![]()
|
¤ 55. Hauptversammlung der Deutschen
Lufthansa AG ¤
55th
Shareholder's Annual Meeting of Deutsche Lufthansa |
Protokoll der Rede und Antworten der HV 2008 Klicken
Sie hier |
Protokoll der Rede und Antworten der HV 2007 Klicken
Sie hier |
Protokoll der Rede und Antworten der HV 2006 Klicken
Sie hier |
. Protokoll der Rede und Antworten sowie Fotos der HV 2005 . |
![]() |
¤ Flight LH 1264 from Munich
approaching Cologne/Bonn Airport - here with a
magnificent view of Cologne and the Rhine River ¤ Flug LH 1264 aus München beim Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn - hier mit wunderschöner Sicht auf Köln und den Rhein |
![]() |
¤ Excellent view: Cathedral of
Cologne, Kölnarena (where the meeting takes place),
Cologne Fair and LH Administration building next to the
Rhine River ¤ Exzellente Aussichten: Kölner Dom, Kölnarena (Ort der Hauptversammlung), Köln Messe und LH Hauptverwaltung am Rhein |
![]() |
¤ Main area of the Kölnarena, 30
minutes before official opening of the meeting - joined
by 5,500 shareholders! ¤ Mittelpunkt des Geschehens in der Kölnarena, 30 Minuten vor offiziellem Beginn der Hauptversammlung - dieses Mal mit rund 5.500 Aktionären! |
| ¤
Dr. Weber
opened the Annual Meeting ¤ Herr Dr. Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrates eröffnete die Hauptversammlung |
|
![]() |
¤
The
LH-Management including Wolfgang Mayrhuber, Lufthansa
CEO, during his excellent speech. ¤ Das LH-Management, inklusive Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, während seiner, wie immer, exzellenten Rede. |
![]() |
¤
Bernardo
Löwenstein during his 10 minutes speech in front of the
Board of Directors of the LH Group and 5,500
shareholders. ¤ Bernardo Löwenstein während seiner zehnminütigen Rede vor der Geschäftsführung des LH Konzerns und den ca. 5.500 Aktionären. ¤ Bernardo Löwenstein durante su discurso de 10 minutos delante de la asamblea del grupo de LH y los 5.500 accionistas. |
|
|
![]() |
¤ CEO Mayrhuber answering Bernardo
Löwenstein's questions ¤ CEO Mayrhuber bei der Beantwortung der Fragen von Bernardo Löwenstein |
| ¤ 50 Years of Lufthansa: Some
Flight Attendants wear the original uniform from 1955.
Here with famous Japanese LH-Flight Attendant Emi
Nakajima. ¤ 50 Jahre Lufthansa: Einige Flugbegleiter tragen die original Uniform von 1955. Hier mit bekannter japanischer LH-Flugbegleiterin Emi Nakajima. |
|
![]() |
¤ 50 Jahre Lufthansa: Original
LH-VW-Bus made in Hannover in 1955, with old LH-livery. ¤ 50 Jahre Lufthansa: Auf der Hauptversammlung wurden Schmuckstücke der LH-Geschichte ausgestellt. Hier ein VW-Bus in alter LH-Bemalung, made in Hannover, 1955. |
¤ Film - Click on the icon!
|
The speech in German only - El discurso solamente en alemán
Auszug aus dem stenographischen Protokoll - Redebeitrag Nr. 5 von 18, Löwenstein. Löwenstein: Sehr geehrter Herr Mayrhuber, sehr geehrter
Vorstand, Aufsichtsrat, sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Bernardo Löwenstein. Wie in den vergangenen Jahren freue ich mich, auch dieses Jahr zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin BWL-Student und Diplomand an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, beende derzeit mein Studium und vertrete meine eigenen Aktien auf dieser Hauptversammlung. Auch ich möchte die Gelegenheit
nutzen, Lufthansa zu ihrem 50. Geburtstag zu gratulieren.
Mein Dank geht an alle Lufthanseaten, die dieses
Jubiläum so erfolgreich ermöglicht haben, aber auch
allen Passagieren und Kunden, die dem Lufthansa-Konzern
täglich ihr Vertrauen schenken. Dieses Jahr wird sehr
medienwirksam der 50. Geburtstag zelebriert. Nächstes
Jahr wird Lufthansa schon 80. Damit ist sie wohl die
einzige Airline der Welt, die zwei große Jubiläen
hintereinander feiern kann. Ich finde, 80 Jahre sollten
auch gefeiert werden. Doch wie soll glaubwürdig
dieses Jubiläum so kurz nach dem 50. gefeiert werden? Gibt es dann vielleicht
Flugtickets 80% reduziert? Natürlich ironisch gemeint! Wie erfolgreich ist übrigens,
auch in wirtschaftlicher Hinsicht, die 50%-Rabatt-Aktion
in den ersten Apriltagen dieses Jahres verlaufen? Lufthansa ist First Class!
Die Airline positioniert sich mit den in den vergangenen
Monaten eingeführten Produkten an der Spitze des
Wettbewerbs: ein First Class Terminal mit First Class
Services in Frankfurt, ab 2006 auch in München, das
HON-Circle-Programm für die Elite der Lufthansa Kunden
und die Lufthansa Private Jets. Auf Langstecken wurden die neuen
Business-Class-Sitze gut angenommen. Die Business Class
ist zur First Class avanciert. Doch wann wird die
Lufthansa First Class an Bord wieder erstklassig?
Besonders viele asiatische Airlines bieten in der Ersten
Klasse interessante Neuerungen. Lufthansa sollte sehr
schnell den wichtigsten Kunden in der Luft das bieten,
was sie für ihr Geld erwarten.
Business-Class-Schlafsitze dürfen nicht besser sein als
die in der First Class. Der neue Status des HON Circles
ist eine First-Class-Antwort auf die Bedürfnisse der
Kunden, die die meiste Zeit im Jahr auf Reisen
verbringen. Eine sinnvolle Strategie! An deutschen
Airports, besonders in Frankfurt, kann sichergestellt
werden, dass HON Circle Member privilegiert behandelt
werden. Doch wie garantieren sie dies im Ausland, wo die
Flughafen-Infrastruktur häufig zu wünschen übrig
lässt? Wie viel Geld hat Lufthansa in dieses Programm
bislang investiert? First Class finde ich auch das
wenige Monate junge Produkt Lufthansa Private Jet.
