für das Virus sind Haustiere, insbesondere Schweine, aber auch Nager und Vögel. Die Japanische Enzephalitis kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit. Fast ein Drittel aller Erkrankten stirbt oder bleibt dauerhaft geschädigt (Hirnschäden, Epilepsie, Demenz). Um einen zuverlässigen Schutz zu erhalten sind drei Impfungen im Abstand von mehreren Tagen notwendig. Auffrischungsimpfungen sind danach nach 1-3 Jahren erforderlich. Der Impfstoff muss importiert werden.
  • Masern: Masern sind eine hochansteckende Virusinfektion, die weltweit vorkommt. Innerhalb von 8 bis 12 Tagen nach der Ansteckung kommt es zu einem rötlichen, großfleckigen Ausschlag, hohem Fieber, Bronchitis, Abgeschlagenheit und Lichtempfindlichkeit. In mehr als jedem 10. Fall treten Komplikationen mit Lungen- und Mittelohrentzündung auf, seltener auch Gehirnentzündungen, die zu dauerhaften Schädigungen oder zum Tod führen. Betroffen sind vorwiegend Kinder. Ungeimpfte Jugendliche und Erwachsene zeigen oft einen atypischen und schweren Krankheitsverlauf. Die Diagnose erfolgt über den Antikörpernachweis oder den direkten Virusnachweis.
    Die Impfung gegen Masern bietet einen zuverlässigen Schutz für mindestens 20 Jahre. Sie sollte gleichzeitig mit den Impfungen gegen Mumps und Röteln durch einen entsprechenden Kombinationsimpfstoff erfolgen. Um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten müssen zwei Teilimpfungen im Abstand von mindestens vier Wochen erfolgen. In Deutschland wird die Impfung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ab dem 12. Lebensmonat empfohlen. Auch junge Erwachsene sollten auf eine zweimal durchgeführte Impfung achten.
  • Meningitis: Die Bakterien verbreiten sich über Tröpfchen in der Atemluft. 3-4 Tage nach der Infektion kann es zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung kommen. Meningitis beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife. Der Verlauf kann lebensbedrohlich sein. Bewusstseinstrübung, punktförmige Hautblutungen und Schock sind alarmierende Zeichen einer Allgemeininfektion und immer lebensbedrohlich. Es gibt verschiedene Bakterienstämme, die eine Meningitis auslösen können und in unterschiedlicher Verbreitung auf der Welt vorkommen. Die Krankheit tritt epidemisch auf, das heißt in gewissen Abständen kommt es in einigen Regionen der Welt plötzlich zu starken Ausbrüchen. Besonders betroffen sind der Sahel, Nahost und Nordwestindien. In Europa, Nord- und Südamerika kommt es vereinzelt immer wieder zu Ausbrüchen in mäßiger Größe. Der Erreger ist stets vorhanden. Die Diagnose kann durch den direkten Bakteriennachweis oder den Antikörpernachweis im Blut gesichert werden.
    Die Impfung schützt nicht vor allen, aber doch vor vielen Erregervarianten. Es gibt zuverlässige Impfstoffe gegen die Bakterienstämme A und C, die hauptsächlich für die Erkrankungsfälle in Afrika verantwortlich sind, sowie gegen die Stämme W 135 und Y, die verstärkt in Saudi-Arabien auftreten. Es gibt keine Impfung für die Gruppe B, die bisher in Deutschland für die meisten Erkrankungen verantwortlich ist. Es besteht eine Impfpflicht für Reisende zum Hajj nach Saudi-Arabien.
  • Pneumokokken: Pneumokokkeninfektionen gehören zu den schwersten Infektionen überhaupt. Weltweit sterben jedes Jahr etwa 2 Millionen Menschen an der bakteriellen Lungenentzündung. Die kugelförmigen Bakterien Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind auf der ganzen Welt verbreitet. Eine Besiedlung des Nasen-Rachenraumes mit diesen Keimen hat nicht zwangsläufig eine Erkrankung zur Folge. Für die meisten Pneumokokken-Infektionen sind 23 Subtypen der über 80 verschiedenen Kapseltypen verantwortlich. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Personen. Bei Kindern ruft eine Infektion meistens eine Mittelohrentzündung (Otitis media) hervor, bei Erwachsenen eine Lungenentzündung (Pneumonie). Bei immungeschwächten Menschen und Kindern kann eine Hirnhautentzündung oder eine Sepsis hinzukommen.
    Die Impfung wird insbesondere älteren Menschen sowie Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, bei chronischen Grundleiden oder Immunschwäche empfohlen. Die Impfung muss je nach Alter alle 3 bis 5 Jahre aufgefrischt werden und wird für jeden ab dem 60. Lebensjahr und für chronisch kranke Menschen übernommen. Für manche Länder Europas und in Nordamerika sollten Kinder und Jugendliche bei Langzeitaufenthalten die Dauerimpfung gegen Meningokokken C erhalten.
  •  Polio: Die Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist bei uns durch umfangreiche Impfprogramme ausgerottet. In Asien (indischer Subkontinent) und Afrika (vor allem in Ägypten und Nigeria) ist sie jedoch noch verbreitet. Die Ansteckung erfolgt über verunreinigte Nahrungsmittel, aber auch von Mensch zu Mensch. Nach 7-14 Tagen kommt es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen, da sich das Virus zunächst im Darm vermehrt. Gelangt es in das Zentralnervensystem, kommt es zur "paralytischen Poliomyelitis", die durch schlaffe asymmetrische Lähmungen charakterisiert ist. Wird das Zwerchfell betroffen, kommt es zum Atemstillstand. Dieses Risiko steigt mit dem Alter, es ist geringer bei Kindern, höher bei Erwachsenen. Die Diagnose wird durch Antikörper im Blut oder Virusnachweis im Hirnwasser oder Stuhl gesichert.
    In Deutschland werden in der Regel Babys ab dem 3. Lebensmonat gegen Polio geimpft. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Kombination mit der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hib (Haemophilus influenzae) und Hepatitis B möglich. Eine Impfung bietet somit den Schutz gegen sechs verschiedene Infektionserkrankungen. Um den Schutz für Reisen aufrecht zu erhalten, ist im Erwachsenenalter alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung erforderlich.´
  • Tetanus: Tetanusbakterien können bei Wunden jeder Art, also schon bei kleinsten Verletzungen in die Haut gelangen. Besonders gefährlich ist der Wundkontakt mit Straßenstaub oder Erdreich. Aber auch Tierbisse übertragen den Erreger. Die Bakterien vermehren sich in der Wunde und sondern ein Gift ab, das nach 1-2 Wochen oder Monaten, wenn die Wunde meist schon verheilt ist, zu schweren Muskelkrämpfen, Lähmungen und bis zum Tod führen kann. Die Diagnose wird klinisch, durch Erregernachweis (schwierig) oder Toxinnachweis (im Tierversuch) gestellt.
    Um einen vollständigen und zuverlässigen Impfschutz aufzubauen, sind drei Impfungen notwendig. Die zweite Impfung erfolgt 3 - 8 Wochen nach der ersten, die dritte nach einem Jahr. Um den Impfschutz aufrechtzuerhalten, sind alle zehn Jahre Auffrischungsimpfungen notwendig. In Deutschland werden in der Regel Babys ab dem 3. Lebensmonat gegen Tetanus geimpft. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Kombination mit der Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib (Haemophilus influenzae) und Hepatitis B möglich. Eine Impfung bietet somit den Schutz gegen sechs verschiedene Infektionserkrankungen.  Die Kosten übernehmen die Krankenkassen
  •  Tollwut: Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jährlich mindestens 50.000 Menschen an Tollwut sterben, die meisten davon in Indien. Tollwut ist eine Viruserkrankung, die fast immer durch den Biss eines infizierten Tieres auf den Menschen übertragen wird. Am häufigste geschieht dies durch den Biss eines Hundes, aber auch durch Affen, Katzen oder Fledermäuse. Infektiös ist der Speichel eines tollwütigen Tieres und zwar bereits schon 3-5 Tage vor Ausbruch der Symptome bis zu seinem Verenden nach 7-10 Tagen. Fledermäuse erkranken nicht. Auch durch Kontakt mit infiziertem Speichel auf verletzte Hautstellen oder unverletzte Schleimhäute (Augen) wird die Krankheit gelegentlich übertragen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es in der Regel 1-3 Monate, allerdings variiert die Inkubationszeit stark. Kommt es zum Ausbruch beginnt dieser beim Menschen mit Schmerzen und Kribbeln im Bereich der meist bereits verheilten Bissstelle und führt über Krämpfe, Erregungszustände und Lähmungen innerhalb von 2 Wochen zum Tod. Die Impfung gegen Tollwut wirkt zuverlässig.
    Um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten, sind mindestens drei Impfungen innerhalb von 3-4 Wochen notwendig.
  • Typhus: Typhus ist eine schwere fieberhafte Erkrankung, die durch eine Salmonellenart ausgelöst wird. Die Erreger gelangen mit verunreinigter Nahrung oder Trinkwasser in den Körper. Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 2 (3) Wochen entwickelt sich hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Verstopfung. Im zweiten Stadium treten Hautveränderungen (Roseolen) auf, Leber und Milz vergrößern sich stark, es kann zu erbsenbreiartigen Durchfällen kommen. Komplikationen wie Darmdurchbruch und Bauchfellentzündung können tödlich verlaufen. Weitere Komplikationen sind Hirnhaut-, Lungen-, Herz- und Knochen-Entzündungen. Beim "Paratyphus" handelt es sich um verwandte Erreger, die ein ähnliches, etwas milderes Krankheitsbild hervorrufen. Die Diagnose ist aus dem Blut, später aus dem Stuhl zu sichern.
    Die Typhusimpfung bietet eine Schutzrate von 50% - 70%. Es gibt Kombinationsimpfungen gegen Typhus + Hepatitis A.

Quelle: TravelMED® - mehr Infos zu diesem Thema unter www.travelmed.de.

.


Spannende Reisevorbereitung:
Mit dem Krimi in die Metropolen der Welt

Viele von ihnen haben mittlerweile Kultstatus erreicht. Egal ob Commissario Guido Brunetti in Venedig ermittelt, Privatdetektiv Pepe Cavalho in Barcelona seine Fälle löst oder Kommissar Kostas Charitos sich in Athen mit einem komplizierten Verbrechen herumschlagen muss - die Fan-Gemeinde der Krimi-Ermittler wächst und wächst. Nicht zuletzt deshalb, weil viele der literarischen Gestalten mittlerweile durch TV-Verfilmungen ein Gesicht bekommen haben. Und bei allen unterschiedlichen Facetten - eines haben die Kriminalisten alle gemeinsam: Sie sind in ihrer Stadt zu Hause, und die Autoren verstehen es, genau diese Stadt zur unverwechselbaren Kulisse ihrer spannenden Geschichte zu machen.

Wie wäre es deshalb, bei der nächsten Städtereise einmal zusätzlich zum "normalen" Reiseführer den passenden Krimi einzupacken? Man erfährt dabei so ganz nebenher eine Menge über das Reiseziel, kann die Lieblingsplätze und Stammlokale der Helden, aber auch die Schauplätze literarischer Morde ganz genau in Augenschein nehmen, lernt typische Eigenschaften der Einheimischen kennen und bekommt auf alle Fälle einen Vorgeschmack auf das, was das Reiseziel zu bieten hat. Die Auswahl ist groß - neben Brunetti, Cavalho und Charitos gibt es da zum Beispiel noch die Polizeireporterin Annika Bengtzon in Stockholm oder die Moskauer Kriminalbeamtin Anastasija Kamenskaja.

Guido Brunetti ist in der Lagunenstadt Venedig am Knobeln: Der Commissario hat mittlerweile zwölf Fälle in der Buchreihe der Autorin Donna Leon gelöst. Manchmal blickt er ziemlich desillusioniert auf die Bürokratie im Polizei- und Justizapparat. Doch mit viel Liebe zum Detail schildert Leon seine Spaziergänge durch Venedig, die sich problemlos nachvollziehen lassen. Aus ihrer Liebe zur Lagunenstadt, zur italienischen Oper und mit ihrem literarischen Können schuf Donna Leon seit Anfang der neunziger Jahre eine Krimi-Welt, die vielen Lesern ur-italienisch vorkommt. Viele denken noch heute, Donna Leon sei Italienerin. Doch die Autorin stammt aus Amerika, sie verließ mit 23 Jahren die USA, um in Italien zu studieren, lebt seit 1981 in Venedig und lehrt dort englische Literatur an der Universität.

Bei einem Bombenattentat auf das Olympische Stadion von Stockholm ist die Direktorin des Olympia-Komitees ums Leben gekommen. Die Journalistin Annika Bengtzon - gerade zur Leiterin der Kriminalredaktion einer großen Zeitung ernannt - stürzt sich in die Recherche. So beginnt die spannende Geschichte in "Olympisches Feuer", dem Erstlingswerk von Lisa Marklund. Die Autorin hat ihrer Hauptfigur viel von sich selbst gegeben. Wie Annika arbeitet sie noch heute als Reporterin und schlägt sich wie ihre Heldin im Dreieck zwischen Job, Kindern und Familie mit den Alltagsproblemen im heutigen Schweden herum.