Lufthansa ist damit unter den großen Airlines einmalig.
Dahinter steckt eine Kooperation mit dem weltweit
führenden Betreiber von Privatflugzeugen, NetJets. Wie
ist dieses Produkt mittlerweile von den Kunden angenommen
worden? Welche Strecken sind besonders beliebt? Werden
tatsächlich viele Flughäfen nachgefragt, die Lufthansa
mit ihrer Flotte normalerweise nicht bedient? Was
bedeutet Lufthansa Private Jet monetär für den Konzern
ist dies ein reines Prestigeprodukt oder doch eine
Cash Cow? Ich hatte es in den letzten Jahren gerne angesprochen, auch dieses Jahr möchte ich es wieder tun: Lufthansa sollte trotz Ihres Arguments, Herr Mayrhuber, Preis-Leistungsverhältnis, auch in der Economy Class etwas mehr First Class bieten. (Beifall) Dazu zählt eine Aufwertung des
Inflight Entertainment Produktes auf Langstrecken. Ein
persönlicher Inseat-Monitor wird immer mehr bei vielen
Fluggesellschaften zum Standard. Noch vor Einführung des
neuen A380 sollten diese in den existierenden
Lufthansa-Langstreckenflugzeugen eingeführt werden. Der
wachsende Low-Cost-Rivale Air Berlin setzt sogar im
Kontverkehr das interessante, von Lufthansa Technik
entwickelte AirTrackTM-System ein. Damit
können Passagiere anschaulich ihren Flug verfolgen.
Warum ist dies bislang bei Premiumairline Lufthansa
selbst auf Europaflügen nicht möglich? Sehr zu begrüßen ist die
Initiative Service Excellence denn Lufthansa lebt
von ihren Mitarbeitern! Dann freut man sich auch in der
Economy Class über First Class Flugbegleiter. Schön,
dass bei Lufthansa auch in Zukunft auf allen Strecken
Getränke und Mahlzeiten kostenlos angeboten werden
sollen. Das macht gerade einen Qualitätscarrier
aus. Ein Lob möchte ich an dieser
Stelle an das Ressort P/VX richten, das mit den vielen
neuen Produktinnovationen dazu beiträgt, dass Lufthansa
die höchsten Werte an Kundenzufriedenheit erreicht. Von First-Class-Themen nun zu
ebenso wichtigen und interessanten Low-Cost-Aspekten. Waren Billigflieger noch vor
einigen Jahren etwas Besonderes, so sind sie heute nicht
weg zu denkender Teil des Luftverkehrs. Sie waren und
sind eine Herausforderung für Lufthansa, zwingen aber
auch unsere Passage-Airline sich mehr denn je um neue
Strategien zu bemühen. Nun haben Sie doch die
Schublade mit dem Low-Cost-Konzept geöffnet! Germanwings
nennt sich die Antwort von Lufthansa auf Anbieter wie
HLX, dba oder Air Berlin. Aber auch die neue
Condor, die mich von ihrem Produkt sehr überzeugt,
mischt wieder kräftig im Markt mit. Wie erfolgreich ist Condor
tatsächlich? In einem diesjährigen Interview
hat Thomas Cook Vorstand Ralf Teckentrup gesagt, Condor
müsse, genauso wie Rivale Air Berlin,
Städteverbindungen aufnehmen, quasi einen City-Shuttle
etablieren. Was hindert Condor derzeit an diesem Projekt?
Und wo wäre da die Abgrenzung zu Germanwings? Vor einigen Tagen gingen
Berichte durch die Presse, Lufthansa wolle selbst eine
Preisoffensive starten und mit einem Low-Cost-Ableger ab
Hamburg gegen dba, HLX und Air Berlin antreten mit
neuen Boeing 737-800. Was steckt denn hinter diesem
Projekt, wie ist es betitelt und wo kommen diese
konzernfremden Flugzeuge auf einmal her? Wirkt die spät
eingreifende Low-Cost-Strategie auf einmal nicht etwas
überdimensioniert und strategisch fragwürdig? Stehen
hier etwa Marktanteile und nicht eine neue lukrative
Einnahmequelle im Vordergrund? Von den kostenbewussten Low
Costs zu den Flughäfen. Hier starten und landen die
Konzerngesellschaften. Hier sieht Lufthansa
Möglichkeiten Kosten einzusparen und macht
beispielsweise der FRAPORT Druck. 205 Millionen Euro
sollen 2005 bei externen Lieferanten eingespart werden,
rund 60 Millionen Euro davon bei den Flughafengebühren
und Bodenverkehrsdiensten in Frankfurt. Wie weit sind hier die
Verhandlungen fortgeschritten? Flughäfen sind wichtige
Bestandteile der Dienstleistungskette
Flugreise und bieten die Möglichkeit, dem
Kunden bereist am Boden Qualität zu demonstrieren.
Lufthansa zeigt diese vorbildlich am bereits erwähnten
Beispiel First Class Terminal. Herr Mayrhuber, wie definieren
Sie Dienstleistungsqualität von Flughäfen? Was zeichnet einen qualitativ
hochwertigen Flughafen aus? Welchen Beitrag zur Qualität
muss dabei die Lufthansa beisteuern, welchen Teil die
Flughafenbetreibergesellschaften? Und wie gestaltet sich
generell in Fragen der Dienstleistungsqualität die
Zusammenarbeit der Lufthansa mit den deutschen
Flughafengesellschaften? Wo sehen Sie neben bereits
existierenden Lufthansa-Produkten noch die Möglichkeit,
dass sich Lufthansa an Flughäfen von den Mitbewerbern
wie British Airways oder Air France dauerhaft
differenziert? Sie sagen bekanntlich immer
wieder gern: Differenzierung beginnt bereits am
Boden. Da haben Sie natürlich Recht! Ich komme nun zum Ende meiner
Ausführungen und möchte kurz auf das Verkehrsgebiet
Südamerika eingehen. Hier hat zwar Lufthansa in 2004
zugelegt, doch ist dieser Erdteil noch die
Entwicklungsregion der Passage. Lediglich
knapp 600.000 Gäste, oder genauer gesagt mickrige 1,23%
von über 50 Millionen Passagieren stammen aus diesem
Gebiet. Auf Seite 62 des Geschäftsberichts wird
erwähnt, Lufthansa fliege das Traumziel Rio de Janeiro
wieder an. Leider muss es heißen: Lufthansa fliegt
Rio seit 27. März nicht mehr an. Rio ist bei Lufthansa
wieder in den Himmel aufgestiegen. Bedauernswert,
dass Lufthansa besonders der mittelmäßigen Iberia und
anderen Mitbewerbern Lateinamerika überlässt. Hat dieser Markt für Lufthansa
wirklich kein Potenzial? Kommen bald vielleicht doch neue
Ziele dazu? Hier ist doch die Marke Lufthansa besonders
beliebt! Wir haben einen deutschen Papst! Wir sind eine deutsche Airline! Gehören beide nicht zusammen? Papst Benedikt sollte mit Lufthansa den Himmel bereisen und zum Weltjugendtag hierher nach Köln fliegen. (Beifall) Ich denke, Sie alle würden sich
freuen, wenn der Papst nicht in einer Alitalia-Maschine
auf deutschem Boden landet. Herr Mayrhuber, wie stehen
hier die Chancen für Lufthansa?! Ich wünsche Ihnen, Herrn
Mayrhuber, und Ihrem Team wie immer eine erfolgreiche
Arbeit, ein leichteres Umfeld und viel Spaß mit Swiss. Meine Damen und Herren, ich
bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall) Mayrhuber: Ich darf jetzt
zu Herrn Löwenstein kommen. Herr Löwenstein, Sie haben die Rabattaktion
Anfang April adressiert und fragen, wie sie verlaufen ist. - Es war ein Hit,
ein Renner. Es war also mehr als eine positive Resonanz. Sie hat uns wirklich
überrascht. Der Vertrieb ist an diesem Wochenende auf das Vierfache des
normalen Volumens gestiegen. Kunden beobachten also nicht nur, was
wir feiern, sondern sie greifen dann auch zu, wenn wir etwas Besonderes
anbieten. Schnäppchen bei Lufthansa sind sicherlich extrem attraktiv. Herr Löwenstein, Sie haben auch
die Frage gestellt: Wann wird die First Class wieder erstklassig? - Ich
möchte noch einmal betonen, dass die First Class erstklassig ist. Aber ich
möchte auch betonen: Obwohl sie zu den Besten der Welt gehört, haben
wir natürlich Ideen, wie wir sie weiterentwickeln können. Wir
haben die First Class in diesem Jahr am Boden verbessert. Der Flug beginnt
sozusagen am Boden und unsere Terminals bzw. Lounges zeigen, dass wir
hier vorangekommen sind. Natürlich haben wir auch an Bord einiges getan. Das
Service-Konzept wurde geändert, auch die Mahlzeiten. Unter der Dachmarke
Connoisseur on Board sind wir hier unterwegs. Denken Sie auch an
die Vinothek. Ich will es Ihnen also schmackhaft machen, so dass Sie
alle mal ein First-Class-Ticket kaufen. Es lohnt sich. Schon alleine der
Gourmet-Trip ist es wert. Wir werden auch mit der A380 unsere Ideen
verwirklichen können und schrittweise - wie wir übrigens insgesamt unsere
Modellpolitik modular aufgebaut haben - ständig an Verbesserungen arbeiten. Sie
fragten nach dem HONCircle. Wie garantieren Sie die Betreuung
nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland? - Der Schwerpunkt liegt
natürlich in Deutschland, weil es hier auch eine Konzentration gibt. Von
hier fliegen unsere Kunden in die ganze Welt zu den vielen Destinationen, die
ich Ihnen vorhin genannt habe. Draußen ist es nicht ganz so einfach, überall
ein Terminal hinzustellen. Aber auch dort lassen wir uns sehr viel einfallen, z.
B. die Personal Assistens der Kunden, wenn sie ankommen bzw. wenn sie
wegfliegen. Wir suchen auf jedem Flughafen die beste Lounge, die wir unseren
Kunden zur Verfügung stellen können. Das Programm rentiert sich. Wir
haben insgesamt - Circle, Lounge usw. - 200 Millionen Euro investiert.
Der Zulauf ist erkennbar. Eine Rednerin hatte auch gefragt, wie groß er ist.
Ich komme später vielleicht mit konkreten Zahlen darauf zurück. Aber es
ist deutlich, dass die Produktverbesserung auch im Markt erkannt wird und
dass ein Zulauf erfolgt. Lufthansa Private Jet: Diese
Produktinnovation gibt unseren Kunden zusätzliche Mobilität,
nämlich zum einen im Anschluss an unser interkontinentales oder
europäisches Streckennetzwerk, aber zum anderen auch für individuelle Flüge
außerhalb des Streckennetzwerkes und ohne eine direkte Verbindung mit einem
Anschlussflug. Das Interesse ist groß. Die Nachfrage entwickelt sich. Der
größte Anteil der Anfragen bezieht sich auf Strecken und Flughäfen, die die
Lufthansa nicht bedient. Wir können in Europa damit übrigens etwa
1.000 Flughäfen zusätzlich erreichen. Da unsere Kunden ja auch Zeit kaufen, ist
das - so glaube ich - etwas, was sich aus meiner Sicht aus dem Stadium des
Projektes relativ schnell in ein wertiges Produkt mit Zukunftspotenzialen
auswachsen wird. Air Berlin setzt im Kontverkehr
das von Lufthansa Technik entwickelte Airtrack-System ein. - Das
stimmt. Natürlich muss jeder sehen, wodurch er attraktiv wird. Unsere
Kundenklientel ist eine etwas andere. Dennoch ist es durchaus möglich, dass wir so
etwas auch haben werden. Aber der Hauptgrund, meine Damen und
Herren, liegt in der relativen Streckenlänge, denn die Streckenlänge bei der
Lufthansa ist dramatisch geringer als die von den Carriern, die im
Wesentlichen dann doch auch in den ganz weiten Süden Europas das Hauptaugenmerk ihrer
Flottenausrichtungen haben. Der Lowcost-Aspekt wurde von
Ihnen, Herr Löwenstein, mit der Frage angesprochen, wie erfolgreich
die Condor dort tätig ist. - Sie ist sehr erfolgreich. Der Ergebnisbeitrag
bzw. die Ergebnissteigerung von 240 Millionen Euro ist
bemerkenswert. Davon kommt der größte Teil, nämlich 160 Millionen Euro, aus der
Kostensenkung. Aber 80 Millionen Euro kommen auch aus der Erlössteigerung.