Manuel Vázquez Montalbán gehört den profiliertesten Autoren Spaniens und hat schon über 100 Bücher zu den verschiedensten Themen geschrieben, darunter Romane, Kochbücher, Lyrikbände und Sachbücher. Zu seinen erfolgreichsten Werken gehört die Krimi-Reihe über den Privatdetektiv Pepe Cavalho aus Barcelona. Cavalho wirkt oft liebenswert altmodisch. Er ist Kommunist, grübelt viel, und Aktionismus ist ihm fremd. Dafür kocht er leidenschaftlich gern und lässt sich nur ungern beim Lesen stören. Die Leser können ihn bei seinen spannenden Ermittlungen in der katalanischen Metropole praktisch über die Schulter schauen - und manchmal kommt dabei sogar ein guter Tipp zum Kochen heraus.

Kommissar Kostas Charitos steckt in Athen ständig im Stau, klagt über die Luftverschmutzung - und doch liebt er seine Heimatstadt. Was jedes Jahr Tausende Touristen erleben, wird spürbar in den Geschichten von Petros Makaris, der in der griechischen Hauptstadt Theater macht und Drehbücher schreibt. Sein erster Charitos-Krimi kam 1998 heraus. Der Held ist ein Kriminalbeamter von der unbestechlichen Sorte, kommt aber manchmal arg ins Grübeln, ob das überhaupt in der heutigen Zeit noch sinnvoll ist.

Alexandra Marinina hat eine ungewöhnliche Laufbahn hinter sich. Die promovierte Rechtsanwältin arbeitete für das russische Innenministerium und brachte es bis zum Rang eines Oberleutnants der Justiz. Ihr erster Anastasija-Kamenskaja-Roman erschien 1993 und wurde in Russland sofort zum Bestseller. Seitdem hat sie über 20 Krimis geschrieben, die vor allem das moderne Moskau als Kulisse haben.

Der Krimi im Gepäck garantiert also nicht nur spannende Reisevorbereitung, sondern auch Tipps für ganz individuelle Touren. Ausgerüstet mit einem Stadtplan wird man so selbst ein bisschen zum Detektiv.

Von Ditmar Hauer, ddp

.


.

Verspätungen, Überbuchungen:
Das müssen sich Fluggäste nicht bieten lassen

Wer fliegt, hat auch Gelegenheiten, sich zu ärgern. Mal ist es eine Verspätung, mal ein überbuchter Flug und manchmal fällt der Transport gleich ganz ins Wasser. Zwar gibt es seit Februar 2005 innerhalb der EU eine Verordnung, die die Rechte der betroffenen Fluggäste stärkt. Doch mit deren Durchsetzung hapert es noch in vielen Ländern, wie die EU-Kommission jüngst in einem Bericht gerügt hat. Bis zum Herbst müssen die Mitgliedsländer nun nachbessern.

Die Regelung gilt für alle Flüge, deren Abflug- oder Zielflughafen innerhalb der EU liegt - ganz egal ob Charterflug oder Linie. Wichtig: Ansprüche anmelden kann nur, wer die Check-in-Frist genau einhält. Diese ist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Gesellschaft enthalten, üblicherweise sind das 45 bis 90 Minuten vor Abflug. Die Fluggesellschaften ihrerseits müssen bei der Abfertigung umfassend über die EU-Verordnung, die Leistungen und die zuständige Beschwerdestelle informieren.

Tipp: In Deutschland wacht das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig über die Fluggastrechte und ist daher auch die Anlaufstelle für Beschwerden. Auf der Website
www.lba.de finden Passagiere sämtliche Details und Formulare in Sachen Verspätungen.


Foto: dpa  

Ihre Rechte bei kurzen Verspätungen

Nicht jede kleine Verspätung löst gleich Ansprüche aus. Erst wenn sich ein Flug um mindestens zwei Stunden verzögert, sind der Flugstrecke angemessene Mahlzeiten und Erfrischungen sowie zwei Telefongespräche, Telexe, Telefaxe oder eMails fällig.

Ihre Rechte bei großen Verspätungen

Teuer wird es, wenn ein Flug wegen einer mehr als fünfstündigen Verspätung sinnlos geworden ist: Passagiere können dann entweder ihr Geld zurückfordern oder sich an den Ausgangsort der Reise zurückfliegen lassen. Startet der Flug erst am nächsten Tag, müssen auch Hotel sowie Transfer vom und zum Airport bezahlt werden.

Ihre Rechte bei Annullierungen

Bei Annullierungen hängen die Ansprüche davon ab, wann der Kunde benachrichtigt wird. Informiert die Gesellschaft bis zwei Wochen vor Abflug und bietet einen Ersatzflug an, kommt sie ohne Entschädigung davon. Das Gleiche gilt, wenn bei einer Benachrichtigung zwischen zwei Wochen und sieben Tagen der Ersatzflug nicht mehr als zwei Stunden früher als geplant startet und nicht über vier Stunden später ankommt.

Betrug die Frist weniger als sieben Tage, darf das neue Angebot nicht mehr als eine Stunde früher als gebucht beginnen und die Ankunft darf sich um höchstens zwei Stunden verspäten. Wird ein Flug dagegen kurzfristig annulliert, kann sich der Passagier den Flugpreis erstatten lassen, einen Alternativflug wählen oder sich ein neues Ziel suchen. Dazu kommen Speisen und Getränke, Hotel und Transferleistungen sowie eine Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro.

Ihre Rechte bei Überbuchungen

Bei Überbuchung sind die Regeln kompliziert. Zunächst muss die Airline Freiwillige suchen, die auf ihren Platz verzichten. Diese haben die Wahl, ihr Geld zurückzuverlangen, zum Startflughafen zurückzufliegen, einen anderen Flug zum Ziel oder einen Flug zu einem anderen Zielort zu nehmen. Gibt es nicht genügend Freiwillige, darf die Airline Passagieren den Flug verweigern. Neben Mahlzeiten, Erfrischungen, Hotel und Transfer haben diese Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro.

Entschädigungen bei kurzfristigen Annullierungen

Bei kurzfristigen Annullierungen haben Passagiere zusätzlich Anspruch auf eine Entschädigung. Wie hoch diese ist, richtet sich nach der Flugstrecke und danach, in welchem Land der Zielfughafen ist. So hoch sind die Ausgleichsleistungen:

bis 1.500 Kilometer generell: 250 Euro

Innerhalb der EU
über 1.500 Kilometer: 400 Euro

Flüge zwischen EU und Drittstaaten:
1.500 Kilometer bis 3.000 Kilometer: 400 Euro
über 3.500 Kilometer: 600 Euro

.


Viel Sand aber kein Strand: Reklamationen richtig angehen

Der Flug verspätet, das Essen eintönig, der Strand eine einzige Baustelle: Es gibt viele Gründe, warum die schönsten Wochen des Jahres ihrem Namen nicht immer Ehre machen. Reisende sollten einige Regeln beachten, wenn ihre Beschwerde Erfolg haben soll. "Der erste Schritt ist, sofort beim Reiseleiter vor Ort zu reklamieren", erklärt Ronald Schmid, Professor für Reiserecht an der Uni Dresden. Genau da machen viele schon den ersten Fehler: "Immer wieder beschweren sich Touristen beim Hotelier statt beim Reiseveranstalter. Der ist aber nicht Vertrags- und deshalb auch nicht Ansprechpartner", sagt Sabine Fischer, Juristin bei der Verbraucherzentrale. Ist kein Vertreter des Reiseveranstalters greifbar, rät Schmid, die Reiseunterlagen durchzusehen. "Notfalls muss man beim Reiseveranstalter in Deutschland anrufen. Irgendeine Nummer findet sich immer."


Unter Sandstrand versteht man in der Regel
etwas anderes. Die sollte man vor Ort
reklamieren.

Ist die Beschwerde auf den Weg gebracht, gilt es, Beweise zu sammeln. "Man muss immer damit rechnen, dass die Mängel bestritten werden", berichtet Schmid. "Deshalb sollte man sich Zeugen beschaffen, das kann auch die eigene Ehefrau sein. Besser sind neutrale Zeugen." Soweit möglich, sollten die Mängel per Foto oder Video dokumentiert werden. Geht das nicht, etwa bei Bau- oder Diskolärm, sollte ein detailliertes Protokoll geführt werden, wann und wie lange das Gedröhne zu hören ist. Nach der Rückkehr müssen die Reklamationen noch einmal schriftlich beim Reiseveranstalter geltend gemacht werden. "Das muss innerhalb eines Monats nach dem Ende der Reise geschehen. Danach ist es mit Ansprüchen vorbei", warnt Schmid. "Konkrete Beträge, um wie viel der Reisepreis gemindert werden soll, muss man nicht nennen." Zwar sei es möglich, sich von den Verbraucherzentralen helfen zu lassen oder die ADAC-Reisemängelliste als Anhaltspunkt zu nehmen. Ein Anspruch auf die darin genannten Preiserstattungen bestehe aber nicht, sagt Fischer. Zudem müsse immer abgewogen werden, ob sich eine Klage rentiert. "Die meisten Mängel werden nach ein, zwei Tagen abgestellt. Da geht es meist um 10, 20 oder 30 Euro." Eine Klage lohne nur, wenn der Reklamationsanspruch mindestens 20 % des Reisepreises beträgt.

Die meisten Beschwerden werden vor Ort gelöst. "Wir versuchen, noch im Zielgebiet Abhilfe zu schaffen und bieten beispielsweise einen Ausflug umsonst an, wenn etwas passiert", versichert TUI-Pressesprecherin Anja Braun. Doch Vorsicht: "Viele Reiseveranstalter lassen sich bestätigen, dass mit solchen Gutschriften alles abgegolten ist", warnt Fischer. "Bei größeren Ansprüchen verschenkt man da leicht etwas." Umgekehrt machen Urlauber immer wieder den Fehler, die Mehrkosten für eine etwaige Ersatzunterkunft selbst zu tragen. "Wenn ein Zimmer nicht zur Verfügung steht, weil das Hotel überbucht ist, und einem der Reiseveranstalter eine hochwertigere Unterkunft zuweist, muss der dafür die Kosten tragen."

Manchmal seien aber auch die Reisenden zu mäkelig, beschreibt Schmid die Kehrseite. So habe ein Urlauber geklagt, weil seine Schuhe bei einer Wanderung auf Kreta staubig geworden seien. "Eine gewisse Gelassenheit sollte man schon mitbringen", rät Schmid. "Die Leute gehen in 3-Sterne-Unterkünfte und wollen es billig, aber jeden Tag Lachs beim Frühstück. Da sind die Ansprüche oft überzogen."

© Ursula Quass - Reisejournal

.


Durchfall - Es kann jeden auf Reisen treffen
Nützliche Tipps
Jeder kennt ihn. Fast jeder hat ihn selbst schon einmal erleben müssen, beispielsweise dann, wenn er Reisen in den Süden unternommen hat: der gemeine Durchfall, der in der medizinischen Fachsprache Diarrhoe heißt. Er ist die mit Abstand häufigste Reiseerkrankung. Je nach Reiseziel und Reiseart erwischt es zwischen 10 und 70% aller Reisenden pro Monat Auslandsaufenthalt.


Zwar handelt es sich meistens um eine aus medizinischer Sicht harmlose Erscheinung, die nach 3-5 Tagen wieder vorüber ist. Doch unterwegs - zumal im Ausland -, während der kostbaren Urlaubszeit oder einer wichtigen beruflichen Reise, möchte jeder einen Durchfall möglichst ganz vermeiden.


Hinzu kommt, dass der Reisedurchfall durchaus nicht immer harmlos und unbedenklich ist. Manchmal sind Erreger anderer, schwerer Krankheiten die Ursache. Bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und chronisch Kranken kann eine Reisediarrhoe sehr schnell den Körper austrocknen, schwere Schäden verursachen, zu Nierenversagen führen und erhebliche Folgen haben. Diese Personen sollten sich daher vor jeder geplanten Auslandsreise beraten lassen. Adressen von reisemedizinisch fortgebildeten Ärzten und Apotheken finden Sie im Internet unter:
www.travelmed.de


Durchfall ist in der Regel dann harmlos, wenn weder Blut noch Schleim im Stuhl zu sehen sind und wenn Fieber, Erbrechen, Schmerzen und Kreislaufstörungen fehlen. Sonst sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Doch selbst wenn es sich "nur" um eine ungefährliche Reisediarrhoe handelt, gibt es wohl keinen Reisenden, der nicht gerne wissen möchte, wie man das Übel möglichst ganz vermeiden kann, wie man es im Falle eines Falles schnell wieder los wird und wie man nach der Episode schnell wieder richtig fit werden kann. Diese Broschüre informiert Sie darüber, wie Sie bessere Chancen haben, Montezumas Rache zu entgehen oder zumindest deren mögliche Folgen zu lindern.