Bei der Umsetzung der Maßnahme ist die Condor voll im Plan. Trotz der gewaltigen
Kerosionpreissteigerungen haben wir es bei der Condor in diesem Jahr geschafft,
die Break-Even-Schwelle zu erreichen. Sie sprachen von Thomas Cook und
fragten, ob Condor auch einen City-Shuttle einführen soll. -
Das Geschäftsmodell von Lowcost und No-Frill- Carriern oder Charter-Airlines
überschneidet sich. Wenn Sie genau hingucken, sind natürlich auch
einige frühere Chartergesellschaften jetzt plötzlich Lowcost-Carrier,
obwohl sie in etwa das Ähnliche tun. Das zeigt auf, dass hier eine Überschneidung
stattfindet. Dies ermöglicht es den Charter- Airlines natürlich auch,
grundsätzlich Städteverbindungen durchzuführen und ihr saisonal ausgeprägtes
Geschäft etwas zu glätten. Niemand wird Condor hindern, in
diesem Geschäft Destinationen aufzunehmen. Aber es handelt
sich hierbei nicht um das Kernthema, sondern um ein wichtiges
Ergänzungsgeschäft, das Condor die Möglichkeit bietet, Terrain an anderen Stellen zu
schließen, um ihre Sanierung und die erfolgreiche Entwicklung weiter
fortzuführen. Nach der Einführung der A380
auf Langstreckenflügen sollte auch das Inflight-Entertainment-System
aufgewertet werden. - Jawohl, auch das ist unser Plan. Wir tun das im
Moment mit Schwerpunkt Business und First in allen Langstreckenflugzeugen.
Wir haben das Thema Video on Demand, Audio on Demand, Internet an
Bord auf der Langstrecke positioniert und werden es schrittweise auch in
andere Klassen ausrollen. Allerdings muss es dann für uns auch wertig sein
und den Preisen entsprechen. Ich glaube, dass wir bei der A380 einen großen
Schritt nach vorne tun werden. Das Thema Flughäfen und
insbesondere Frankfurt wurde von Ihnen adressiert. Inwieweit stehen wir
in den Verhandlungen, um hier die Kosten zu reduzieren? - Wir sind gerade im
Moment oder schon seit einiger Zeit in sehr intensiven Verhandlungen, die in
einem sehr konstruktiven Raum stattfinden. Die Fraport hat verstanden, dass
die Lufthansa mit ihren Systempartnern die Entwicklung der Fraport ganz
stark dimensioniert. Wenn Lufthansa Schnupfen hat, hätte die Fraport eine
Lungenentzündung. Deswegen ist es notwendig, dass sie auch unseren Bedarf
erkennt und mit ihren Mitteln alles tut, um dafür zu sorgen, dass wir gestärkt
aus dem Wettbewerb hervorgehen. Deswegen sind diese Preisverhandlungen
nicht einfach, aber sie sind eben nicht nur eine reine Kostenreduzierung, sondern
sie beziehen sich auch auf Prozesse und auf Schnittstellen und beziehen
alles ein. Im Moment verhandeln wir über die Bodenverkehrsdienste, die
allerdings nur ein Viertel des Gesamtbudgets ausmachen. Herr Löwenstein hat gefragt:
Wie definieren Sie die Dienstleistungsqualität von Flughäfen? - Natürlich ist
das zentrale Merkmal die Kundenzufriedenheit: Wie orientiert er sich am
Flughafen? Welche Wege muss er gehen? Welche Wartezeiten gibt es? Ist es eine
Lärmquelle oder eine Oase der Ruhe? Welche Verbindungen schafft ein
Flughafen? Wie oft passiert es, dass das Gepäck zu spät kommt oder gar
nicht kommt? Ein ganzer Strauß von Produktivitäts- und
Qualitätsmerkmalen definiert das Bild eines guten Flughafens. In München haben wir mit dem
Umsteigevolumen von 30 Minuten einen Rekord gestellt. In Frankfurt
sind wir, gemessen an der Dimension dieses Flughafens, mit 45 Minuten auch
Spitze. Ich kann Ihnen auch sagen, dass Frankfurt und München die
beiden besten großen Hubs in Europa sind, was die Qualität angeht. Wir
stecken natürlich auch sehr viel Geld dort hinein, um diese Qualität durchzusetzen.
Jetzt geht es darum, die Qualität nicht nur so zu halten, sondern zu
verbessern. Gute Qualität heißt auch niedrige Kosten, denn jeder Koffer, den wir
hinterherführen müssen, bedeutet Extrageld. Lufthansa betreibt ein
Qualitätsmanagement in den eigenen Terminals. Wir überwachen die Qualität.
Sie wird immer mehr Bestandteil unserer Verträge. Die Zusammenarbeit
mit den deutschen Flughäfen gestaltet sich zunehmend besser. Sie ist
natürlich nicht frei von Spannungen; das ist ganz klar. Wenn man das Gefälle bei
den Umsatzrenditen sieht und wenn man weiß, dass man selber das
Geschäft dort hinbringt, dann erwartet man durchaus erhebliche Nachlässe,
und die werden wir uns auch schrittweise holen. Warum fliegt die Lufthansa nicht
mehr nach Rio de Janeiro? Warum haben wir das eingestellt? - Wir
können es in der Tat wirtschaftlich nicht mehr darstellen. Wir haben natürlich
Partnerangebote mit der Varig. Zusätzlich kommen auch in der Zukunft noch
die TAP aus Portugal dazu, so dass der schwierige Markt Südamerika von
uns meiner Meinung nach insgesamt ganz gut bedient wird. Aber er ist
auch sehr zyklisch. Rio war ganz besonders touristisch getrieben, so dass
wir leider den Versuch, den wir gestartet haben und der ernst gemeint war, nicht
durchhalten konnten. Wir müssen auch in Zukunft flexibel auf
Nachfrageveränderungen reagieren. Sie wissen, dass in Südamerika einige Länder in
großen Schwierigkeiten waren und dadurch auch andere in Mitleidenschaft
gezogen haben. Ich persönlich bin optimistisch, dass der Markt
wieder zurückkommt. Wir müssen sozusagen den Puls fühlen, um dann zum
richtigen Zeitpunkt wieder dabei zu sein. Man hört, dass die Lufthansa im
Sommer eine Preisoffensive starten will und Lowcost-Ableger ab Hamburg
einsetzen will. - Ich denke, die Lufthansa muss immer preiswürdig sein.