Durchfall und was die Ursache?

Ein Grummeln im Bauch, dünner Stuhl und schon ist es Durchfall? - Keineswegs! Ärzte sprechen erst dann von einer Diarrhoe, wenn jemand mehr als dreimal am Tag Stuhlgang hat, der in seiner Konsistenz ungeformt, also breiig bis wässrig ist. Durchfall kann akut auftreten oder chronisch sein. Akuter Durchfall, der so oft während einer Reise vorkommt, ist meistens eine Schutzreaktion des Körpers. Krankheitserreger oder Gifte sollen auf diese Art so schnell wie möglich ausgeschieden werden.
Akuter Durchfall wird häufig von Übelkeit, Fieber und Bauchschmerzen begleitet. Als chronisch gilt eine Diarrhoe, wenn sie 3 Wochen und länger andauert.


Verursacher Nr. 1: Kolibakterien
Ursache für den klassischen Reisedurchfall sind meistens Bakterien. In rund 40% aller Fälle lösen ihn sogenannte Kolibakterien aus. Sie gelangen durch fäkal verunreinigte Nahrungsmittel oder Getränke in den Körper, aber auch durch unzureichende Hygiene der Betroffenen, z.B. im Umgang mit Lebensmitteln oder "provisorischem" Händewaschen nach dem Toilettengang. Normalerweise dauern Durchfälle, die von Kolibakterien verursacht werden, 3-5 Tage. Sie sind gelegentlich von Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Verursacher Nr. 2: Stress
Neben Kolibakterien können noch zahlreiche weitere Faktoren die unangenehme Überreaktion des Darms in Gang setzen. Stress ist einer davon. Beispielsweise schlagen einigen Menschen die Reisevorbereitungen auf den Magen, andere reagieren auf Klimawechsel, Zeitumstellung und ungewohntes Essen sehr empfindlich. - Gönnen Sie sich also in den ersten Tagen etwas mehr Ruhe, damit sich Ihr Körper besser auf das neue Umfeld einstellen kann!


Andere Auslöser
Außer Kolibakterien und Stress können manchmal auch andere Bakterien der Auslöser sein, beispielsweise Typhus oder andere Salmonellenarten, Staphylokokken oder Shigellen, die zuvor ebenfalls über hygienisch nicht einwandfreie Nahrung in den Körper gelangt sind.

Weitere zwar seltene aber doch typische Ursachen für eine Reisediarrhoe sind Darmparasiten, wie Amöben, eine Virusinfektion oder allergische Reaktionen auf Lebensmittel. Wobei es sich häufiger um eine "Empfindlichkeit" auf Gewürze, Lebensmittel etc. handelt, als um eine echte Allergie.

Auch die tropische Malaria kann die Symptome einer Magen-Darminfektion bewirken. Deshalb gilt: Falls Sie während oder nach einem Aufenthalt in einer Region, in der es Malaria gibt, Fieber und Durchfall bekommen, dann gehen Sie sofort zu einem Arzt! Lassen Sie dort die Ursache Ihrer Erkrankung abklären. Vor allem aber muss dringend durch einen speziellen Test eine Malaria ausgeschlossen werden.


Was tun?
Beim Durchfall verliert der Körper in kurzer Zeit größere Mengen an Flüssigkeit und Mineralstoffen. Im Extremfall kann dies zu Kreislaufkollaps und Nierenversagen führen. Es ist daher äußerst wichtig, sehr schnell und kontinuierlich die verlorene Flüssigkeit und die ausgeschiedenen Mineralstoffe zu ersetzen.

Besonders gut sind dafür sogenannte orale Rehydratationslösungen (ORS) geeignet, um mögliche ernstere Komplikationen zu vermeiden aber auch gegen Kraftlosigkeit, die oftmals durch einen Durchfall entstehen. Es gibt verschiedene fertige Präparate. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welches Mittel für Sie bzw. Ihre geplante Reise geeignet ist. Sollten Sie die Fertigpräparate der Reiseapotheke verbraucht haben, können Sie sich im Notfall eine entsprechende Lösung auch selbst herstellen:


Orale Rehydratationslösung (ORS)

Auf 1 Liter Trinkwasser:

  • 8 gestrichene Teelöffel Zucker,
  • 1 gestrichener Teelöffel Kochsalz,
  • 3/4 Teelöffel Backpulver (Natriumbikarbonat), wenn vorhanden zur Geschmacksverbesserung und zur Kaliumanreicherung können Sie Fruchtsäfte zufügen oder zusätzlich 1- 2 Bananen essen!

Die Trinkmenge sollte so bemessen sein, dass heller Urin ausgeschieden wird. Bei einem normalen Reisedurchfall entspricht das bei Erwachsenen etwa 2 Gläsern Rehydratationslösung pro flüssigem Stuhl. Bei Kindern je nach Gewicht dementsprechend weniger.


 Die Heilung unterstützen
Die normale wässrige Reisediarrhoe beruhigt sich meistens innerhalb von 3-5 Tagen von selbst, vorausgesetzt der Erkrankte nimmt ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte auf. Allerdings kann der Heilungsprozess durch spezielle Medikamente und Schonkost in vielen Fällen erfolgreich unterstützt werden. Viele schwören auf Kohletabletten, andere auf Tanninalbuminat oder auf Tabletten, die Lactobacillus oder Saccharomyces boulardii enthalten. Eine Diät, die immer hilft, gibt es nicht, dennoch ist es günstig, wenn man in den ersten Tagen eine Art Schonkost, die gut verdaulich ist, wählt. Auf Fleisch und fettreiche Nahrung, wie Pommes frites oder Speisen mit Röststoffen, sollte man ganz verzichten. Empfehlenswert ist kohlenhydratreiches Essen.

Tipp:
Kokosnusswasser (aus grünen Nüssen) ist eine ideale Rehydratationslösung! Sie ist keimfrei, enthält Salze und Zucker im richtigen Verhältnis und ist außerdem schmackhaft. Ein ideales Getränk im Akutfall ist auch die überschüssige, leicht salzige Flüssigkeit, die beim Kochen von Reis entstehen kann.

Vorsorge schützt
Beachten Sie die Grundregeln der Hygiene! Den hohen hygienischen Standard, den wir in Deutschland haben, kann man in anderen Ländern, vor allem in südlichen, nicht voraussetzen. Hinzu kommt, dass sich Bakterien in der Wärme schneller ausbreiten. Die wichtigste Vorsorge, die Sie selbst zur Vermeidung von Magen- und Darminfekten leisten können, ist eine konsequente Nahrungs- und Trinkwasserhygiene.

Nach wie vor gilt die alte internationale Grundregel "cook it, peel it or forget it!" also: kochen, schälen oder verzichten!

Schauen Sie genau hin wie es um die Sauberkeit des Pools in Ihrer Ferienanlage steht. Wird die Wasserqualität regelmäßig überprüft? Tummeln sich im Planschbecken Kinder mit überquellenden Windeln? Und wissen Sie, ob und in welchem Bereich des Strandes vielleicht ein Abwasserrohr mündet? Können Sie der Küche Ihres Hotels oder des Restaurants vertrauen? Arbeitet das Küchenpersonal hygienisch einwandfrei? Wurde bei den verwendeten Tiefkühlprodukten die Kühlkette während des Transports und der Lagerung eingehalten?  In manchen Regionen ist das Wasserleitungsnetz schadhaft, so dass Schmutz und Bakterien eindringen können. Zudem verschlechtert sich oftmals die Wasserqualität im Laufe der trockenen Jahreszeit durch die entstehende Wasserknappheit. Falls Sie Anhaltspunkte für Zweifel haben, dann meiden Sie den Pool und Strandabschnitt, essen Sie in einem anderen Lokal oder bereiten Sie sich Ihre Mahlzeiten selbst zu.

10 Regeln zur Vermeidung der Reisediarrhoe

  • Trinken Sie möglichst nur in Flaschen oder Dosen abgefülltes Mineralwasser oder industriell hergestellte Getränke.
  • Trinken Sie Wasser ansonsten nur, wenn es zuvor gekocht, (mit Chlor, Silber) desinfiziert oder gefiltert wurde.
  • Kein Problem sind in aller Regel: heißer Tee oder Kaffee und fabrikmäßig abgefüllte Getränke.
  • Verzichten Sie auf Eiswürfel, wenn Sie nicht sicher sind, dass das für die Herstellung benutzte Wasser und die Eisschale keimfrei waren.
  • Essen Sie nur Speisen, die gekocht oder durchgebraten sind und auch noch heiß serviert werden.
  • Essen Sie niemals aufgewärmte Speisen, z.B. Reste vom Vortag.
  • Vermeiden Sie rohe oder halbgare Meeresfrüchte (Muscheln, Krabben, Krebse, etc.)
  • Vermeiden Sie unbedingt alle Arten roher Speisen! Einzige Ausnahme: Obst und Gemüse, das Sie selbst geschält haben.
  • Trinken Sie nur pasteurisierte Milch oder kochen Sie die Milch vor dem Trinken ab.
  • Verzichten Sie auf Kostproben von Imbissständen oder Garküchen. Wenn die Versuchung zu stark ist, lassen Sie sich das Essen vor Ihren Augen zubereiten und achten Sie darauf, dass das Gericht keine ungekochten Beilagen enthält.

© Inhalte: TravelMED

.


Koffer weg - was nun?
Was mache ich, wenn der Koffer nicht ankommt?
Gehen Sie sofort zum Gepäckschalter, um den Verlust anzugeben. Sie müssen die Registrierungsnummer der Gepäckstücke angeben (bewahren Sie also den Aufkleber auf, den man Ihnen beim Einchecken auf den Pass oder auf die Bordkarte klebt) und ihre Koffer beschreiben. Wer den Koffer zu Hause mit dem Handy fotografiert, verfügt im Verlustfall über ein zweites Gedächnis. Wenn Sie Glück haben, dann kommt ihr Koffer noch am gleichen Tag an.

Was mache ich in der Zwischenzeit?
Bei den meisten Airlines gibt es "Overnight-Kits" mit den nötigsten Toilettenartikeln und Unterwäsche. Sie dürfen sich die nötigste Ausstattung auf Kosten des Reiseveranstalters oder der Fluggesellschaft anschaffen. Dabei müssen Sie den Schaden allerdings so gering wie möglich halten. Sie dürfen sich zum Beispiel einen einfachen Badeanzug kaufen, nicht aber mehrere oder teure Markenartikel.

Habe ich Anspruch auf Schadenersatz?
Ja. Aus Beweisgründen sollten Sie in jedem Fall den Gepäckverlust sofort schriftlich anzeigen, rät die Verbraucherzentrale NRW. Dies gilt auch, wenn Sie Gegenstände vermissen, die sich in einem Gepäckstück befunden haben und bei der Sicherheitskontrolle abhanden gekommen sind. Die mündliche Mitteilung gegenüber der Fluggesellschaft genügt ebenso wenig wie die schriftliche Empfangsbestätigung der örtlichen Reiseleitung. Oft verlangen die Veranstalter Quittungen der verlorenen Gegenstände als Beweis. Laut Verbraucherzentrale muss es aber reichen, wenn Zeugen den Inhalt des Koffers bestätigen. Die schriftliche Anzeige oder die gemeinsam mit dem Reiseleiter aufgesetzte Niederschrift muss an die Zentrale des Reiseveranstalters bzw. an die Fluggesellschaft weitergeleitet werden. Deren Haftung ist jedoch auf 1170 Euro begrenzt.

Was ist, wenn mein Gepäck beschädigt wird?
Auch dann haben Sie Anspruch auf Schadenersatz. Es gelten die gleichen Regeln wie beim Verlust des Gepäcks: Sie sollten in jedem Fall die Beschädigung des Gepäcks sofort, schriftlich und am besten per Einschreiben mit Rückschein, anzeigen und dabei genau beschreiben, welche Schäden verursacht worden sind. Auch hier ist der Schadenersatz auf 1170 Euro begrenzt. Und: Der Reiseveranstalter bzw. die Fluggesellschaft haben die Möglichkeit zu beweisen, dass der Schaden auf die Eigenart des Reisegepäcks oder einen bereits bestehenden Mangel zurückzuführen ist. Dann brauchen sie keinen Schadenersatz zu leisten.

Steht mir eine Minderung des Reisepreises zu?
Ja, wenn Sie dem Reiseveranstalter am Urlaubsort unverzüglich anzeigen, dass Ihr Gepäck verschwunden ist. Im Falle der Reisepreis-Minderung reicht es aus, dass der örtliche Reiseleiter ein "Zur Kenntnis genommen" auf die schriftliche Mängelanzeige setzt. Ist der Reiseleiter nicht zu erreichen, muss der Reiseveranstalter in Deutschland, am besten telefonisch und in Anwesenheit von Zeugen, informiert werden, rät die Verbraucherzentrale NRW. Nicht zuständig sind die Leistungsträger vor Ort, zum Beispiel die Hoteliers. Gästen steht eine Erstattung zu, die zwischen fünf und 30 % des Tagesreisepreises pro Tag ohne Gepäck liegt. Fehlt Ihr Gepäck während des ganzen Urlaubs, sind bis zu 50 % des Gesamtpreises zu erstatten.