Die Lufthansa muss immer dafür sorgen, dass wir unser Streckenprofil bzw.
die Preise anpassen. Das ist Tagesgeschäft. Es gibt keinen
Lufthansa-No-Frill-Carrier, den wir in Hamburg
positionieren wollen. Was wir machen wollen,
und zwar nicht nur in Hamburg: Wir wollen für diese Quellaufkommen ein
besseres Angebot abliefern. Je schneller wir in der Kostenreduzierung
vorankommen, umso schneller werden wir uns dort positionieren. Es kann also
nicht die Rede von einem Lufthansa-Billigflieger sein. Natürlich könnte die
Germanwings gemeint sein. Das verbietet niemand. Niemand hält sie auf, an
anderen Stellen Flugzeuge in Einsatz zu bringen. Wie stehen die Chancen, Papst
Benedikt zum Weltjugendtag nach Köln zu fliegen und ihn nicht der
Alitalia zu überlassen? - Ich weiß, dass Papst Benedikt Gottvertrauen hat und
deswegen vielleicht auch mit der Alitalia herfliegt. (Heiterkeit und Beifall) Ich hoffe, dass er mit uns
fliegt, zumindest zurück. (Beifall) |
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
51st
Shareholder's Annual Meeting of Deutsche Lufthansa AG
¤ 51. Hauptversammlung der Deutschen
Lufthansa AG ¤
51.
Junta General de Accionistas de Deutsche Lufthansa AG |
![]() |
|
![]() |
¤Rund 5.000 Aktionäre haben die
Veranstaltung in der größten deutschen Arena, der Kölnarena, besucht. Insgesamt zählt die Lufthansa 460.000 Aktionäre, eine der größten Publikumsgesellschaften Europas. |
![]() |
¤Wolfgang Mayrhuber, Lufthansa
CEO, during his excellent speech. ¤Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, während seiner exzellenten Rede. |
|
¤Bernardo Löwenstein during his
10 minutes speech in front of the Board of Directors of
the Aviation Group and 5,000 shareholders. ¤Bernardo Löwenstein während seiner zehnminütigen Rede vor der Geschäftsführung des Aviation Konzerns und den ca. 5.000 Aktionären. ¤Bernardo Löwenstein durante su discurso de 10 minutos delante de la asamblea del grupo y los 5.000 accionistas. |
![]() |
¤The end: the "crew" of
the Annual Meeting. ¤Abschluss: Die "Crew" der Hauptversammlung. |
![]() |
¤The new Jumbo-Airbus A380-800 for
510 passengers was displayed as well. It will start
flying for Lufthansa in 2007. ¤Der neue Riesen-Airbus A380-800 für 510 Passagiere wurde ebenfalls präsentiert und wird ab 2007 für Lufthansa fliegen. |
![]() |
¤After the Meeting: Wolfgang
Mayrhuber, two charming flight attendants and Bernardo
Löwenstein. Mr. Mayrhuber, a really friendly person gave
me the opportunity for a small talk. ¤Nach der Hauptversammlung: Wolfgang Mayrhuber, zwei charmante Flugbegleiterinnen und Bernardo Löwenstein. Herr Mayrhuber ist eine sehr freundliche Person. Er gab mir sogar die Möglichkeit für ein Gespräch im Anschluss. |
![]() |
¤The Kölnarena - where the event
took place ¤Die Kölnarena - Ort der Hauptversammlung |
The speech in German only - El discurso solamente en alemán
Sehr geehrter Herr Mayrhuber,
sehr geehrter Vorstand, Aufsichtsrat, sehr geehrte Damen
und Herren hier in der Kölnarena, mein Name ist Bernardo Löwenstein. Wie in den letzten Hauptversammlungen freue ich mich, auch heute einige Fragen und Anmerkungen formulieren zu dürfen. Ich vertrete meine eigenen Aktien und bin Student der BWL an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Das schwierige Krisenjahr 2003 ist endlich vorbei! Allerdings wird deutlich, dass die weltweite Zivilluftfahrt fragil bleibt und ständige Aufmerksamkeit und konstantes Reaktionsvermögen immer wieder von den Managern der Airlines gefordert wird. Die Lufthansa fliegt Dank Ihnen, Herr Mayrhuber und Ihrem Team, weiterhin erfolgreich im Weltluftverkehr mit dies sollte wieder mal gewürdigt werden! Damit dies so bleibt, haben Sie eine Reihe von Initiativen ergriffen. Dazu zählt auch die Einführung von neuen Produkten im Geschäftsfeld Passage. Mit
einer neuen, vorbildlichen Business Class auf
Langstreckenflügen und einem aufgewerteten Produkt im
innereuropäischen Verkehr haben Sie den Kunden
manifestiert, die Lufthansa ist ein Premium-Carrier, der
auf Qualität setzt. Damit distanziert sich unsere
Fluggesellschaft eindeutig von den No-Frill Airlines. Allerdings
wird deutlich, dass auch traditionelle Fluglinien am
Service zurückschrauben, vor allem in der Economy Class,
und den Kunden dazuzahlen lassen. Dies betrifft bspw. die
Bordverpflegung auf innereuropäischen Strecken. Was die
angesehene Swiss macht, praktiziert auch Iberia und der
Star-Alliance Partner Austrian seit kurzem. Auf vielen
innereuropäischen Strecken kann aus einem Menü ein
Snack und Getränk gewählt werden. Dies hört sich toll