Und wenn das Gepäck bei der Rückreise verloren geht?
Dann entfällt der Anspruch auf Minderung des Reisepreises. Sie haben aber immer Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Koffer gar nicht mehr auftaucht. Versucht der Veranstalter oder die Fluggesellschaft, einige Gegenstände (zum Beispiel Zerbrechliches) von der Haftung auszunehmen, so ist das laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht zulässig.

© Torsten Wellmann - Reisejournal


Abenteuer Reisen
Tipps und Berichte aus der Welt der Reisen - auf Deutsch, Englisch und Spanisch

Stockholm: Zu Gast im Knast

Wohne lieber ungewöhnlich - in Stockholm ist es ein Leichtes, sich eine Auszeit von Nullachtfünfzehn-Hotels zu nehmen. Im Gefängnis, auf einem Boot oder Baumhaus, sogar unter Wasser können Touristen ihre Nächte verbringen und dabei gut schlafen.

Stockholm - Die Zellentüren sind Originale, auch die langen Flure haben noch die Atmosphäre eines Gefängnisses. Die schlichten Zimmer allerdings sind längst nicht mehr kostenlos zu haben, und der Aufenthalt ist freiwillig: Hinter den früheren "schwedischen Gardinen" in Stockholm verbergen sich inzwischen ein Hotel und eine Jugendherberge. Der Ex-Knast, aber auch Schiffe und ein Baumhaus gehören zu den ebenso beliebten und ungewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten rund um die schwedische Hauptstadt.


Das Gefängnishotel

1975 zogen die letzten Häftlinge aus dem Gefängnis auf der Stadtteilinsel Langholmen im Westen Stockholms aus. Seit 1989 können Reisende "zu Gast im Knast" sein. Die früheren Zellen dienen im Sommer als Jugendherberge, zu anderen Jahreszeiten auch als Hotel - neben Touristen sind dann auch Geschäftsleute im Anzug in den ehemaligen Gefängnisfluren zu sehen. Schwedens Jugendherbergen, "Vandrarhems" genannt, haben einen sehr guten Standard, doch die Einrichtung im Ex-Knast ist karg: ein Etagenbett, ein Stuhl, ein Spiegel - das war's auch schon. Kein Schrank, kein Schnickschnack; eine eigene Dusche und Toilette haben nur manche Zimmer.

Fußketten als Schlüsselanhänger

Im dazugehörenden Restaurant dagegen ist von Gefängnisatmosphäre nichts zu spüren: Das Essen im "Wärdshus", der ehemaligen Wohnung des Aufsehers, ist exzellent - und auch das Frühstück, das es gegen einen Aufpreis gibt, ist üppig und lecker. Zu dem Komplex in grüner Umgebung gehören außerdem ein Pub und ein Gefängnismuseum. Dass die Knast-Vergangenheit längst Geschäft geworden ist, zeigt vor allem der Hotelshop: Als Souvenirs gibt es dort etwa schwarz-weiß gestreifte T-Shirts oder Schlüsselanhänger in Form von schweren Fußketten.

Wer in Stockholm zentraler, aber dennoch ungewöhnlich übernachten will, kann sich auf einem der Jugendherbergs- oder Hotelboote einmieten. Das "Red Boat Mälaren" etwa liegt direkt zwischen der Altstadt Gamla Stan und dem quirligen Stadtteil Södermalm mit seinen vielen Kneipen und Restaurants - dort, wo die Ostsee und der Mälarsee, ein Binnensee, zusammenkommen.

In den engen Kajüten der Jugendherberge stehen nur ein Stockbett und ein kleiner Tisch, Waschräume und Toiletten sind separat. Der versprochene Meerblick allerdings entpuppt sich als Fensterschlitz, durch den das Geschrei der Möwen und das sachte Schwappen der Wellen zu hören sind. Das sanfte Schaukeln des Bootes merkt man jedoch kaum.

Im Baum oder unter Wasser

Populär ist auch die schwimmende Jugendherberge "af Chapman". Das alte Segelschiff, das derzeit renoviert wird, liegt ebenfalls zentral vor dem Stadtteil Skeppsholmen. Luxuriöser geht es auf dem Hotelschiff "Mälardrottningen" zu, einer 1924 gebauten Yacht.

Noch ungewöhnlicher sind zwei Unterkünfte in Västerås, die rund 100 Kilometer westlich von Stockholm zu finden sind. Im "Hotel Woodpecker" können Besucher in einem etwa 13 Meter hohen Baumhaus übernachten, und im Hotel "Utter Inn", das im Mälarsee liegt, sollen sie sich wie in einer Art Unterwasseraquarium fühlen. Vom Bett aus können sie durch die Fenster die vorbeischwimmenden Fische beobachten - ein ganz anderes Gefühl als in manchen Hotels in Stockholm, die für sparsame Touristen sogar völlig fensterlose Zimmer anbieten.

Von Julia Ranniko, gms - Spiegel Online - 2007

.


Mit dem Rad durch Bangkok: Grüne Seite eines Molochs

Stinkend, laut und riesig - das ist Bangkok. Nichts für Fahrradfahrer. Eigentlich. Doch ein Holländer hat sich mit seinem Rad in die Tiefen der Millionenstadt gewagt - und eine grüne Idylle abseits allen Verkehrs entdeckt.

Was macht ein Holländer, der in Bangkok lebt und einige Monate lang nichts zu tun hat? Er kauft sich ein Fahrrad und fährt ziellos durch die Gegend. So tat es der heute 46-jährige Andre Breuer, als sein Arbeitsvertrag bei einem Textilunternehmen ausgelaufen war. Was Anfang nur als Hobby gedacht war, entwickelte sich schnell zur Geschäftsidee. Denn als Andre Breuer einige Routen entdeckt hatte, die ihm besonders gut gefielen, startete er ein Tourismus-Unternehmen, das geführte Fahrradtouren durch Bangkok anbietet.

So gut wie jeder", sagt Breuer, "hat das gleiche Bild von Bangkok - eine riesige Stadt, die mehr als 1600 Quadratkilometer groß ist, in der es Hochhäuser gibt, Tempel und viel viel Verkehr: Staus, Tuktuks, Zigtausende von Motorrädern und Taxis, stinkende alte Busse und Trucks. Nicht unbedingt eine Vorstellung, die dazu einlädt, Fahrrad zu fahren." Doch seitdem Breuer die Stadt fünf Monate lang mit dem Drahtesel erkundet hat, ist er sich sicher: "Fahrradfahren in Bangkok ist eine der besten Sachen, die man machen kann, man muss nur wissen, wohin man fährt."

"The Colors of Bangkok", die Farben Bangkoks, so nennt sich eine der Touren, die Breuers Agentur "Recreational Bangkok Biking" im Programm hat. Zweimal täglich begibt sich eine Gruppe, die grundsätzlich nicht mehr als acht Teilnehmende umfasst, die knapp 30 Kilometer lange Rundtour - die praktischerweise direkt bei Breuers Büro beginnt. Nach etwa 20 Minuten - auf recht verkehrsarmen Straßen, werden die Gässchen enger und enger. Die Gruppe ist im Yannawa District angekommen, einem Armenviertel im Süden Bangkoks. "Wenn Sie in Afrika oder in Südamerika einen Slum besuchen, kann das für Sie sehr gefährlich sein, aber hier in Bangkok, in Thailand, geht das in Ordnung. Die meisten Thais sind Buddhisten, sie mögen es nicht zu streiten", erläutert der 31-jährige Nanthaphong Photchanaphimon, genannt Nicky, der regelmäßige solche Fahrradtouren begleitet.

Schüler im Mittagsschlaf

Und in der Tat, die Radfahrer werden freundlich begrüßt, vor allem von den Kindern, die winken oder die ihre Hand herausstrecken, wenn die sieben Radfahrer vorbeikommen. Die einfachen Holzhäuser sind offen einsehbar, der Blick schweift fast automatisch in die Küchen und Wohnzimmer. Doch die Anwohner sind das gewöhnt, schließlich kommen hier schon seit längerem zweimal am Tag weißhäutige Radfahrer vorbei.

"Ausländer aus dem Westen nennen wir hier in Thailand Farangs", erklärt Nicky, "das Wort kommt ursprünglich vom Wort 'français', Franzosen, aber das konnten wir nicht so richtig aussprechen", erklärt Nicky - und stoppt nach wenigen Minuten an einer Schule, die von Bangkok Biking seit mehr als zwei Jahren finanziell unterstützt wird. Das Klassenzimmer ist von der Straße aus einsehbar: Rund 30 Kinder befinden sich darin, sie liegen dicht an dicht auf dem Fußboden und halten gerade ihr Mittagsschläfchen.

Da wollen die Radfahrer nicht stören - und klettern stattdessen kurz darauf in ein kleines Holzboot, das sie über den Chao Phraya-Fluss in den Phra Padaeng District bringt - wo sich die Umgebung nach kurzer Zeit ändert. Kleine, maximal einen Meter breite Betonwege, die von Wassergräben gesäumt sind, führen durch eine grüne, fast dschungelartig anmutende Landschaft. Fahrradfahren in Bangkok - es ist doch gefährlich! "Ihr müsst aufpassen, es gibt hier scharfe 90-Grad-Kurven - wer da gerade aus fährt, landet direkt im Wasser", warnt Nicky. Die Radfahrer aus England, Holland und Deutschland nehmen es sich zu Herzen - und überstehen die nächsten Stunden heil.

"Die meisten Einheimischen wissen gar nicht, dass dieses Idyll hier existiert. Auch ich selbst bin nie hierher gekommen - bevor ich damit angefangen hatte, für Andre zu arbeiten. Ich hatte das Gebiet zwar schon einige Male von Hochhäusern aus gesehen, ich dachte mir immer, das sieht so grün aus, was ist das nur - aber kennen gelernt habe ich es erst, als ich meinen Job angefangen hatte", sagt Nicky.

Bananenstauden und Palmen, Mango- und Papayabäume spenden den Radfahrern wohltuenden Schatten - und doch sind es von hier aus nur fünf Kilometer bis zur Silom-Straße, einer der Hauptschlagadern des Molochs Bangkok. Moloch? Davon ist hier wenig zu spüren. Es ist ruhig, nur die Vögel zwitschern und ein paar Pfadfindergruppen sind unterwegs. Einen kleinen Pavillon am Rande eines Sees haben die sieben Radfahrer ganz für sich alleine. Nicky hat Fischfutter gekauft - doch das lockt nicht nur Fische an, sondern auch einen Hund mit weißer Schnauze und schwarzen Ohren, "Der kommt jedes Mal, wenn unsere Gruppe hier ist. Er weiß, wenn wir die Fische füttern, hat er leichte Beute", versichert Nicky.

Nachdem sich der Vierbeiner nach langem Zögern einen Fisch geschnappt hat, der ihn fast in den Mund geschwommen ist, werden auch die sieben Radfahrer allmählich hungrig. In einem kleinen Straßenrestaurant in der Nähe eines kleinen buddhistischen Tempels gibt es Shrimps mit Gemüse und Sojasprossen. Kein austauschbares Touristenmenü, sonderntypisch thailändisch.

"Bei 'Colors of Bangkok' wollen wir die verborgenen Schönheiten der Stadt zeigen. Ich bin überzeugt davon, dass diese Fahrradtour, das Bild, das die Besucher von Bangkok haben, für immer verändert", sagt Andre Breuer, dem es nichts ausmacht, dass etliche Thais ihr für verrückt halten. Denn er gibt Summen für seine Fahrräder aus, für die sich die Einheimischen allenfalls Motorräder anschaffen. "Mir gefällt das Fahrradfahren in Bangkok inzwischen viel besser als in Holland", sagt Breuer, der viele Jahre in der Textilindustrie gearbeitet hat, "denn in Holland regnet es ständig und man hat Wind - und es kommt mir so vor, als ob es meistens Gegenwind ist."

Mit Wind haben die Fahrradfahrer in Bangkok keine Probleme, stattdessen jedoch zuweilen mit der Sonne. "Viele Leute machen die Tour am Vormittag, weil sie denken, dass es dann kühler ist, aber sie vergessen, dass es von Stunde zu Stunde wärmer wird. Wer die Nachmittagstour bucht, der hat die Situation, dass es anfangs zwar meist heiß ist, aber dann von Stunde zu Stunde angenehmer wird." Ein Vorteil der Tour ist ohnehin, dass die Pedalritter etwa die Hälfte der Zeit unter Schatten spendenden Bäumen entlangfahren. "Unser ältester Teilnehmer war 78 Jahre alt, und auch er hat die Tour ohne Probleme geschafft", sagt Andre Breuer.

Mit dem Rad ins Longtail-Boot

Eine Fahrt durch Bangkok, das wäre unvollständig, wenn nicht auch an etlichen Tempeln angehalten würde. "Im Grunde genommen haben wir hier in Bangkok an fast jeder Ecke einen Tempel, fast so, wie wir auch überall einen Seven Eleven-Supermarkt haben", meint Nicky, bevor der am Wat Worawihan anhält. Dieser Tempel, so versichert er, hat eine Besonderheit. Er ist nicht, wie die üblichen Pagoden, rund und glockenförmig, sondern verfügt über lange gestaffelte Dächer, wie die Pagoden in Burma, erläutert Nicky - bevor er sich mit seiner Gruppe auf den Rückweg macht.

Noch einmal werden die Fahrräder in ein Longtail-Boot gehievt. Auf dem Fluss- und Kanalsystem Bangkok sind diese Boote ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel. Der letzte Stopp: Ein Trainingszentrum für Thai-Boxer, eine Schule, die von der Polizei betrieben wird, in der aber auch Schulkinder trainieren können. "Viele Jungs, insbesondere aus den armen Familien, träumen davon, Profiboxer zu werden, aber die Konkurrenz ist sehr hart, man muss er Beste der Besten sein, um sich durchzusetzen", erläutert Nicky - bevor er sich ein letztes Mal für heute in den Sattel schwingt.

Von Rainer Heubeck - Spiegel Online 2007

Die geführten Fahrradtouren durch Bangkok (mit englischsprachigen Guide) werden angeboten von
Recreational Bangkok Biking Ltd.
Baan Sri Kung 350/127, Soi 71, Rama 3 Road,
Bangkok
Telefon Tel: +66(0)22853867 oder +66(0)11705906
Fax: +66(0)22853431
Internet: www.bangkokbiking.com
E-Mail:
info@bangkokbiking.com

Hotels in Bangkok gibt es beim Liontravel-Partner Expedia schon ab 12 Euro pro Zimmer/Nacht!
Jetzt beim liontravel.net-Partner Expedia.de suchen und buchen!

Buchen Sie Ihren Flug günstig und bequem über den Partner Travelchannel!

.


Trabi-Safari durch Berlin und Dresden

Von Michael Winckler, Hannoversche Allegemeine Zeitung

Eine knallrote Trabi-Stretchlimousine steuert am Morgen auf den Gendarmenmarkt in Berlin zu. Ihr folgen zwei original Trabant in Gelb und Grün. Sofort strömen staunende Passanten herbei, um die skurrilen Vehikel aus der DDR näher zu betrachten. Besondere Aufmerksamkeit erfährt die überlange Cabrio-Limousine. „Das glaub’ ich nicht“, sagt ein Tourist laut lachend. „Was für eine originelle Idee.“

Mit den Pappkameraden gehen die Fahrgäste auf Trabi-Safari durch Berlin und Dresden. Dabei kann sich die Kundschaft selbst hinters Steuer klemmen. Nach einer kurzen Einweisung in die Geheimnisse der Viergang-Revolverschaltung setzt sich die kleine Karawane röhrend in Bewegung. „Der fährt einwandfrei“, sagt Wolfgang Plischke aus Karlsruhe nach einer Proberunde, „das kann man heute nicht von jedem Fahrzeug behaupten.“

Angeführt wird der kunterbunte Konvoi von der Stretchlimousine, die Besitzer Rico Heinzig steuert. Neben ihm sitzt ein Stadtführer, der die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt fachkundig über Funk erläutert. Die anderen Trabi-Piloten lauschen seinen Ausführungen. Die Fahrt führt mit 27 Pferdestärken pro Wagen durch Berlins historische Mitte, durch das Regierungsviertel und vorbei an dem längsten erhaltenen Stück Mauer, die Künstler zur East-Side-Gallery verwandelt haben. Nach einer kurzen Pause geht es weiter über die Oberbaumbrücke nach Kreuzberg, zum Potsdamer Platz und zurück zum Gendarmenmarkt.

Auf dieser „Wild-East-Tour“ schlägt der Trabi-Kolonne große Sympathie entgegen. Die Menschen lachen, jubeln, winken und sind mitunter außer sich vor Begeisterung angesichts dieses ungewöhnlichen Anblicks. Vor zweieinhalb Jahren hat Rico Heinzig die Trabi-Safari in seiner Heimatstadt Dresden ins Leben gerufen. „Dann häuften sich die Anfragen aus Berlin“, sagt der 27-Jährige. Seit einem Jahr organisiert er die witzige Sightseeingtour auch in der Hauptstadt. (ddp)

Die Stadtrundfahrten werden täglich von 10 bis 16 Uhr zum Preis ab 20 €uro pro Person angeboten. Reservierungen unter Telefon (030) 27 59 22 73

Mehr Infos im Internet unter www.trabi-safari.de


Per Velo über den Vulkan
Ein Vulkanradweg in Hessen

In der hessischen Region 60 Kilometer nordöstlich von Frankfurt, liegt der älteste Vulkan Deutschlands. Aber er ist nicht so auffällig wie der Ätna oder der Vesuv. Es gibt keinen Berg, aus dem die Lava vor Millionen Jahren heraus schoss, sondern nur kleine Hügel und weite Ebenen. Die Region Vogelsberg besteht aus mehreren Vulkanen. In keiner anderen Region Mitteleuropas sind so gewaltige Lavamassen hochgedrungen wie hier. Die Lava ergoss sich aus Erdspalten über eine Fläche von 2500 Quadratkilometern. Das sind zehn Prozent von ganz Hessen.


Der Vulkanradweg führt am Ufer der
Nidder entlang. Von hier haben Radler
einen direkten Blick auf die Burg
und das Städtchen Lißberg.
Fotos: N. Loerke

Zwar ist der Vulkan erloschen, doch dreht sich alles nur um ihn: Es gibt Vulkan-Wanderrouten, Vulkan-Reitwege, einen Vulkan-Express und seit 2002 den Vulkanradweg. Auf der ehemaligen Trasse der "Oberwaldbahn" von Altenberg bis nach Schlitz verläuft die 93 Kilometer lange asphaltierte Strecke. Es geht durch Wälder, über Ebenen und vorbei an Wiesen und Feldern. Einfach durchs Grüne. Keine Autos weit und breit und eine maximale Steigung von drei Prozent. Wer trotzdem nicht strampeln möchte, lässt sich vom Vulkan-Express, einem Bus mit Radanhänger, an die verschiedenen Orte bringen.

Der Vulkanradweg führt durch die Landschaft des Naturparks Hoher Vogelsberg. Als Leiter des Parks liegt Rolf Heuchert-Frischmuth natürlich zunächst am Schutz und Erhalt der Natur. Gegen den Tourismus ist er jedoch deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil: Er will Urlauber in die Region holen. "Im Tourismus liegt unsere Zukunft." Seine jüngste Anschaffung ist eine kleine Attraktion: zwei so genannte "Vulkan-Velos". Sieben Radler sitzen im Kreis auf dem Gefährt, alle strampeln, einer lenkt und bremst. Und das nach Wunsch auch unter Aufsicht: "Da nicht alle Wege für das breite Konferenz-Rad freigegeben sind, sollen Mitarbeiter des Naturparks die Gäste begleiten, durch die Natur führen, verschiedene Sehenswürdigkeiten zeigen und erklären", erzählt Heuchert-Frischmuth.

Ob auf dem Vulkan-Velo oder einem ganz gewöhnlichen Rad - wer den Vulkanradweg entlang fährt, wird immer wieder neue Entdeckungen machen. In Herbstein sorgt der "Kleine Schlachter" ("Little Butcher") für Stimmung. Der Biercocktail, verziert mit Mini-Würstchen, ist eine Erfindung von Margarete Brähler. Die mehrfache Gewinnerin der Landesmeisterschaft im Cocktailmixen und Barkeeperin des Jahres 2006 ist seit 22 Jahren im Geschäft und betreibt in Herbstein die kleine Cocktailbar "Zur Scheuer". "Die Leute kommen her und fragen als erstes, ob ich wieder einen neuen Cocktail erfunden habe", erzählt Brähler stolz.

Nur hundert Meter weiter liegt "Hessens höchste Heilquelle", das Thermal- und Bewegungsbad Vulkantherme. Seit 1976 wird dort aus über 1000 Metern Tiefe 32 Grad heißes Heilwasser gefördert, das sich auch zum Trinken eignet. Der Vogelsberg ist einer der größten natürlichen Wasserspeicher und versorgt heute weite Teile Hessens mit seinem reinen Grundwasser.

Ein paar Kilometer über den Vulkanradweg, und die Radler erreichen Hartmannshain, den höchsten Punkt der Strecke. Von dort heißt es dann: Einfach rollen lassen. Und zwar bis Gedern, durch den Park des Gederner Schlosses. Tipp: Anhalten, absteigen und dem Kulturhistorischen Museum einen Besuch abstatten. Wie eine kleine Bahnhofshalle sieht es im ersten Raum aus. Alte Arbeiterstiefel aus dem letzten Jahrhundert stehen neben abgewetzten Lederkoffern. Ein Film erzählt von der ehemaligen Vogelsberg-Eisenbahn. Die beiden anderen Themen des kleinen Museums sind Sagen aus der Region und Burgen und Schlösser.

Gerdern ist nicht die letzte Station. Es geht weiter. Natürlich über den Vulkanradweg. Nächster Halt: Merkenfritz in der Gemeinde Hirzenhain. Ein Schild weist den Weg zum Wirtshaus "Fuchsbau". Inhaberin Luzia Schneider bietet ihren Gästen eine etwas andere Speisekarte. Fast alle Gerichte haben eine Zutat gemein: Äpfel. Schon mal einen "Eselsfurz" probiert? Das ist ein in Bierteig gebackener Camembert mit Preiselbeeren, Apfel-Rotkohl-Salat, Landbrot und Butter.

Der Vulkanradweg führt hier weiter am Wasser entlang. Die Nidder glitzert in der Sonne. Am anderen Ufer erhebt sich die Burg von Lißberg. Daneben steht das bekannte Musikinstrumenten-Museum mit seltenen Instrumenten aus den letzten 400 Jahren.

Lißberg gehört zur Stadt Ortenberg, die aussieht, als sei sie eben dem Mittelalter entsprungen. Enge und steile Gassen lassen den Besucher zweifeln, dass hier ein Auto durchkommt. Bunte Fachwerkhäuser reihen sich aneinander, hier und da sitzen die Bewohner auf Liegestühlen oder auf den Treppen vor ihren Häuschen in der Sonne.
 Der kleine Ort hat eine Besonderheit: die Laternen. Schauspieler Hans Schwab führt seine Gäste auf einer "nächtlichen Laternenwanderung" durch den historischen Stadtkern. Von einer Laterne zur nächsten. Rund 50 Laternen sind bisher von innen mit Scherenschnitten des Künstlers Albert Völkl versehen. "Jede einzelne Laterne erzählt eine Geschichte oder Sage aus Ortenberg", erklärt Schwab. "Ab Juni werden auch die restlichen Laternen mit Scherenschnitten gefüllt sein. Dann gibt es insgesamt 73 Motive auf den Laternen zu entdecken."

Zu entdecken gibt es einiges in der Region - auch ohne aktiven Vulkan. Der hat sich schon lange zur Ruhe gelegt. Die Region ringsherum aber erwacht gerade zu neuem Leben.
Nathalie Loerke

Informationen:

  • Lage: Die Region Vogelsberg liegt in Hessen 60 km nordöstlich von Frankfurt.
  • Anreise: Bahn: Bis Lauterbach oder Alsfeld. Von dort holt jeder Betrieb die Urlauber auf Wunsch ab. Auto: A45. An der Ausfahrt Wölfersheim auf die B455 Richtung Schotten.
  • Kontakt: Region Vogelsberg Touristik  Tel: 06044/96 48 48, www.vogelsberg-touristik.de; Naturpark Hoher Vogelsberg  Tel: 06044/26 31, www.natpa.de; Vulkantherme  Tel: 06643/16 66, www.vulkantherme.de; Kulturhistorisches Museum Gedern  Tel: 06045/95 32 61, www.gedern.de;
    Laternenführung in Ortenberg/Musikinstrumentenmuseum Lißberg  06046/80 000, 
    www.ortenberg.de

© Reisejournal

.


Für alle, die es nicht wussten:
Hannover ist die schönste Stadt der Welt

Informationen über ein beeindruckendes Buch über eine unterschätze deutsche Stadt, die unbedingt besucht werden sollte.