an! Nur muss man dafür selbst auch zahlen. Die
LSG hat dieses prämierte Prinzip, Buy on
Board genannt, erfolgreich in den USA eingeführt
und wird auch von Germanwings oder Hapag-Lloyd Express
genutzt. Nun sind dies aber Low-Cost Carrier nicht
aber die Lufthansa. ==>
Ist davon auszugehen, dass die Lufthansa von ihren
Economy-Passagieren in Zukunft auch, wie die
Billigflieger und die genannten Beispiele, während des
Fluges Geld für Bordverpflegung verlangen wird? ==>
Wo würde in dieser Hinsicht das Qualitätsversprechen
und die Differenzierung zu den Low-Costs bleiben? Den
folgenden Punkt hatte ich bereits vor drei Jahren
angesprochen. Er bezieht sich auf das
Economy-Langstreckenprodukt: Viele Airlines bieten auch
in der Economy-Class ein persönliches Inseat-Video an,
dazu zählen z.B. die Partner SAS, Singapore Airlines,
United oder auch British Airways, Air France, American,
Continental und viele asiatische Fluglinien es
werden immer mehr. Die Kunden, auch die wenig Zahlenden,
werden wie Sie wissen, immer anspruchsvoller und sehen es
fast als festen Bestandteil an, dass man während eines
langen Fluges selbst entscheiden kann, welchen Film, wann
zu schauen. Die innovative Business Class fliegt bereits
zwischen den Kontinenten, WLAN gibt es nun auch, jetzt
sollte auch bald eine aufgewertete Economy Class auf
Reisen gehen. Seit drei Jahren hat sich die Technik enorm
weiterentwickelt, ist günstiger und zuverlässiger
geworden, sodass die dafür vorbereiteten Maschinen des
Typs A340-600 und A330-300 mit einer derartigen
Ausstattung bald Lufthansa zu mehr Kundenzufriedenheit
verhelfen sollten. Das Langstreckengeschäft bleibt eine
tragende Säule der Passage, die Economy Class die
meistgenutzte Reiseklasse. ==>
Wie sehen die Planungen Ihrerseits zu diesem Thema aus? Eine
kleine Anmerkung dazu noch von mir: Auf zwei
diesjährigen Transatlantikflügen mit Lufthansa konnten
einige Passagiere und ich leider nicht das
Entertainment-Programm verfolgen, weil mehrere der
Monitore so verblasst waren, dass fast nichts zu erkennen
war. Das verstehe ich nicht unter einem Premium-Carrier! Dies
ist sicherlich eine Frage der Kosten dazu zählt
wohl auch der folgende Punkt: Am
1. August tritt das neue Miles&More-Programm in
Kraft. Es gibt viele Neuerungen, z.B. günstigere
Prämien, aber auch viel weniger Meilen für preiswerte
Flüge. ==>
Was ist der Sinn und Zweck dieser Neuerungen?
==>
Dem Gerechtigkeitsargument stimme ich vollkommen zu.
Warum wird aber auch bei Business-Class-Fluggästen,
somit bei Top-Kunden auf innerdeutschen Strecken
gekürzt? Weshalb wird nicht in gleichem Maße die
Eintrittsgrenze in den FTL- und Senator-Status gesenkt? ==>
Dieses Thema hat bestimmt auch mit Kostensenkungen zu
tun. Besteht aber nicht die Gefahr, die meilensammelnden
Gelegenheitsgäste der Lufthansa mit diesen Änderungen
nicht mehr wie bisher anzuziehen? Verliert Ihrer Meinung
nach das Programm Miles&More nicht an Attraktivität
und führt sogar zu Frustrationseffekten bei einigen
Meilensammlern und gar Reduzierung der Loyalität? Die
Lufthansa hat es verstanden in allen Bereichen nach
Kostensenkungspotenzialen zu suchen. Als eine der ersten
Airlines hat sie das elektronische Ticket etix®
eingeführt. Auf der IATA-Konferenz in Singapur wurde am
7. Juni von 700 Airlinevertretern beschlossen, ab Ende
2007 weltweit nur noch papierlose Tickets zu verkaufen. Dies
wird für die Lufthansa kein Problem darstellen. ==>
Wie hoch liegt der derzeitige Prozentsatz an etix®-Buchungen?
==>
Bietet sich für die Lufthansa somit noch ein großes
Sparpotenzial? ==>
Wird die Lufthansa noch früher ganz auf etix®
umgestellt haben? Zum
nächsten Punkt bzgl. Kosten: Die Lufthansa fliegt im
erfolgreichsten Airline-Verbund, der Star Alliance ganz
vorne mit. Der Flugplan ist mit der Vielzahl von
Destinationen und Flügen nahezu unüberschaubar
geworden. Dies hat auch der traditionelle gelbe Flugplan
von Lufthansa zu spüren bekommen. Es wird versucht,
Seiten zu streichen, um die Kosten im Rahmen zu halten.
Leider wurden auch viele nützliche Informationen, z.B.
über Zwischenlandungen, Mahlzeiten, Flugdauer oder
Lounges gestrichen. An diese Informationen kommt man,
zumindest über das Internet gar nicht oder nur sehr
schwer. ==>
Warum muss jede einzelne Umsteigeverbindung aufgeführt
sein? Würde es nicht reichen, nur die Umsteigeflughäfen
anzugeben? Damit könnte man etliche Seiten streichen.
Die Informationen sind höchstaktuell im Internet zu
bekommen. Im Gegenzug könnten wieder mehr, von den eben
erwähnten Serviceinformationen, aufgenommen werden.