Wenn Hannover96-Fans mit der Zeile "Hannover ist die schönste Stadt der Welt" in der AWD-Arena ihre Stadt besingen, dann kann einem schon mal eine gerührte Gänsehaut den Rücken hinunter laufen. Gleiches geschieht beim neuen Fotobuch des Fotografen Karl Johaentges, welches unter selbigem Slogan seit kurzen auf den Tresen der Buchhandlungen liegt. Zusammen mit Autor Udo Iwannek hat sich Johaentges auf den Weg gemacht, die schönsten Seiten der Landeshauptstadt in Bild und Text sichtbar zu machen.
© Kajo Verlag

Umgeschaut haben sich die beiden nicht nur an den bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern vor allem an den Stellen und Orten, die ganz besonders lebens- und liebenswert sind. Dazu gehören die traditionsreichen Ecken und Familienbetriebe genauso wie die in den letzten Jahren entstandenen Wohnviertel und Lebensräume. Hinzu kommen Kapitel, die einen in EXPO-Erinnerungen schwelgen lassen und Portraits bekannter und weniger Hannover-Persönlichkeiten, der Lebensumfeld zu kennen sich lohnt. Ferner gewähren die Autoren Einblicke in Räume, die einem sonst verschlossen bleiben wie den Entstehungsstätten der Leibnizkekse, den polizeilichen Pferdeställen am Welfenplatz und den architektonischen Oasen in Innenansicht im Ahrbergviertel. Erklärende Bildunterschriften und ein umfangreicher Einleitungstext wissen selbst eingefleischten Hannoveranern Neues zu berichten. Neugierige Hinzugezogene erhalten eine intime Sicht zum Auftakt ihres neuen Lebensabschnitts.

Mit dem Buch „Hannover ist die schönste Stadt der Welt“ wollen die Macher allen Hannover-Schlechtrednern den Wind aus den Segeln nehmen und setzen einen prägnanten Gegenpol zu den üblen Nachreden derer, die die Stadt nur vom Hauptbahnhof bis zum Kröpcke erkundet haben. Eine Hommage, eine Liebesklärung an eben die schönste Stadt der Welt!


Das Neue Rathaus in Hannover
© liontravel.net


Die Autoren:
Karl Johaentges, seit 1976 in Hannover lebend, erlernte zunächst den Beruf des Architekten, um sich dann zügig der Profession des Fotografen zu widmen. Bis heute sind 25 Bildbände entstanden und zahlreiche Fotostrecken in Magazinen wie dem Stern, Geo, Spiegel und Merian.
Udo Iwannek, in Hannover geboren, studierte an der Uni Hannover, arbeitete als freier Journalist für Tageszeitungen wie die HAZ und die FAZ. Seit 2001 ist er Pressesprecher der üstra. „Hannover ist die schönste Stadt der Welt“ ist seine zweite Arbeit mit Karl Johaentges, mit dem er bereits 1989 den Fotoband „Unter den Dächern Hannovers“ veröffentlichte.
Der Grafiker des Buches, Michael Narten, ist ebenfalls ein echter Hannoveraner, lebt und arbeitet in der List. Sein Interesse an guter Typographie und künstlerischer Grafik ist der Gestaltung des Hannover-Buches zugute gekommen.

Autor/in: Karl Johaentges (Foto), Udo Iwannek (Text), Michael Narten (Grafik) Verlag: KaJo Verlag Umfang: 204 Seiten, 450 Farbfotos, gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-925544-29-3 Preis: 36 Euro


They enjoy being a 'Girl'

By Jayne Clark, USA TODAY - adapted by liontravel.net

She's a winged geisha, a tea-party animal, a pretty young thing in a form-fitting sarong. She's also an anachronism of sorts, harkening back to an era when being a stewardess wasn't just a job, it was a lifestyle. In an age of flight attendants, she's delighted to be a stewardess. After three decades of pushing a drink cart, she's still a girl. And not just any girl, either. She's a Singapore Girl, the face of Singapore Airlines and among the most successful corporate images anywhere.

Over a two-day period recently, 450 young hopefuls stream into Singapore Airlines' sprawling training center near the city's Changi Airport in response to a want ad in the local paper. First stop: the scale for a height and weight check. (Although there are no specified weight limits, figures that aren't flattered by the sarong kebaya uniform won't be hired.) Afterward, they sit demurely on pink-upholstered sofas, waiting in the giddy anticipation one would expect at a Hollywood casting call. New hires will make $17,000 to $20,400 a year and get a chance see the world. But only about 10% will make the cut. After all, not everyone is icon material.

In a time when major U.S. carriers are bleeding red ink, her employer has never in its 30-year history failed to turn an annual profit. In an age when the safety roles of cabin crews trump service, the Singapore Girl remains happy to serve. And judging from numerous preference polls that consistently rank the airline tops among international carriers, American travelers love her.

The latest accolade came Sunday, when Condé Nast Traveler inducted Singapore Airlines into its Readers' Choice Awards Hall of Fame. It cited in-flight service standards that have "transformed long-haul flying and forced European and North American competitors to follow suit." For 14 out of 15 years, the airline has won the magazine's annual readers' poll for best international carrier. Travel + Leisure readers have named it top foreign airline in all seven of that magazine's World's Best Awards. And more than half the voters in a Forbes.com poll named its first-class section the best aloft.

She's a global icon. The sight of a uniformed Singapore Girl smoking a cigarette sparked letters to the editor of Singapore's largest newspaper, evidence that Singaporeans take their icons seriously.Other testaments to Singapore Girl icon-hood:

• A wax image of the sarong kebaya-clad girl was installed in Madame Tussaud's London museum in 1993.
• Mattel makes a Singapore Girl Barbie doll ($22 from the airline's in-flight catalog).
•Her Pierre Balmain-designed sarong kebaya is among the items entombed in a millennium time capsule at the Singapore History Museum.

However, some aspects of Singapore Girl-dom raise doubts about whether Western sensibilities could ever fit that snug Pierre Balmain-designed sarong kebaya that is her signature garb. Because it's assumed she'll fly for five or 10 years and then settle down, she works under renewable five-year contracts (a maximum of five). Her male counterparts are considered more career-minded and don't work under the contract system. Though the cabin crew is 60% female, only a handful hold top-ranked in-flight supervisor positions.

She must adhere to strict rules regarding hair and makeup. The overweight and acne-prone need not apply. And if bulges should mar the smooth drape of her two-piece sarong, she'll be grounded until she loses them.

'The reality is,' it's a job

The emphasis on uniform appearance and unfailing service may be an Asian concept that wouldn't fly on U.S. carriers, which even before Sept. 11 emphasized the primary role of cabin crews as ensuring passengers' safety.

Major U.S. carriers impose "common sense" appearance standards on their flight attendants, says Candace Kolander, air safety and health coordinator for the Association of Flight Attendants. Indeed, the "Fly Me" days of the comely young stewardess ended decades ago.

"(The airlines) used to promote the lifestyle a certain way," Kolander says. "But the reality is, it's a hard job that deserves respect from passengers. And when you use the job as a marketing tool, that's not the way to get customers' respect."

The industry's first "skygirls" were registered nurses, enlisted to make passengers feel more secure. The stewardess-as-glamour-girl got on board in the 1950s, shaped in no small way by U.S. carriers.

Rene Foss, a flight attendant and author of the part-spoof, part-memoir Around the World in a Bad Mood, recalls how her mother, a stewardess in the 1950s, was subjected to pre-flight "girdle checks" and regular weigh-ins. By the time Foss got her wings in 1985, airline deregulation had created more egalitarian skies, stripping most remnants of glamour from the cabin — for better and worse.

"They probably had a lot more fun back then," she concedes. "It was a lifestyle. It was a fun thing they did for a few glamorous years. Nowadays, it's a job and a career." And for all the kudos they give the Singapore Girls, American travelers accept that, Foss believes. "The job is no longer about what you look like. Our first responsibility is safety, and the second is comfort and service."

Part of what drives Singapore Airlines' high standards is the fact that passengers on international flights expect better service, and 100% of the airline's flights (even the 30-minute hop from Singapore to Kuala Lumpur) are international. Indeed, the airline pioneered many amenities that are now standard on long-haul flights, including meal choices, free alcoholic drinks and headphones in coach class. But beyond the amenities, service is a big part of what the airline is selling, crew performance manager Giam Ming Toh says. And "the Asian element is a big part of that. There are just some traits associated with Asian service."

And does all this emphasis on service mean higher ticket prices? Sometimes. An Internet fare on Singapore Airlines round trip from New York to Frankfurt in December, for instance, was $453, or $76 more than on United Airlines. But like other carriers, Singapore Airlines structures its fares based on demand to remain fairly competitive in a cutthroat industry.

Stand straight and smile

From flights to wine, it all adds up Singapore Airlines by the numbers:

Rank among world's airlines in terms of passenger traffic: 25th, behind KLM and just ahead of Alaska Airlines
Number of cities served: 63 in 35 countries
Number of U.S. destinations: 6 (New York, Newark, Los Angeles, San Francisco, Chicago and Las Vegas)
Round-trip first-class fare between New York and Singapore: $9,009
Cost of each SkySuite, the deluxe flying beds in first class: $127,000
Average cost of economy-class meal: US$17
Number of bottles of wine consumed a month in first class: 20,000
Basic training for a Singapore Girl lasts four months — among the longest of any airline in the industry. (By comparison, training for flight attendants on U.S. carriers ranges from two weeks for commuter airlines to eight weeks.) Three weeks are devoted to safety instruction. But the bulk of training goes to molding fresh recruits into service-minded stewardesses, who are not only Singaporean but are also from other parts of Asia.

In a mock-up of a Boeing 747, instructor Simon Cheong faces a batch of 20 fresh-faced, perfectly coiffed, sarong kebaya-clad trainees. They're serving each other a coach-class lunch of grilled chicken with red wine sauce or braised fish with hot bean sauce. Here, as in flight, trays are hand-delivered and never off-loaded from a cart. In coach, they'll be offering a choice of German or French wine before and during the meal, careful to keep the label facing the passenger. (First-class fare includes endless Dom Perignon and caviar, though a novice Singapore Girl won't get a crack at serving there until her fifth year of service.)

In between, there are safety drills. One day they're sliding out of a Boeing 747 mock-up after a simulated crash. The next they're hurling themselves from a ditched Airbus 340 into an indoor wave pool. The water darkens their sarongs. Their hair is a mess. But their smiles are intact.

Like each individual flight, graduation ceremonies are an exercise in teamwork. On their final day, the 19 girls of Batch 729, as the groups are called, stage a show for the occasion, as proud parents and boyfriends look on. Afterward, they convene for a celebration with fried chicken and cake.The party may be in their honor, but as usual, the Singapore Girls are serving.

Mehr Infos dazu unter www.singaporeair.com.


Enjoy Inflight Menus

Eine Auswahl von airlinequality.com (skytrax ©)

Eine Auswahl an Essensmenüs diverser Airlines

Air Tahiti NUI (Economy) - Lufthansa (Business) - Qantas (Economy) -
Highlights:
Cathay Pacific (First) and Emirates (First - the world's best First Class according to Skytrax and other organizations)

.

Air Tahiti NUI

LOS ANGELES to PAPEETE

Economy Class

DINNER


Fresh seasonal salad


Beef Stroganoff, penne pasta and 

sauteed broccoli and carrot
or
Fillet of turbot with olive sauce, basmati rice and 

sauteed broccoli and carrot


Cheese


Chocolate cake

BREAKFAST


Fresh fruit salad


Scrambled egg, potatoes o'Brien 

and grilled ham
or
French toast pineapple, maple syrup and 

grilled sausage


Fresh bread roll, croissant, butter, jam, 


Tea, coffee, chocolate and fruit juice

.

.

Business Class

  Frankfurt to Singapore

DINNER 


HORS D'OEUVRE
Orkney Salmon marinated with Teriyaki served with 

Sweet and Sour Ginger and Chinese Cabbage Salad
Tea-smoked Breast of Duck with Black Bean Potato Salad


SALAD
Frisée and Radicchio Salad with Carrot Julienne presented 

with Basil Olive Oil Dressing


ENTREES
Lamb Fillet Crépinette enhanced by Mint Sauce and 

offered with Vegetables and Potato Medley

or
Poached Fillet of Lemon Sole with a Curry Cream Sauce, with Mushrooms, Carrots, Bean Kernels and Pine Nuts

or
Chinese-style Chicken Chili in a Black Bean Sauce complemented 

by Cashews and Vegetable Fried Noodles


CHEESE AND DESSERT
Hard Cheese, Cambozola and Bell Pepper Cheese
Fresh Fruit Salad
Compote of Wild Berries with Cayenne Pineapple


COLD AND FAST
if you prefer more time to work or rest, we recommend our chilled selection.

You may create this meal, presented all at once, from the appetizers, salad, cheeses or desserts listed on the menu

 

 

BREAKFAST


Fresh Fruit Salad


Cold Plate featuring Turkey Pastrami, Bonbel Cheese and 

Cheese Spread served with Dried Pear


Rolls and Croissant with Butter and Preserves


Champignon Omelette
or
Quiche with Vegetables


LAST MINUTE BREAKFAST
Coffee or Tea
Orange Juice
Croissants

 


Singapore to Jakarta

SNACK
A selection of chilled specialties featuring Roast Tenderloin of Beef, Sesame Snow Fish, Cucumber Maki, Green Asparagus 

and Garden Greens with Dressing


Roll and Butter


Marble Cheesecake enhanced by Raspberry Sauce

.

QANTAS - Economy Class

Sydney to Bangkok


DINNER

Tomato and Tabouli Salad


Chicken Chasseur and Potato Wedges
or
Beef with Black Bean Sauce and Jasmine Rice


Orange Crunch Cake
Cheese and Crackers


Coffee or Tea


REFRESHMENT


Fruit Juice


Spinach Ravioli filled with Ricotta


Wattleseed Cookies


Coffee or Tea


Bangkok to London


SUPPER

Green Papaya, Shrimp and Pine Nut Salad


Chicken Paneang with Yellow Noodles
or
Pork Loin with Barbecue Sauce and Steamed Rice


Coconut and Mango Pudding


Coffee or Tea



BREAKFAST



Orange Juice
Tropical Fruit
Yoghurt


Zucchini, Asparagus and Mushroom Frittata
or
Pork Sausage and Grilled Bacon with Potato Wedges


Coffee or Tea


Rome to Bangkok


SUPPER

Fennel and Tomato Salad


Braised Beef in Red Wine with Olives, Tomato and Polenta
or
Penne Arabbiata and Tortellini with Spinach and Ricotta


Baked Italian Cheesecake


Coffee or Tea


BREAKFAST


Orange Juice
Fruit Salad


Grilled Bacon and Sausages with Mushrooms and Potatoes
or
Frittata with Roast Cherry Tomatoes


Coffee or Tea


Bangkok to Melbourne


DINNER

Glass Noodle Salad


Beef Masaman with Thai Vegetables
or
Breast of Chicken with Lemon Ginger Sauce


Banana Pie
Chocolate
Coffee or Tea

CONTINENTAL BREAKFAST


Orange Juice


Sliced Fruit
Yoghurt


Muffin or Croissant


Coffee or Tea



The Menu is Standard Economy with only two choices served with a salad - and followed by dessert. 

The dinner and supper meals were simple and quite delicious - however, I would like
to see Qantas add some variety to their breakfast menu concerning
meat variety - for example offering things like Chicken or Beef Sausages. 

Catering ex Sydney was the best - while catering ex other destinations were above average. 

I give Qantas Economy Catering an 8/10. It doesn't beat Emirates Catering, but it comes close. 

.

CATHAY PACIFIC - First Class

Onboard Catering

First Class :  London to Hong Kong return

Take a look below to see the luxuries supplied in First Class with Cathay Pacific - if you are fortunate enough to be able to sample this award-winning product and service on long haul flights


DINNER 

London to Hong Kong

 

Caviar and Salmon delight 

Iranian Sevruga Caviar 

or

Balik Salmon "Tsar Nicolaj" served with Warm 

New Potatoes and Creme Fraiche 


Soup and Salad 

Watercress, Potatoes and Truffle Oil Soup 

Garnished with Bread Croutons 

and 

Mixed Baby Leaves dressed with Marinated Halibut and 

Artichoke with Red Pepper Dressing 


Main Course 

Braised Lamb Shank Served with Fennel Mashed 

Potatoes, Carrots and Broccoli 

or

Seared Fillet of Salmon Served with Mixed Vegetables 

and Potato Casserole

or

Pak Choy Chicken with Cashew Nuts Served with 

Steamed Rice and Stir-fried Vegetables 

or

Ricotta and Artichoke filled giant ravioli 

with mornay sauce 


Cheese Board 

Saint Loups Goats Cheese, Cambozola, Jarlsberg, Charnwood,  Farmhouse Cheddar, Double Gloucester 


Dessert Selection 

Selected Pastries 

and

Fresh Strawberries with Fine Castor Sugar 

and

Vanilla Ice Cream with your choice of toppings 


Assorted Bread and Rolls 

Extra Virgin Olive Oil with Balsamic is 

available as a healthy alternative to Butter 


Tea and Coffee 


Pralines and Cookies 

 

after 7 hours... 

 

BREAKFAST 

London to Hong Kong

 

Juices 

Fresh Orange Juice, Fresh Pink Grapefruit Juice 

or Fruit Smoothie Drink 


Appetizer 

Assorted Fruit Slices 

Yoghurt Selection Natural, Fruit or Low 

Fat Fruit flavoured 


Cereals 

Corn Flakes, Muesli or Rice Crispies 


Main Courses 

Eggs - Freshly scrambled, boiled or fried 

Omelette with creamed spinach 

Assorted Chinese dim sum with stir fried egg noodles 

Poached Smoked Haddock 


Accompaniments 

Grilled Back Bacon and Breakfast Sausage Chives Rosti Potatoes, Button Mushrooms and Broiled Tomato 


From the Bakery 

Croissants, Danish Pastries, Bread Rolls and Fresh Toast 

Served with Preserves, Honey and Butter 


Tea and Coffee 

 

 


 

Hong Kong to London 

 

Caviar and Balik Delight 

Iranian Sevruga Caviar 

Balik Salmon "Tsar Nicolaj" Served with Warm 

New Potatoes and Creme Fraiche 


 

"A LA CARTE MENU" 

Create your own menu from our "a la carte menu", which gives you the choice to eat what, and when, you like. Our cabin crew will be happy to assist you in taking your order at any time during the flight

 


SUPPER 

Light Option 

Fresh Mushroom Soup 

Fuzzy Gourd, Dried Octopus and Pork Soup 


Tossed Salad with Feta Cheese Served with 

Cider Vinegar and Honey Dressing 


Main Courses 

Grilled Prawns and Scallops Brochette with Lemon Basil Butter and Tomato Concasse Served with Dill Potatoes and Young Vegetables

or

Penne Pasta with Plum Tomato Sauce, Marjoram, Buffalo Mozzarella and Parmesan Cheese 


Snack Selection 

Wild Mushrooms Ragout with Asparagus on Toasted Ciabatta Ciabatta filled with Smoked Turkey, Cheese and Tomato 


Cheese Selection 


MÖVENPICK Ice Cream 


Extra Virgin Olive Oil with Balsamic is 

available as a healthy alternative to Butter 


 

Chinese Favourites 

Wok-fried Chicken in General Tso Style Served 

with Steamed Rice and Shanghai Pak Choy 

or

Noodles with Shrimp Wonton and Vegetables in Soup 

or

Rice Noodles with Roast Duck and Barbecued Pork in Soup 

or

Seafood Congee Accompanied by Spring Onion Pancake 

or

Braised Bean Curd in Pang Style with Black Bean Sauce 

Served with Shanghainese Noodles and Shanghai Pak Choy 


Dessert 

Black Glutinous Rice Soup 


Tea and Coffee 


Pralines and Cookies 

and 

Condiments of Guilin chilli sauce, soya sauce and Red chinese vinegar are available to accompany your choice. 


 

 

BREAKFAST

 

Fresh Orange Juice, Fresh Grapefruit Juice or Banana Health Drink


Fresh Seasonal Fruits 


Natural, Fruit of Low Fat Fruit flavoured Yoghurt 


Muesli, Corn Flakes or Rice Crispies 


Main Courses 

Freshly made Eggs - Fried, Scrambled or Boiled 

or

Chinese Dim Sum 

or

Spanish Omelette 

or

Poached Smoked Haddock 


Accompaniments 

Grilled Mini Breakfast Steak, Veal Sausage and Emmental Sausage, Fried Potatoes, Broiled Tomato with Parsley and Fresh Mushrooms


 From the Bakery 

Croissants, Danish Pastries, Bread Rolls and Fresh 

Toast Served with Preserves, Honey and Butter

A fairly exhaustive menu you will agree!

.

Emirates - First Class

Onboard Catering

First Class :  London to Dubai

LUNCH


COCKTAILS & CANAPES

Hot canapes served with cocktails offering a

choice of lamb, beef, chicken

       


SEVRUGA CAVIAR
served with traditional accompaniment, sour cream & blinis

  a treat at the best of times - real First Class !  


ARABIC MEZZE

moutabel, hommous, labneh with mint and fatoush with

lamb bil ajeen, cheese sambousek, spinach & Arabic pizza

or
CONFIT OF SALMON

tranche of fresh cured salmon topped with tapenade,

accompanied with orange & fennel salad


CELERIAC & STILTON CREAM

a creamy soup of fresh celeriac, mature stilton & fresh herbs


FRESHLY PREPARED SALAD

salad with a choice of accompaniments served with pumpkin

seed oil or ginger & mayonnaise dressing 


ROAST VEAL LOIN

roast veal loin in beetroot sauce topped with chicken tarator 

or
RAGOUT OF BEEF FILLET

ragout of beef fillet with mild mushrooms

or
CHICKEN BALTI

tender pieces of chicken cooked in Asian spices

or
TORTELLINI WITH MUSHROOMS

fresh home made tortellini filled with mushroom farce, tossed

in a mild cheese sauce and sprinkled with pesto dressing

and

VEGETABLES

braised fennel, sauteed spring onions, mixed grilled peppers,

curried vegetables, pilaf rice, lemon risotto & baby baked

potatoes with sour cream


POACHED APPLES & PEARS

poached baby apples & pears served in butterscotch

sauce enhanced with fresh ginger

or

CHOCOLATE CAKE

chocolate mousse cake with sugared orange & clotted cream


CHEESE BOARD

selection of international cheeses, crackers, grapes, crudites

and / or

SELECTION OF SEASONAL FRUIT


BREAD SELECTION

rich selection of warm breads, rolls, garlic bread


TEA & COFFEE

Ceylon, China, Early grey & Camomile tea

Espresso, Capuccino, Decaffeinated & fresh coffee

SAVOURY SNACK (before arrival)


SELECTION OF OPEN SANDWICHES

roast chicken breast with grated mozzarella cheese,

salmon roulade filled with herbs,

creamy egg mousse or air dried beef


PASTRIES

selection of pastries

SUMMARY

The meal service is very well presented. Linen tablecloths, quality silverware, proper
salt & pepper mills, & attractive chinaware for different courses. 
The selection and standards of wines and champagnes are excellent
- Dom Perignon and well chosen French and Australian wines. 
Staff service is good, and the international crew onboard Emirates flights
take pride in serving with great finesse in First Class. 
This meal service has to be one of the most complete
and generous by world first class standards, and it is quite a challenge
to take part in all the different courses. 
The hot canape service with cocktails is a great innovation by Emirates that
makes such a difference to the tasteless cold canapes served on most other airlines. 
The Arabic mezze is a must, and the salads are always a treat on this airline.  
In general terms, there is little you can find to fault this First Class meal service,
and being a daytime flight passengers are quite happy to spend some time enjoying the
fullest service - on night flights it's normally a quick snack before sleep and then the
chance of full breakfast (or quick continental breakfast served shortly before landing).
The only discrepancy we found with some Emirates flights, is that the best food quality
is that served on flights departing from their home base airport in Dubai - definitely a better
quality of ingredient and the food flavours at time of consumption are better.


Tips for carry-on eaters, courtesy of flight attendants, TIME travel and liontravel.net:

Immer mehr Airlines, besonders in den USA, bieten ihren Fluggästen keine
Mahlzeiten mehr an. Daher bringen viele Fluggäste ihre Speisen selbst mit an
Bord. Was Sie allerdings beachten sollten...

Many airlines, especially in the US, are cutting their budget for meals and drinks on board. Many passengers decide to buy their own food before boarding the plane. Out of consideration for fellow travelers, don't bring anything stinky on board. Mentioned by many as objectionable: pepperoni, salami, barbecue, onions, hamburgers with goopy sauce, pungent cheeses, Chinese food, curries. Widely acceptable: turkey sandwiches, crackers, bagels, yogurt, snack bars, easy-to-eat fruit, trail mix.

Bring plenty of napkins or hand wipes.

Don't eat during boarding if you'll be in the way of passengers who are trying to get to their seats.

Munch discreetly without encroaching on seatmates' territory.

Wrap leftovers as neatly as possible and give to a flight attendant. Do not toss them on the floor or in the seat pocket in front of you.

Liontravel Tip: Don't forget to leave metal knives at home. Don't eat hamburgers or pizza next to emergency exits. These could be blocated by sticky cheese. :)


You are free to growl about the cabin

by Gene Sloan, USA TODAY

Frequent flier Diana Maglott of Dallas has just about had it with the food on American Airlines. Or, more precisely, the lack of it.

"American Airlines is trying to starve me," gripes the 42-year-old executive, who flies the company's jets so often they're like a second home.

Maglott has come to rely on American's in-flight meals to carry her through grueling days crisscrossing the nation selling services to hospitals. But since the struggling carrier began slashing food service post-Sept. 11, she finds herself going long stretches without a bite.

"If I take the first flight out, I have to be at the airport at 5:30, before local eateries open," she notes, and tight connections leave little time to grab grub between flights.

After arriving at her destination, she's usually off to a meeting, and "at night, it's the same thing. I have to race to get the rental car back and make my flight. Some airports have good food courts, but the lines are getting longer and often there's no time to wait. I hate it. I need to eat!"

For years, bashing airline food has been a favorite pastime of frequent fliers. There's even a Web site, www.airlinemeals.net, (linked with liontravel.net) devoted to the topic. But after years of ridiculing just about everything placed in front of them, travelers are discovering that there is, indeed, something worse than a poor in-flight meal: no meal at all.