Wäre dies denkbar? Zum
Geschäftsfeld Touristik: Die
neue Condor wird nun auch zum Low-Cost Carrier, der Name
Thomas Cook rückt wieder etwas in den Hintergrund. Es
ist nun möglich für 99 Euro one-way interkontinental
oder für 29 Euro innerhalb Europas inklusive Mahlzeit zu
fliegen. Neben dem Einzelplatzgeschäft wird gleichzeitig
aber auch auf ein hochwertiges Produkt gesetzt. Das von
Herrn Teckentrup formulierte Motto lautet: Hohe
Qualität zu niedrigem Preis. ==>
Ist dies nicht eine gefährliche Strategie? Die
Kostendisziplin ist der wohl entscheidendste
Erfolgsfaktor einer Low-Fare Airline. ==>
Wie weit gehen die neue Kostendisziplin und die
Produktivitätsverbesserungen? Weit genug? Ist die
Fluglinie schon von Anfang an für diese Strategie
gerüstet? Ich
bin sehr gespannt, wie sich die neue Condor behauptet! Zum
Ende meiner Ausführungen komme ich zu einem
bevorstehenden Großereignis in Deutschland im Jahr 2006:
die Fußball-WM. Lufthansa war schon immer fleißig im
Sportsponsoring tätig. Nicht jedoch zu diesem
medienwirksamen Ereignis! Mit etwas Entsetzen stellte ich
fest, dass Emirates, eine erstklassige Airline, nicht
jedoch die Lufthansa Sponsor ist. Gerade Lufthansa wird
Tausende von Fußballfans von überall nach Deutschland
fliegen, wohl nicht Emirates. ==>
Warum ist Lufthansa bislang nicht in diesem Ereignis
involviert? Sehr
geehrter Herr Mayrhuber, ich wünsche Ihnen und Ihrem
Team weiterhin eine erfolgreiche Arbeit und orientieren
sich stets am tollen Motto: Theres no better
way to fly! Meine
Damen und Herren, ich bedanke mich für Ihre
Aufmerksamkeit! Der Vorstand hat mir das stenographische Protokoll zukommen lassen (s. unten). Meine Fragen wurden von Herrn Mayrhuber persönlich sehr zufriedenstellend und ausführlich beantwortet. Löwenstein: ... (s. oben) (Beifall) Weber: Vielen Dank, Herr
Löwenstein. Beantwortung der Fragen
durch den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG Herrn
Wolfgang Mayrhuber Mayrhuber: Herr
Löwenstein stellte unter anderem die Frage nach dem World Wide Web und ob wir dieses
ähnlich wie Wireless LAN am Boden und auch in der Luft für die
Economy Class zur Verfügung stellen wollen. - Jawohl, die Definition und die
Umsetzung unseres FlyNet-Produkts ist so gestaltet, dass wir live
Internet an Bord in allen Klassen anbieten können. Ich denke, das ist ein
deutlicher Konkurrenzvorteil gegenüber anderen, den wir hier erarbeiten. Natürlich
wird das alles nicht über Nacht realisierbar sein. Das heißt, wir werden
Schritt für Schritt neue Flugzeuge schon mit den Systemen an Bord nehmen und
gleichzeitig auch Schritt für Schritt vorhandene Flugzeuge umbauen.
Zurzeit sind sechs Flugzeuge unserer Langstrecke damit ausgestattet.
Wir werden zügig den Rest der Langstreckenflotte modifizieren. Es ist auch von Herrn
Löwenstein die Frage gestellt worden, ob davon
auszugehen ist, dass Lufthansa von ihren
Passagieren in Zukunft, ähnlich wie es bei
Billigfliegern üblich ist, für das Essen an
Bord Geld verlangt, also unter dem Stichwort Buy on board das
Cateringkonzept ändert. Die Antwort ist ein ganz klares Nein! Das haben wir nicht
geplant, und das haben wir auch nicht vor. Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass das mal kommen sollte. Zusätzlich zum Internet an Bord
haben Sie auch die Frage nach einem möglichen Upgrade, einer
Verbesserung unseres Angebots für die Langstrecken/ Economy gefragt. Sie fragen, ob
dort nicht Inflight-Entertainment- Systeme eingebaut werden
können, die sich von dem, was wir heute anbieten, deutlich
unterscheiden. - Herr Löwenstein, es ist sicherlich so, dass wir, ähnlich wie es andere
Industrien tun, schrittweise unsere Produkte verbessern, dass wir natürlich
auch die Produktdifferenzierung im Auge haben und dass wir nicht in
allen Flotten und in allen Klassen gleichzeitig Veränderungen herbeiführen
können. Es ist schon so, dass wir in der Economy Class längerfristig
nicht davon ausgehen können, dass Inflight Entertainment dort nicht
einzieht. Wir bieten heute ein Entertainment- System an. Technisch wären
andere Dinge möglich. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Wir werden in
absehbarer Zeit eine Lösung finden, aber ich glaube, mit dem FlyNet kommen wir hier
einen Schritt weiter. Im Übrigen ist es natürlich
immer auch eine Frage des Preis-Leistungs- Verhältnisses, und was man für
den Kunden auch finanzieren kann. Denn insbesondere im
Economy-Class-Segment - der Name deutet darauf hin - sind die Entscheidungen im
Wesentlichen auch vor dem Hintergrund der Preiswürdigkeit zu treffen. Sie haben auch kritisiert, dass
Sie auf einem Flug - und jemand anders hätte es auch gesehen - ein
Entertainment-Programm nicht richtig sehen konnten, weil die Monitore etwas
verblasst waren. - Wir werden dem Vorgang natürlich nachgehen,
wenn Sie uns die Flugnummer noch mal sagen. Aber im Prinzip ist es so, dass unser
Wartungssystem solche Erkenntnisse eben nicht nur über
Kundenbeschwerden und Hinweise aus dem flugbetrieblichen Service, sondern auch über
Checks am Boden abfängt. Ich kann sagen, dass wir hier insgesamt
sehr gut unterwegs sind. Wenn wir - aus welchen Gründen auch immer -
einmal einen verblassten Monitor hatten, dann mag es mit unmittelbaren
technischen Problemen zusammenhängen, aber ich glaube nicht, dass es
mit dem Service-Konzept als solchem zu tun hat. Die interessante Frage, die Sie
zu Miles & More präzisiert haben, möchte ich auch beantworten. Es ging um den Sinn
und Zweck der Neuerungen des Miles & More-Programms. - Natürlich ist
das Miles & More-Programm für uns ein Incentive-Programm für unsere
Kunden. Es ist heute weltweit üblich, dass große internationale Airlines
ein solches Programm anbieten. Es geht darum, dass über die
Meilenvergabe sozusagen der Wert der verkauften Tickets für den Kunden steigt
und auch die Flexibilität, was er mit den Meilen macht, ob er sich
Upgrades holt oder was auch immer, so dass es ein Wert für unsere Kunden
schlechthin ist. Nun ist es schon so, dass es, wenn Sie
Modifikationen sehen, nicht nur so sein kann, dass Preise
reduziert werden, dass aber Meilenstände wachsen. Wir
müssen schon insgesamt von unserem Produkt her und von der Überlegung her, welche
Meilen wir für welche Strecke geben, wettbewerbsfähig sein müssen. Wir haben erkannt,
dass der Wettbewerb hier deutlich zurückgefallen ist.