"Passengers might complain about the food on airplanes, but they do like having it there," admits David Stempler, president of the Air Travelers Association.

For the harried traveler the airline meal "is like a safety net," he says. Sure, it isn't gourmet. But at least it's something.

Alas, that safety net is disappearing. And fast.

Call it the airline diet. Like American, which has eliminated meals in coach on flights lasting less than four hours, most major airlines have cut back drastically on the amount of food they dish out to customers. At least one airline, America West, did away with meals entirely after Sept. 11 before restoring them on some flights.

The airlines, of course, are looking for every way to save money. With bookings and fares down sharply, several airlines already have filed or warned that they may soon file for bankruptcy. During the first six months of this year, American alone lost more than $5 million a day.

Still, understanding the logic of a balance sheet doesn't make the situation any easier for fliers who have come to count on getting fed, says Stempler. "Passengers are only unhappy with airline service when the performance isn't commensurate with the expectation."

Indeed. A survey of the USA TODAY Vacationers Panel found many members who were angry with airlines not because meals had disappeared, but because the airlines hadn't given them more notice through advertising or on their tickets.

"Shock" is how Alison Torres of San Diego describes her reaction to discovering (only after boarding) that there wouldn't be a single bite to eat on her recent eight-hour America West trip from Newark to San Diego (with a connection in Las Vegas). "Considering they want us at the airport two hours early, and that means leaving home at 5 a.m., I sure would have liked to know about (the lack of food) before I boarded so I could have been prepared."

Some of the most rankled passengers are those who shell out extra cash or coveted award miles to upgrade to first class, only to find the food little better.

Flying first class on a recent US Airways flight from Philadelphia to Atlanta "was a waste of upgrades," says homemaker Carol Nickel of Reading, Pa. "The only thing they served were some sorry snacks in a basket."

The meal-cutting trend, of course, isn't new. Cost-conscious carriers have been cutting back in fits and starts for years, and statistics from the U.S. Department of Transportation show that overall spending on food dropped considerably through the '90s. In 1992, airlines spent $6.11 per passenger. The number for 2001: $4.37.

Still, airlines have never before slashed so much, so fast. And never before has it been so confusing for fliers. Making the situation particularly maddening is the fact that airline meal policies have bounced around in recent months like a plane flying through a thunderstorm. Every few weeks, another airline makes another change in when it will and won't serve a meal. United, US Airways and Delta each have had at least three different policies over the past year.

Moreover, after all the changes, policies vary widely from airline to airline. Some airlines have eliminated almost all meals in coach while others have maintained meals on all but the shortest flights. Some carriers have established nationwide meal policies that apply to all domestic flights, while others have different policies for competitive routes and routes through important hub airports.

The situation is so up-in-the-air that Delta flier Jon Sinton of Atlanta has taken to always picking up a few carry-on snacks in airport concourses, even if he thinks he'll be fed in flight. "I never count on meal service anymore."

One airline, however, is bucking the trend: Continental. Just days after the attacks, the airline's chief executive, Gordon Bethune, decided to maintain spending on meals, blankets, videos and other passenger extras that other airlines were eliminating, even as it cut back flights and laid off thousands of workers.

Now, with so many of its competitors cutting back, the airline sees food as a way to set itself apart. Continental food honcho Sandra Pineau says Continental recently committed an additional $4 million-a-year to upgrade its offerings on trans-Atlantic flights. Changes include the addition of a mid-flight serving of ice cream and a hot sandwich instead of a cold sandwich with the pre-landing service on flights from Europe. (Although Continental announced Tuesday that it would start charging low-fare fliers for services that were previously free, food and drink are not likely to be affected.)

Ranting and raving about quality aside, passengers do like their meals, says Pineau. The proof, it turns out, is in the (lack of) pudding and other food items reaching the garbage at the end of the flight. "The majority of food we serve is eaten."

Still, not all passengers are hoping that meal service makes a comeback. The meals of old were so inedible that serving them was "plain goofy," says frequent flier Ron Turner. "If airlines can keep prices down by not serving food on flights less than four hours, I'm all for it."

One airline, of course, has been tapping such sentiments for years. Southwest built its reputation on keeping airfares down by serving peanuts instead of full meals, as well as other measures.

The issue is simple, says Turner. "If we need to eat, let's bring a snack from home, or stop in one of the sandwich shops that are at all major airports."

USA TODAY Vacationers Panel member and writer Joanne Lichten, author of How to Stay Healthy & Fit on the Road (Nutrifit Publishing, $9.95), says there's another reason why the meal cutbacks on airplanes are probably not all that bad for Americans: We could all gain to lose a few pounds.

"With 61% of adults at least somewhat overweight, do we really need a big meal?"


A tour across Harry Potter's country - Discovering the Magic of Britain

by the British Tourist Authority (BTA)

Harry Potter, the mop-topped kid with the lightning bolt scar, has sold millions of books and movie tickets. But can he sell vacations? The British Tourist Authority hopes so. They’ve issued a pamphlet called “Harry Potter and the Philosopher’s Stone: Discovering the Magic of Britain,” which sorts British tourist attractions into Harry-centric categories.

Fans of Harry Potter's beautiful snowy owl, Hedwig, can learn about various birds of prey centers, including the English School of Falconry, which holds daily flying demonstrations and also provides opportunities for visitors to hold and fly the birds.
Interested in the Hogwarts Express, the elegant train that takes Harry and pals to wizardry school? The brochure describes various steam locomotives that can be visited or ridden. One,
the Nene Valley Railway in Cambridgeshire, has another movie connection — it was featured in the James Bond movies “Octopussy” and “Goldeneye.”
Also covered are various sites with a magical or ghostly history, something Britain is not short of, various castles, and even the Loch Ness Monster.

 The BTA was smart to capitalize on the Potter phenomenon, and it wouldn’t be a surprise if it works. It’s certainly more likely to appeal to kids than the Chevy Chase method, as demonstrated in the unforgettable “National Lampoon’s European Vacation.” (Memorable lines from that movie include “Kids! Parliament!” as the Griswold family circles a roundabout for the umpteenth time, and at the Louvre: “It closes in fifteen minutes, there are 100,000 works of art to see. Come on!”)

Liontravel Tip: You can request a brochure online at the BTA site.
       


Los templos de Angkor en la selva de Camboya

terra.com.co - 03/2007,
todos los derechos reservados

Angkor, un tesoro de piedra escondido en la selva de Camboya, capital del antiguo imperio de los khmer (jemer) y posiblemente el más espectacular sitio arqueológico de toda el Asia, está de nuevo abierto al mundo.

Los templos de Angkor

Varios años de conflictos internos y regímenes dictatoriales en la segunda mitad del siglo pasado en Camboya la mantuvieron fuera del alcance del turismo, pero ahora es posible apreciar en todo su esplendor una de las maravillas del mundo antiguo, tal vez más impresionante que la ciudad roja de Petra en Jordania, las pirámides de Egipto o las ruinas de Machu Picchu.

También se han sentado las bases para protegerla, con su escogencia por la Unesco como patrimonio de la humanidad.

Una joya arquitectónica compuesta por templos monumentales, que cubren unos increíbles 400 kilómetros cuadrados, es un verdadero reto para el turista inquieto. Es una fusión de historia, arte oriental, religión y cultura hindú y budista, sofisticada arquitectura, enigmáticos paisajes, salvaje naturaleza, y la máxima expresión artística de la brillante civilización khmer que desde el año 802 hasta 1432 dejó a la humanidad los más sofisticados ejemplos del arte y la arquitectura asiática.

Durante cinco siglos, los reyes de los khmer construyeron en ladrillo y luego en piedra una impresionante cantidad de hermosos y gigantes templos hindúes y budistas, todos llenos de figuras religiosas que se consideran las más perfectas y serenas del arte asiático antiguo. Sin embargo, en 1432 el imperio se desmoronó y la ciudad fue abandonada.


El renacer

Se mantuvo totalmente aislada del mundo hasta 1860 cuando fue redescubierta por accidente. Desde entonces, Angkor no ha parado de captar la imaginación romántica de los viajeros.
La arquitectura, la decoración y la composición artística de los templos están basadas en las creencias religiosas, principalmente hindúes y budistas, de los khmer. Esculturas de deidades y monarcas khmer, que se ven con profusión (a pesar de que muchas fueron saqueadas), se presentan siempre jóvenes, aunque con un noble aire de elegancia.
En el complejo de Angkor hay más de 20 templos esparcidos. El más grande y mejor preservado es Angkor Wat, símbolo nacional de Camboya. Fue siempre un templo hindú, pero en 1432 comenzó a ser cuidado por los monjes budistas. Por la perfecta simetría en su arquitectura, su rica composición y sus esculturas y bajorrelieves, es sin duda uno de los monumentos más finos del mundo.

El puerto de entrada a Angkor es la pequeña ciudad de Siem Reap, localizada a 45 minutos de vuelo de Bangkok o de Saigón. La entrada al complejo de Angkor está a unos 15 minutos del centro de Siem Reap. Las mejores horas para apreciar los templos son las de la mañana o entrada la tarde. El mediodía debe ser dedicado a descansar o a saborear la deliciosa comida camboyana. La entrada al complejo es controlada y cuesta 20 dólares por día y 40 dólares, tres días. Otros templos que vale la pena visitar son: Ta Prom, Banteay Srei y Prah Khan.

Originalmente publicado en: El Tiempo, Bogotá - Colombia


Naturaleza para todos los gustos - viaje por Costa Rica

El Tiempo, Bogotá, Colombia

Esta aventura por un parque natural de Costa Rica da inicio a la serie 'Viajeros' en la que publicará "El Tiempo" los destinos que recomiendan sus lectores.

Con nuestra casa y comida en el morral, las botas puestas y empapados por la lluvia, empezamos el ascenso hacia el Rincón de La Vieja: uno de los volcanes activos de la cordillera de Guanacaste, en el noroeste de Costa Rica. Lo primero fueron cuatro horas en bus desde San José, la capital, hasta la ciudad de Liberia y de allí un recorrido de 27 kilómetros, en un jeep 4x4, para adentrarnos al Área de Conservación Guanacaste. Ya en la zona, caminamos bajo las espinadas acacias, los samanes y los guanacastes acompañados por el canto de los pájaros campana, los tucanes y los monos aulladores rumbo al parque Rincón de la Vieja (uno de los tres que hay en la zona junto con Santa Rosa y Guanacaste).

La humedad de la selva nos envolvía y poco a poco nos vimos asfixiados por la pureza del aire.De súbito, la vegetación desapareció casi por completo, en medio de la lluvia, la neblina y las rocas. Vimos una imponente pendiente casi vertical. Los dobleces de la tierra, recorridos por agua de lluvia, creaban un mundo de cascadas que caían con fuerza desde lo alto formando un paisaje inasequible para muchos, pero real y eterno para nosotros.Debimos subir peldaños de piedras volcánicas para aproximarnos al cráter llamado Rincón. Sin embargo, nos quedaba un sendero por recorrer, un camino estrecho que concluiría en el cráter. Entre la niebla vimos finalmente la cima del volcán.

Aún empapados de lluvia, nos quitamos los morrales, construimos nuestra casa, preparamos la comida y nos dispusimos a pasar la noche en aquel místico lugar. Al día siguiente, después de caminar por un pastizal enorme, cuyo bosque había sido talado muchos años atrás, nos encontramos frente a la entrada de un maravilloso templo natural, con gigantescos árboles de más de 30 metros y habitado por algunas de las 230.000 especies que se encuentran en esta región (el 65 por ciento de las especies de Costa Rica). Vimos un bosque de niebla que nos recordaba un cuento de hadas. El olor de la tierra húmeda y el sonido de los pájaros nos hizo sentir en otro mundo, en uno donde no ha intervenido la mano del hombre. Escalamos esa montaña como si fuera la única en el mundo. En el camino pudimos observar las huellas de un jaguar cuyos pasos parecíamos seguir y vimos las gotas de lluvia atravesar el techo verde que formaba las hojas de los árboles encima de nosotros. Finalmente, cuando llegamos a nuestro destino, nos encontramos con un paisaje maravilloso: a nuestra espalda teníamos la montaña perdida en la niebla, y ante nuestros ojos podíamos ver una llanura muy verde interrumpida por montañas que culminan en Playa Nancite, una de las ocho playas del mundo a donde van miles de tortugas lora a desovar en las arenas amarillas.Los colores del atardecer y los telones de fondo -el mar y la montaña con todas las especies que en ellos habitan-, nos dieron razones para agradecer el estar vivos.

NATALIA SANZ DE SANTAMARÍA Y CRISTINA CONSUEGRA * EL TIEMPO - BOGOTÁ


 

 

 

 

 

zurück

 

Copyright ©Liontravel, Jumeirah International, L'Express français, Singapore Airlines, USA Today, Hannoversche Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, El Tiempo Bogotá, TIME, terra.com.co