Wir haben uns deswegen in unserem Modifikationspaket für unser gesamtes Miles &
More-Programm Veränderungen vorgenommen. Glauben Sie mir,
nur Reduzierungen wäre nicht möglich gewesen, sondern es gibt auch
einige Verbesserungen und auch mehr Transparenz. Es ist schon noch
so, dass die Eintrittsgrenzen für die Statuskunden über mehrere
Programmveränderungen in der Vergangenheit erneuert oder zum Teil auch
abgesenkt wurden. Allerdings stehen dagegen auch neue Produkte, und
dagegen steht auch ein Mehrwert, wenn Sie alleine an die Star Alliance
denken, wie viele neue Gesellschaften hinkommen. Insofern haben wir in
der Werthaltigkeit unseres Systems durchaus einen Zustand erreicht,
der dieses, eines der erfolgreichsten Systeme der Welt, als ein hoch
attraktives erscheinen lässt. So weit zu der Frage Miles & More. Herr Löwenstein ist dann auch
noch auf Condor eingegangen und hat die Frage gestellt, ob die
Strategie, 29 Euro innereuropäisch und 99 Euro weltweit, nicht eine
gefährliche Strategie sei. - Vielleicht zur
Klarstellung: Das sind natürlich
Oneway-Tarife. Das sind nicht Tarife, die für das ganze Flugzeug verkauft werden,
sondern es sind einfach Schnäppchen. Ich glaube, dass unser Unternehmen
gut beraten ist, eben auch Attention und Attraktivität durch
Schnäppchen, die wir fallweise verkaufen, zu platzieren. Wir haben es auch im
Lufthansa-Konzern gemacht. Ohne dass das Produkt verwässert wird, kann man hier
vorankommen. Also, das ist die Preisattraktivität. Das zweite Element ist die Frage
des Einzelplatzgeschäfts. Wichtig ist, dass die Condor eben nicht nur
komplette Pakete für Reisebüros positioniert, sondern dass sie auch noch den
Freiraum hat, zu gewissen Destinationen flugplan- und flugortabhängig
Einzelkapazität verkaufen kann. Damit kann sie den Umsatz pro Flug
steigern, dadurch kann sie Neukunden hingewinnen. Es ist so, dass
viele Kunden auf Pauschalreise nach Mallorca fliegen, und andere wollen auf
einem Einzelplatzticket dorthin reisen. Die Wettbewerbsfähigkeit ist
der dritte Punkt. Deswegen ist es notwendig - das habe ich meiner Rede
angesprochen -, dass Condor und Thomas Cook, also der Veranstalter
sowie die Airline, weiter intensiv an der
Kostenreduzierung arbeiten. Ein anderer Redner hat
gesagt, dass das auch nicht an den Türen der Mitarbeiter
Halt macht. Das ist richtig. Aber ich kann nur sagen: Profitable Arbeitsplätze
haben Zukunft. Alles andere wäre etwas, was wir den Mitarbeitern nur
vorgaukeln würden. Also, durch Schlankheit, durch Effizienz, durch richtige
Produkte zu überzeugen ist etwas, was nicht nur für Condor, sondern für
den gesamten Konzern gilt. Sie wollten konkret wissen wie
viele Etix-Buchungen wir platzieren. Ich kann sagen: Jawohl, die IATA
wird so etwas durchführen. Auch davon werden wir profitieren. Aber die
Lufthansa und die Star Alliance werden die Nase vorne haben. Wir werden
schon im Jahr 2005 im gesamten Star Alliance-System etixfähig sein.
Ein Großteil der Airlines wird schon Ende des Jahres 2004 etixfähig sein.
Konkrete Zahlen: Bei innerdeutschen Reisen werden schon 70 Prozent unserer
Kunden im Etix-Bereich aktiv. Das heißt, dass wir hier
paperless fliegen. Sie hatten dann auch noch einmal
Hinweise zum gelben Flugplan gegeben und gesagt, welche Informationen
da gestrichen wurden. - Wir haben uns im Rahmen des letzten
D-Check-Programms die wesentlichen Rubriken und die redaktionellen Inhalte
angesehen und tatsächlich auch Verkürzungen vorgenommen. Das hatte zwei
Gründe: Zum einen wird unser Netz größer, der Flugplan wird
dicker und wird irgendwann unhandlich. Zweitens waren auch Informationen darin,
die wirklich schon weit verbreitet sind. Die Kosteneinsparungen, die wir
dadurch erzielt haben, waren enorm. Allerdings ist auch eine Kundenbefragung
durchgeführt worden, um die wesentlichen Serviceaspekte sicherzustellen.
Also, wir haben es nicht nach Gutsherrenart gemacht, sondern
sehr sorgfältig. Wir haben einige Informationen zusätzlich ins Internet
verlagert. Aber wir werden Ihre Anregung aufnehmen und sehen, ob wir
Modifikationen vornehmen müssen. 2006, Groß-Event in
Deutschland. Die Mannschaft übt ja fleißig in Portugal. Wenn es so weitergeht wie
gestern, können wir froh sein. Ich sage das etwas salopp, wenn Sie
erlauben: 2006 ist ein wichtiger Event für uns. Es wird so sein, dass Emirates
der Sponsor ist, aber dass wir die Kunden fliegen. Die 33 Millionen, die
wir dafür hätten bezahlen müssen, waren es aus unserer Sicht nicht wert,
denn wir werden mit unserem Produkt nach Europa, nach Deutschland und
innerhalb Deutschlands die Kunden für uns erschließen, denke ich. Ich
hätte dann auch erwartet, wenn wir die 33 Millionen ausgegeben haben, dass
vielleicht einer der Aktionäre gesagt hätte: Sie haben sich ein
Eigentor geschossen, denn die Kunden haben Sie sowieso.
(Beifall) |
Copyright Lufthansa AG, Liontravel ©